Eiszwerg aus Wolle und Filz basteln

Wir basteln einen süßen Eiszwerg anlässlich des neu angebrochenen Jahres und des Schnees. Das Zweiglein eignet sich zur Dekoration des Ess- oder Jahreszeitentisches.

Endlich ist Schnee gefallen; Frost und Kälte haben Einzug gehalten ins angebrochene Jahr. Die Weihnachtsbäume und die Festtags-Dekoration sind in den meisten Haushalten abgeschmückt und abgebaut. Also möchten auch der Esstisch oder der Jahreszeitentisch neu dekoriert werden.

Die Kinder und ich fanden, dass im Wohnzimmer auf dem Blumentisch etwas fehlt. Dann haben wir überlegt, was zur Jahreszeit passen könnte. Schließlich haben wir uns für einen gefilzten Eiszwerg entschieden. Heute zeige ich Euch, wie man einen solchen herstellt.

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Ihr braucht
– etwas Schafwolle im Vlies (hinten links)
– etwas ganz feine, duftige, fein gekämmte weiße Wolle (hinten rechts)
– ein Stück Wollfilz in Helll- oder Dunkelblau
– etwas hellbraune Märchenwolle (für den Bart)
– Nähzeug (hellblauer oder weißer Faden, Nadel)
– dickerer Faden oder feste Wolle zum Abbinden
– Filznadel
– Schere
– 1 Blatt Papier
– evtl. Perle zur Dekoration

Aus etwas Schafwolle stellt Ihr eine kleine Kopfkugel her. Dafür wickelt Ihr eine dünne Strähne Wolle um den Finger, zieht den so entstandenen Büschel ab und wickelt weiter dünne Wolle darum, bis die Kugel groß genug ist (ca. 3-4 cm im Durchmesser). Mit der Filznadel filzt Ihr diese Kugel rund, wodurch sie gleichzeitig kleiner wird (ca. 2-3 cm im Durchmesser). So:

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Dann legt Ihr zwei schmale Bahnen Schafwolle kreuzweise auf den Tisch und legt die Wollkugel in die Mitte.

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Dann strafft Ihr die vier Enden der Wollbahnen fest über die Kugel:

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Dann bindet Ihr unter der Kugel noch einmal ab, sozusagen um den Hals:

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Jetzt rollt Ihr aus einem ca 50 cm langen, schmalen Wollband eine feste Rolle. Die Breite des Bandes sollte ungefähr der Höhe des Zwerges vom Boden bis zum Kopf entsprechen, denn das wird der Körper. Wickelt dabei so fest und dicht wie Ihr könnt. Diese Rolle filzt Ihr anschließend ein wenig „in Form“, das heißt in Form eines angedeuteten Kegels (nicht zu spitz):

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Dann wird dieser Kegel unter die Kopfkugel geschoben, so dass die herab hängenden Enden der um den Kopf gewickelten Bahn den Kegel umschließen:

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Nun filzt Ihr den Körper final in Form, wobei Ihr die verschiedenen Wollteile gut miteinander verbindet. Ihr stecht auch immer in den Boden ein, damit das Zwerglein später sicher steht. So sieht der Körper nun aus:

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Zum Schluss legt Ihr noch einmal eine schmale Bahn Wolle über das ganze Gebilde, so dass die Konturen um den Hals sanfter werden. Diese Bahn könnt Ihr hinten fest anfilzen, vorne sollte sie jedoch lockerer bleiben, damit der Zwerg weiche Formen bekommt:

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Nun schneidet Ihr ein Stück farbigen Filz in der hier abgebildeten Form zu. Dabei hilft es, das Schnittmuster erst auf einem doppelt gelegten Stück Papier aufzuzeichnen; so bekommt man ein symmetrisches Schnittmuster. Die Länge der geraden Linie (Mitte) sollte etwa um ein Drittel länger sein als Euer jetziger Woll-Zwerg:

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Dann wird die Zipfelmütze vorn zusammengenäht. Dabei ist es hübsch, wenn sich der Faden vom Filz farblich abhebt. Ich habe Hellblau genommen:

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Mit dem gleichen Faden zieht Ihr nun rings um den Hals des Mäntelchens mit der Nadel einen Zugfaden ein. Der Faden wird etwa auf Höhe der Mitte der gesamten hinteren Länge des Mäntelchens eingezogen. Für die Linie zum Einziehen könnt Ihr Euch mit weißem Buntstift zart eine Hilfslinie aufzeichnen. Sonst landet man an den Rändern gern zu weit oben oder unten, und dann sitzt später das Mützlein schief.

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Jetzt kann dem Zwerg das Mäntelchen angelegt werden. Vorne könnt Ihr noch eine Perle in das eine Ende des Zugfadens fädeln. Dann zieht Ihr den Faden etwas an und verkotet ihn vorn hinter der Perle:

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Nun sind die Eiszapfen dran, die sich rund um den Kragen reihen. Dafür nehmt Ihr von der feinen weißen Wolle feine Strähnen und zwirbelt sie mit etwas angefeuchtetem Finger in Form.

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Nun werden die Zapfen am Mäntelchen festgefilzt:

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Für mehr Stabilität kann man noch eine feine Strähne weiße Wolle um den Hals legen.

Meine Tochter wünschte sich dann noch einen Bart für den Zwerg. Den fertigte ich aus einem Stückchen hellbrauner Märchenwolle und filzte ihn am Wollkörper fest. Ich muss zugeben, ich finde den Bart etwas seltsam, da er unter der Perle sitzen muss, aber ich wollte der Tochter den Wunsch gern erfüllen.

Fertig ist der Eiszwerg!

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Bei uns steht er nun am Boden der Blumenvase im Wohnzimmer. Der Zwerg vervollkommnet die kleine winterliche Landschaft, die wir darunter mit zarten Seidentüchern in Winterfarben angelegt haben. (Diese Tücher kann man hier bei Hans Natur bestellen).

Wer will, rollt aus winzigen Stücken feiner Wolle noch kleine Schneeflocken und verteilt diese zart über die Tücher.

Wie ist Euch der Zwerg gelungen?

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