Warum man Unter-6-Jährigen das Aufräumen nicht beibringen muss

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Aufräumen: Großes Thema in Familien mit Kindern. Heute begründe ich Euch eine steile These: Man muss Kindern unter 6 Jahren nicht das Aufräumen beibringen.

Erst gestern ist es bei uns wieder passiert: Die Kinder hatten Besuch von der vierjährigen Cousine. Drei kleine Mädchen und ein gut ausgestattetes Kinderzimmer, plus zwei Stunden Spielzeit, und so sieht es dann aus:

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Wir gehören zu den Eltern, die die Kinder spielen lassen. Bei uns darf es unordentlich werden. Aber natürlich schätzen auch wir eine ordentliche Wohnung. Bei uns wird jeden Abend aufgeräumt, denn weder mein Mann noch ich können den Feierabend genießen, wenn die Wohnung zugemüllt ist.

Aber: Wir sind dazu übergegangen, unsere Kinder nicht mehr mit Aufräum-Forderungen zu nerven, die sowieso meistens so enden: Das Kind sitzt müde im völlig zugemüllten Kinderzimmer, räumt ein, zwei Kleinigkeiten von links nach rechts oder in eine Kiste, findet dann etwas, beginnt damit rumzunesteln, die Eltern bitten erst, werden dann lauter, ermahnen schließlich immer wieder in verschiedenen Tonlagen, werden zum Schluss laut – und am Ende räumen die Eltern frustriert und genervt und vielleicht sogar meckernd und schimpfend das Meiste auf, während das Kind immer noch verträumt auf dem Bett sitzt und an dem Stofftier rumpusselt.

Hand aufs Herz, Leute: So läuft es doch! Ich habe im Freundes- und Bekanntenkreis herumgefragt – und zumindest in unseren Kreisen ist es überall das selbe: Die meisten glauben, sie müssten ihren Kindern „von klein auf“ das Aufräumen beibringen („Was Hänschen nicht lernt…“), scheitern aber Tag für Tag. Sie ermahnen das Kind zwar, aber eigentlich klappt es nie.

Bei uns zu Hause ist leider auch der vorbildliche Ansatz aus dem Kindergarten gescheitert: zur Aufräumzeit summen die ErzieherInnen eine Aufräum-Melodie und beginnen selbst als gutes Vorbild, langsam aufzuräumen. Sie machen das mit einer heiteren, gelassenen Grundstimmung, die sich dabei auf die Kinder überträgt. Deswegen klappt das Aufräumen im Kindergarten wunderbar. Diese heitere, gelassene Stimmung habe ich aber nicht, nicht nach einem anstrengenden Tag mit Arbeit, Kindern und tausend Erledigungen.

Deswegen ist es bei uns dann leider auch oft so gelaufen wie oben beschrieben. Irgendwann habe ich erkannt: Hier läuft was schief, und zwar nicht nur bei uns, sondern bei gefühlt 90% der Familien um uns herum. Ich habe lange nachgedacht und diese Erkenntnis mit meinen Auffassungen vom sinnvollen Begleiten (manche nennen es „Erziehen“) meiner Kinder abgeglichen. Ich habe über kindliche Gehirnentwicklung gelesen und weiter meine Kinder beobachtet.

Natürlich habe ich mich auch gefragt: Machen wir es falsch? Sind wir nicht konsequent, oder gar: nicht freundlich genug? Ich sage: Nein. Kleine Kinder kapieren bis zu einem gewissen Alter einfach nicht, was Aufräumen überhaupt soll. Ihre Fähigkeit, rational zu denken und soziale Zusammenhänge zu erfassen, ist noch wenig ausgeprägt. Noch viel weniger können sie gesellschaftliche Normen verstehen („Es ist eben üblich, dass man aufräumt“). Maximal verstehen sie irgendwann, dass Mama und Papa es wollen, und mache es ihnen zuliebe. Wie so vieles, das sie Tag für Tag tun.

Ich weiß, dass unsere Eltern auch für uns Kinder aufgeräumt haben, als wir noch nicht in der Schule waren. Und ich bin zu einer ziemlich ordentlichen Person geworden, mein älterer Bruder ist sogar über-ordentlich, und mein jüngerer Bruder ist auch ein Mensch, der Ordnung schätzt und halten kann. Ich bin sicher, dass man beruhigt sein kann: Auch wenn Kindern unter 6 Jahren das Aufräumen NICHT explizit „beigebracht“ wird, wird aus ihnen nicht automatisch ein Mensch, der keine Struktur in Haushalt (oder gar Leben) bringen kann.

Was man jedoch tun kann, ist, den Kindern vorzuleben, dass und wie man aufräumt. Wenn Kinder sehen, dass man ohne zu murren aufräumt, am besten noch mit einem Lied auf den Lippen und mit guter Laune (haha!), dann werden sie diese Haltung irgendwann übernehmen. Natürlich nur, wenn sie von uns nicht gekünstelt ist. Vielleicht wird das Ganze nicht fruchten, bevor sie sechs Jahre alt sind, aber was macht das schon? Wir räumen ja sowieso schon das Meiste auf.

Tatsächlich kann unsere große Tochter, die jetzt sechs ist, mittlerweile ganz gut aufräumen. Wir haben wahrscheinlich 99% der von ihr in ihrem Leben angerichteten Unordnung aufgeräumt. In den letzten Jahren, seitdem ich entspannt war und mich selbst nicht mehr unter den Druck gesetzt habe, ihr das Aufräumen explizit durch Ermahnen und Belehren beibringen zu müssen, habe ich sogar oft mit guter Laune aufgeräumt. Dann reichte oft eine kleine, freundlich Aufforderung: „Komm, wir machen das zusammen!“, oder „Willst Du nicht mithelfen?“, und sie machte mit, ohne zu murren. Und nun tut sie es selbst. Sie räumt einfach schnell ohne Federlesens auf. Sie ist jetzt einfach so weit, und unsere Investition trägt Früchte.

Meine These: Wir dürfen uns ohne schlechtes Gewissen von dem überpädagogischen Zwang befreien, unseren kleinen Kindern das Aufräumen beizubringen. Sie werden es ab ungefähr dem Alter der Schulreife und spätestens in der Grundschulzeit von selbst lernen. Und sie werden so aufräumen, wie sie es an Euch beobachtet haben: Genervt oder entspannt, hadernd und zeternd oder lächelnd und summend.

Deswegen rufe ich aus: Macht Euch keinen Stress! Räumt einfach wie bisher selbst für Eure Kinder auf, aber nervt sie nicht mit ständigen Ermahnungen und Belehrungen, die eh nichts bringen außer schlechte Laune. Lebt ihnen lieber vor, dass Aufräumen nichts Schlimmes ist, und versucht dabei, wirklich heiter zu sein. Gerne dürft Ihr sie auffordern mitzumachen und Euch freuen, wenn das ein wenig klappt. Denn eins ist sicher: Schlechte Laune, Gemecker und Geschimpfe ist ganz sicher kontraproduktiv. Das gute Vorbild wird wie immer auf lange Sicht den wirklichen Erfolg bringen.

Und? Räumen Eure Kinder auf?

 

23 Kommentare, RSS

  1. Thorid 23. Januar 2016 @ 22:07

    Ehrlich gesagt sehe ich das anders. Mein Sohn ist jetzt 5 1/2 Jahre alt und räumt oft sogar von selbst ohne Aufforderung auf.
    Wir haben einfach die Regel, wenn etwas neues Angefangen wird, dann wird vorher aufgeräumt. Das klappt zum Teil sogar, wenn seine Kumpels hier sind. Aber ich mache auch kein Ärger, wenn Freunde da sind. Jedoch räumen wir oft zusammen mit den Freunden im Anschluss auf und wenn es doch später wurde und der Freund daheim muss, dann mache ich das gemeinsam mit meinem Sohn. Ich finde gut und wichtig das er sein Zimmer selbst aufräumt, aber wenn ich merke das er keine Lust hat, dann helfe ich ihn dabei. So gehe ich Ärger aus dem weg. Er freut sich sogar, wenn wir es zu zweit machen.

    Ich muss dazu sagen, das ich das auch zum Teil der Krippe und dem Kindergarten mit zu verdanken habe.

    Mich stört es aber auch nicht, wenn es bei anderen anders abläuft 😉

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 24. Januar 2016 @ 8:56

      Hallo Thorid, er ist ja jetzt auch fünfeinhalb, da geht das Aufräumen meist schon ganz gut, weil die Kinder das dann langsam verstehen. Gemeinsam mit den Kindern aufräumen ist natürlich auch eine tolle Option, das machen wir auch. „Kommt, wir räumen gemeinsam auf!“ – Wenn das dann entspannt bleibt und nicht ständiges Ermahnen ausartet, ist das eine super Sache! Danke für den Beitrag!

  2. Tina Krupalija 24. Januar 2016 @ 10:16

    Hallo Maike, danke für diesen tollen Beitrag – hat mich echt zum Nachdenken gebracht. Und ja, bei uns wird viel gemurrt und gemahnt und gebittet und gebettelt bis das Zimmer dann endlich aufgeräumt wird (von wem auch immer). Ich habe 2 Kinder (7 Jahre und 3 Jahre) und sie wohnen im selben Zimmer, da geht es schon hin und wieder chaotisch zu. Du hast recht … ich sollte öfter mit positivem Beispiel voran gehen und anfangen aufzuräumen und sie helfen dann eh oft mit.
    Was ich noch sagen möchte: „Ordnung“ bedeutet für Kinder was anderes als für mich … der große Nachttisch meiner Tochter ist überfüllt mit – wie ich sagen würde – Müll und Blödsinn …. doch für sie sind das wahre Schätze! Die Sachen sind einfach wichtig für sie (gesammelte Steine, Papierschnipsel, ein Tierbild aus der Zeitschrift, Fäden einer schönen Wolle, alte Einladungen zu Geburtstagspartys, Krimskrams aus Überraschungseiern und und und … ). Wenn sie das alles schön hinsortiert ist es für sie „aufgeräumt“ und für mich ein Haufen Plunder … doch ich denke, das muss ich respektieren, das ist ihr Reich und diese Sachen sind ihr nunmal wichtig.
    Wenn ich gerne hätte, dass meine Kinder aufräumen, dann wissen sie mittlerweile was ich meine. Wir haben einen riesigen Teppich im Zimmer und dieser muss einfach frei sein, damit ich saugen kann. Klar, oft wird Spielzeug dann einfach mal rundherum aufgestellt, aber der Teppich ist frei und ich kann saugen.
    Was SEHR gut funktioniert, wenn ich mit ihnen zusammen aufräume und ihnen „kleine Häppchen“ gebe, das kann schon mein 3-jähriger! Klar, wenn man in ein verwüstetes Zimmer kommt, dann weiß ich oft selbst nicht, wo ich anfangen soll … doch wenn ich sage: so, alle Duplosteine in die Duplokiste, dann ist das eine klare Ansage und das funktioniert! Und dann: alle Bilderbücher wieder ins Regal … das Gewusel drumherum räume ich dann auf und so haben wir in kurzer Zeit alles aufgeräumt.
    Aber trotzdem nochmal danke – wir werden das in Zukunft nicht mehr mit Groll und Gemurre machen, sondern – zumindest meinerseits – mit guter Laune! :)
    Liebe Grüße, Tina

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 24. Januar 2016 @ 11:12

      Liebe Tina, , ja, das ist unbedingt wahr — Kinder haben ein anderes Verständnis von Ordnung! Ha, diese vollen Schreibtische mit den Schnipseln, Schätzen, Bildern usw. kenne ich auch von meiner Tochter. Aber klar, das sollte man respektieren. Das lassen wir auch gern einfach so, wie es ist. Bei uns gibt’s im Schreibtisch eine Schublade, da räumen wir manchmal Sachen von der Schreibtischoberfläche einfach rein, damit wieder Platz zum Malen ist (denn tatsächlich lässt sich unsere Tochter vom Werkeln abhalten, wenn die Schreibtischoberfläche voll ist).
      Ja, gemeinsames Aufräumen ist auch eine super Idee, wenn man es nicht motzend und meckernd macht — das habe ich schlicht vergessen zu erwähnen. Auch wenn ich nicht so viel von „Belohnungssystemen“ halte, sagen wir auch manchmal „Bevor Ihr später das Filmehen schauen dürft, muss erst aufgeräumt werden“, und dann machen wir das gemeinsam, und das klappt gut.
      Und ja, ich finde es auch voll OK, wenn nicht immer picobello aufgeräumt ist, sondern der Boden frei ist. Wir machen so ca. einmal in der Woche ein „großes Aufräumen“, wo wirklich alle Körbe ordentlich sortiert werden, ansonsten reicht „freiräumen“ und grobes Sortieren. Danke für Deinen Beitrag!

  3. Sandra 24. Januar 2016 @ 22:49

    Liebe Maike,
    vielen Dank für diesen Beitrag. Wir haben ganz ähnliche Erfahrungen gemacht. Unsere Große ist jetzt neun und räumt – nicht begeistert oder gerne – aber selbstständig und alleine auf. Unser Fünfjähriger fängt jetzt so langsam damit an, mit etwas Unterstützung aufzuräumen. Unsere Jüngste ist jetzt drei und räumt bestimmte Sachen, wie ihre Puppenküche und ihr Puppenhaus gamz alleine und wunderschön auf. Aber bei ihrem Zimmer, oder einer größeren Fläche wie beim Duplo- oder Holzeisenbahnbauen ist sie noch total überfordert. Und das ist auch vollkommen in Ordnung.
    Wichtig finde ich auf jeden Fall – und die Erfahrung hat sich schon bei unserer Großen bewährt – dass man feste Plätze für das Spielzeug hat, wo sie immer wieder hin aufgeräumt werden. So lernt das Kind später auch, sinnvoll aufzuräumen. Wir schenken immer zu jeder Kiste Bauklötze, oder wie zu Weihnachten dem Playmobil Adventskalender eine Schachtel, Dose oder Korb zum Aufräumen dazu. Im Zimmer stehen Regale, wo diese Platz finden. Das erleichtert das Aufräumen ungemein und hilft auch schon der Kleinen beim Aufräumen.
    Und mit dem Alter 5-6 Jahren stimme ich vollkommen überein. Da beginnen die Kinder auch, längere Zeit alleine im Zimmer zu spielen und nicht mehr in der Allgegenwart der Eltern.
    Herzliche Grüsse,
    Sandra

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 25. Januar 2016 @ 7:56

      Liebe Sandra, das klingt ja alles ganz fein. Stimmt, feste Plätze für die Dinge und für jede „Sorte“ einen Korb oder eine Kiste sind eine gute Idee. Bei uns hapert es z.B. an den festen Plätzen, das klappt bei uns irgendwie nicht so richtig. Ja, und auch Kleine können bestimmte Dinge schon aufräumen. Wenn wir gemeinsam aufräumen, sagen wir zur Kleinen auch z.B. „Du darfst jetzt alle Puppen schön ins Puppenbett setzen“, und das schafft sie dann auch. Es müssen eben überschaubare Aufgaben sein, nicht zu komplex. Ein Zimmer, wo lauter verschiedene Sachen kreuz und quer auf dem Boden liegen, kann kein kleines Kind aufräumen – das kann sein Gehirn noch gar nicht sortieren und überblicken – das sehe ich wie Du. Danke für Deine Anregungen!

  4. Aginor 25. Januar 2016 @ 10:57

    Netter Artikel, danke!
    Aber die Rechtschreibkorrektur hat Dir ein Schnippchen geschlagen, die allseits beliebte Patricia „Das Nuf“ wurde zu „Das Auf“.

    Gruß
    Aginor

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 25. Januar 2016 @ 19:13

      Hallo Aginor, danke für den Hinweis! Ich hatte es schon einmal korrigiert und habe keine Ahnung, wie sich das wieder dazwischen gemogelt hat. Autokorrekt ist sehr hartnäckig, wie es scheint!
      Danke nochmal!

  5. Christin 26. Januar 2016 @ 21:24

    Liebe Autorin! Gerade habe ich deinen Artikel gelesen. Die These finde ich keinesfalls steil. Ich habe zwei kleine Kinder (2,3), die beide noch voll Zuhause sind. Aufräumen ist bei uns eigentlich kein Thema, was nicht heißt, dass es bei mir keins ist. Würde ich jedes unsere Zimmer stündlich dokumentieren, dann bekäme man von außen vielleicht einen Schock. Da passiert im Laufe eines Tages wirklich viel. Man würde aber sicher auch sehen, dass die Kinder die Dinge eben auch in einer bestimmten Weise tun, in ihrer Ordnung eben. Sie benutzen Dinge, die für uns ganz gewöhnlich sind und strukturieren sie für sich immer weiter. Leider fast ausschließlich verschieden von dem, wie wir es lieben. Aber: meine Kinder wissen erstaunlich gut Bescheid über unsere Wohnung. Sie wissen, wo das meiste steht und auch, dass bestimmte Dinge einfach wieder an ihren Platz kommen. Wenn ich mal wieder etwas nicht finde, helfen beide gern beim Suchen und erinnern erstaunlich oft, wo sie etwas gerade benutzt haben. Wenn Besuch kommt, ist natürlich immer auch Aufregung und Außeralltäglichkeit im Spiel und da haben die Kids auch echt andere Sorgen, als an Mama zu denken. Ich kriege innerlich auch oft die Krise und denke mir nicht selten, bitte nicht schon wieder alle Mützen, Schals und Handschuhe. Aber mir hilft es wirklich zu denken, dass es für sie eben gerade Sinn macht und sie am Ende auch immer etwas dabei lernen. Und bei großen Chaosaktionen gucke ich schon auch währenddessen, dass ein bestimmtes Maß nicht überschritten wird oder dass wir gemeinsam die Knete von den Schuhen auch wieder abkratzen…

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 26. Januar 2016 @ 22:17

      Liebe Christin, danke, dass Du Deine Erfahrungen teilst! Ja, ich finde auch, man kann das Vertrauen haben, dass das, was die Kinder tun, einen Sinn macht, und dass sie es keinesfalls tun, um uns zu ärgern. Bei uns sind es auch oft die Kinder, die etwas lang Vermisstes wieder finden. Sie haben einfach „andere Augen“ als wir. Und andere Wahrnehmungs- und Denkweisen. Und das ist ja gerade schön, das sollten wir nicht glattbügeln. Dir nochmal danke für Deine Erfahrungen!

  6. berit 29. Januar 2016 @ 9:07

    Hola! Meine Kleine ist zwar erst 1 Jahr alt, aber ich versuche auch im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit ihr aufzuräumen. Dabei finde ich es ok, wenn sie nur 1-2 Sachen nimmt, in die Kiste packt und sich dann wegtrollt. Für das bisher eingeräumte kriegt sie dann ein Lob, beide Seiten freuen sich und ich schmeiß schnell den Rest in die Kisten.

    Ich gehe grundsätzlich von der Annahme aus, dass Kinder helfen WOLLEN und es auch tun wenn man sie auf ihre Art und Weise lässt. Das meine Kleine jetzt noch nicht den Sinn dahinter versteht, das man alles wieder in Kisten räumt, das sie dann am nächsten Tag eh wieder ausräumt…sei’s drum :) Meine wirren Gedanken sind hier übrigens viel besser aufegschlüsselt 😀 http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2015/09/mein-kind-kooperiert-nicht-warum-kinder-scheinbar-nicht-kooperieren-wollen-teil-1-der-serie.html

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 29. Januar 2016 @ 10:50

      Super, da machst Du ja offensichtlich alles richtig! :-) Ja, ich bin auch überzeugt, dass Kinder von Grund auf kooperieren wollen. Uns fehlt nur oft die Geduld abzuwarten, bis das Kind soweit ist. Ach, Deinen Blog kenne ich natürlich! Ich habe schon einige Artikel von Dir gelesen – ein sehr guter Blog!

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    1. Februar 2016 @ 11:53 Antworten

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 2. Februar 2016 @ 10:22

      Liebe Mama denkt, ich vermute, es fehlt etwas in Deinem Kommentar :-) Danke dennoch. Wenn Du willst, kannst Du ja das Fehlende noch ergänzen. Herzlich, Maike

  8. Mara Winter 27. Februar 2016 @ 22:41

    Meine Tochter ist 4 und hasst es, wenn ihr Zimmer unordentlich ist. Sie schafft es nicht, alleine aufzuräumen, aber sie möchte Ordnung und ist dankbar, wenn man ihr hilft. Sie schimpft auch mit mir, wenn ich abends eine leere Kekschachtel im Wohnzimmer liegen lasse. Sie ist tausendmal ordentlicher als ich. Ich hoffe, dass sie irgendwann für mich die ganze Wohnung aufräumt.

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 28. Februar 2016 @ 10:40

      Das ist ja lustig, dass Deine Tochter so ordentlich ist! Da kann man nur hoffen, dass die Pubertät keinen Wandel bringt :-)

  9. Steffi 9. März 2016 @ 14:28

    Du hast vollkommen Recht. Ich habe das Glück, dass mein Sohn es selbst nicht mag, wenn es unordentlich ist. Das geht so weit, dass er andere Kinder ermahnt, wenn sie zu viel Unordnung bei ihm machen. Das hat er sicher von mir, ich räume nämlich oft auf, weil ich sehr ordentlich bin. Auch sein Kinderzimmer. Meistens räumen wir zusammen auf, dann macht das sogar Spaß. Ach so, er macht das seit er 3 ist. Normalerweise räumt er selbst auf, wenn er was Neues anfängt, weil ich ihm das immer so vorgemacht habe. Hoffentlich bleibt das ne Weile so 😉
    LG Steffi

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 10. März 2016 @ 9:03

      Liebe Steffi, hach, da zählst Du zu den Glücklichen!! :-) Wie schön, dass das bei Euch so gut klappt. Ja, ich glaube, Kinder gucken wirklich viel von uns ab! Euch weiterhin so gutes Ordnung halten! <3

  10. Rosso 12. Juli 2016 @ 17:42

    Eine interessante These…
    Am eigenen Beispiel kann ich nicht immer ein System erkennen. Mein eigener Sohn ist 2 und räumt nicht immer, aber schon ziemlich oft einen Grossteil seiner Sachen nach dem Spielen wieder ein. Mein 5-jähriger Neffe hingegen könnte jeden Tag eine Putzfirma gebrauchen, um das Chaos loszuwerden. Aufräumen sieht er nicht ein…

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 12. Juli 2016 @ 19:58

      Hallo Rosso, ja, Kinder sind durchaus verschieden, auch was das Aufräumen betrifft. Von einem Zweijährigen, der aufräumt, habe ich selten gehört — erstaunlich!! Danke für den Beitrag!

  11. Franzi b 18. August 2016 @ 20:11

    Ich denke es ist eine Frage der spielumgebung. Bei dem an Montessori angelehnten System funktioniert das super. Es ist nach Themen (Tiere, Musik, Büchet etc) geordnet und meine 2.5 Jahre alte Tochter stellt es von Anfang an wieder dahin. Dazu habe ich sie nicht ermahnt sie hat es beobachtet und macht das genauso. Regal, Schalen, Körbchen, Kisten geht alles gut. Kinder lieben diese Systeme…das konnte ich beobachten. PS: am besten auch nicht soviel haben von Anfang an, das macht es leichter! Spielzeug Ausborgen geht auch. Da gibt’s auch nen Blog zum Thema Spielzeug freies Kinderzimmer, da ist eine Wohltat für Kinder wenn sie wenig aber dafür wertvolle Spielsachen haben.

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 18. August 2016 @ 20:14

      Da stimme ich Dir absolut zu! Ich bin auch ein Fan von „Wenig, aber gut“, und Körbe und Kisten in die immer wieder das Gleiche (Wenige) reingepackt wird, sind gute Ordnungssystem, die Kinder am schnellsten kapieren und mitmachen. Wie Du auf unserem Bild siehst, haben wir auch für alles Körbe.

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