Abstillen sanft gemacht (Teil 1): Acht hilfreiche Gedanken

Abstillen – gar nicht so einfach wie gedacht! Ab dem 4. oder 6. Lebensmonat des Babys oder gegen Ende der Elternzeit wird für viele stillende Mütter Abstillen ein Thema. Hier erfährst Du Beruhigendes und Hilfreiches zum Abstillen. Im 2. Teil folgen dann konkrete Tipps zum sanften Abstillen.

Gestern wurde ich unverhoffter Weise wieder einmal mit dem Thema Abstillen konfrontiert. Meine Kinder sind ja schon sieben und dreieinhalb Jahre alt und werden nicht mehr gestillt. Ich habe beide nach überdurchschnittlich langen Stillzeiten (zweieinhalb und fast drei Jahre) bewusst abgestillt, obwohl ich wusste, dass Stillberaterinnen empfehlen, die Kinder sich selbst abstillen zu lassen. Es war in beiden Fällen nicht einfach für mich. Auch die Kinder waren nicht begeistert. Aber es wurde in beiden Fällen für MICH Zeit, die Stillzeit zu beenden.

Bevor ich gleich zum Kern der Sache und zu den hilfreichen Gedanken komme, möchte ich ein wenig ausholen: Wir ziehen demnächst in ein Häuschen mit viel Grün drumherum und wollen endlich ein Haustier – eine Katze. Und so besuchten wir gestern Bekannte außerhalb Berlins, die, wie es per e-mail geheißen hatte, „Kätzchen in liebevolle Hände abzugeben“ hatten. Die Kinder waren ganz aufgeregt, und auch ich freute mich schon – denn was gibt es Süßeres als junge Kätzchen?

Aber als die Frau des Hauses uns zum Katzenkorb führte, aus dem wir unser neues Familienmitglied aussuchen sollten, bekam ich einen Kloß im Hals: Die Kätzchen waren noch ganz kleine, dünne Würmchen und lagen mit geschlossenen Augen selig trinkend an der Brust ihrer Mutter. Was da im Korb lag, war eine Mutter im Wochenbett mit Drillingen! Immerhin hatten die Kleinen schon Fell. Der ganze Katzenkorb war ein einziges wuscheliges Fellknäuel, und eins der Kätzchen, das gerade die Zitze verloren hatte, piepste kläglich. Bei mir sprang sofort das entsprechende Gefühlsschema an, das sich in einem komplexen Emotionswirrwarr, in dem Mitleid eine gewisse Rolle spielt, sowie durch einen instantanen Helfer-Instinkt ausdrückt. Ich fühlte: Auf gar keinen Fall kann ich ein so kleines Kätzchen der Mutter entreißen und es um die so wichtige Geborgenheit an der Mutterbrust bringen…

Als wir aber mit den etwas enttäuschten Kindern ohne Kätzchen nach Hause kamen (nun ja, aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben…), kam ich im Hausflur mit einer Nachbarin über das Erlebte ins Gespräch. Ich ereiferte mich darüber, dass die Bekannte die kleinen Kätzchen in diesem zarten Alter schon weggeben wollte. Die Nachbarin sah mich ganz baff an.
„Du übertreibst doch,“ sagte sie. „Wir hatten auch mal eine Katze, die hab ich mit der Flasche groß gezogen. Das ist eine der tollsten Erfahrungen meiner Kindheit. Und der Katze ging es immer gut – sie war fast nie krank und hat ihr ganzes Leben lang sooo an mir gehangen, für sie gab es nur mich! Abstillen ist doch auch bei Menschen gar nicht so ein Problem – mein Emil hat sich mit einem Jahr von selbst abgestillt, das war ganz einfach!“

Da war ich baff. Ich lag in der Nacht wach, dachte über das Erlebte nach und warum es mich so beschäftigte: An meinen empfindlichen Gefühlen und den Argumenten meiner Nachbarin lassen sich viele Aspekte erkennen, die beim Thema Abstillen mitschwingen. Angst, Unsicherheit, schlechtes Gewissen, Irritation durch Erzählungen anderer oder durch Texte in Zeitschriften, Ratgebern oder Blogs, saloppe Unbekümmertheit versus „Ich will nichts falsch machen“, die Rolle der inneren Einstellung, die Bedeutung der Selbstsicherheit der Mutter,…

Das Thema Abstillen ist genau so heiß wie das Thema Stillen, aber es wird viel weniger öffentlich diskutiert. Es ist noch stärker tabuisiert. Nicht mal Stillberaterinnen äußern sich gern öffentlich zum Thema Abstillen: denn bestenfalls soll ja das Kind sich selbst abstillen, das ist das Credo. Ich habe sogar mal eine Stillberaterin sagen hören: „Immer kommen sie zu mir, weil sie wissen wollen, wie man abstillt! Dabei bin ich doch eine Stillberaterin und keine Abstillberaterin!“ In Internet-Foren erfährt man oft nur Vages, Tipps, die man selbst nicht anwenden möchte oder kann, oder man liest Skurriles und kann sich nicht identifizieren. Und man denkt: Ich schaffe das doch eh nicht! Wie soll ich mein Kind nachts weinend herumtragen und es trösten, wenn ich sowieso schon kaum schlafe? Wie soll ich mich an ein sanftes Abstillprogramm machen, das Durchhalten erfordert, wo ich doch sowieso schon keine Kraft mehr habe? Und wie soll das gehen – in ein paar Monaten fange ich an zu arbeiten, da muss ich doch abgestillt haben!

Abstillen ist ein Tabu

Warum wird nicht gern übers Abstillen geredet? Abstillen ist mit starken Gefühlen und Unsicherheiten verbunden, manchmal sogar mit leidenschaftlich Weltanschaulichem. Es ist wie der Umgang mit dem Babyschlaf eines der großen Themen im ersten Jahr mit Baby. Viele, viele Mamas haben oder hatten Probleme mit dem Abstillen, und reden nicht gern darüber, vielleicht, weil sie es nicht so hinbekommen haben, wie es gepredigt wird, oder weil es schief gegangen ist. Weil es ein zähes Chaos ohne Struktur mit Aufs und Abs war und sie das Gefühl haben, das nicht richtig hinbekommen haben. Oder kurz: Weil sie ein schlechtes Gewissen haben.

So ist es mit allen Tabus. Hinter einem Tabu stehen immer Gefühle und Realitäten, die gesellschaftlich oder in der Peer Group (soziale Bezugsgruppe; z.B. Mütter des eigenen Stadtviertels, Mütter aus der Pekip-Gruppe,…) nicht akzeptiert sind. Die man nicht gern zugibt. Da ist es ganz normal, dass man nicht gern offen darüber redet.

Deswegen möchte ich gern folgende acht Gedanken voran stellen, die vielleicht ein wenig helfen, das Thema Abstillen ein wenig zu sortieren und zu enttabuisieren:

Gedanke 1:
Gestillt werden darf, solange Mutter UND Kind es möchten.

Viele Mütter tragen sich mit dem Gedanken abzustillen, weil sie von Verwandten deswegen traktiert werden („Was, Du stillst IMMER NOCH?“), oder weil sie in Ratgebern gelesen haben, „man“ stille nach 4 oder 6 Monaten ab. Liebe Mütter, die Ihr Eurem Instinkt vertraut und gern weiter stillen wollt: Ohren zu und lieber diese Faustregel beherzigen: Gestillt werden darf, solange Mutter UND Kind es wollen. Und hier hat niemand reinzureden, nicht die Verwandten, nicht die Gesellschaft, und schon gar nicht ein Arbeitgeber. Nicht einmal der Vater des Kindes.

Gedanke 2:
Es gilt aber auch der Umkehrschluss: Wenn eine/r von beiden, also Mutter oder Kind, nicht mehr möchte oder nicht mehr kann, darf (und sollte) abgestillt werden.

Das gilt auch. Punktum. Egal, was die Stillberaterin hinter vorgehaltener Hand murmelt. Dazu möchte ich aber auch sagen: Die allermeisten Stillberaterinnen beraten liebevoll und kompetent auch beim Abstillen. Also immer besser Hilfe holen, wenn etwas nicht klappt, wenn Du unsicher, kraftlos und verwirrt bist, oder wenn das Herz drückt!

Gedanke 3:
Langes Stillen ist OK. Nicht Stillen ist OK. Abstillen ist OK. 

Ich würde jeder (werdenden) Mutter dazu raten, zu stillen, und weiter zu stillen, so lange es ihr und ihrem Kind gut damit geht. Die Vorteile des Stillens und auch des Langzeitstillens sind ja inzwischen allgemein bekannt. Ich finde auch, dass stillende und länger stillende Mütter weder in ihren eigenen Familien noch in der Gesellschaft als „öko“ oder „Supermuttis“ stigmatisiert werden sollten, einfach weil Stillen und auch Langzeitstillen die natürlichste Sache der Welt ist und so auch betrachtet werden sollte. Stillende Mütter sollten nicht heroisiert werden, aber auch nicht verachtet, belächelt oder in eine blöde Schublade gesteckt werden. Es gibt stillende Anwältinnen, stillende Veganerinnen, stillende Diabetikerinnen, stillende Lehrerinnen, stillende Heilpraktikerinnen, stillende Chemikerinnen, stillende Lesben, stillende Töchter, stillende Pilotinnen, stillende Fabrikarbeiterinnen, stillende Roman-Autorinnen, lustige Stillende, missmutige Stillende,… got it?

Aber natürlich sind auch nicht-stillende Mütter gute Mütter. Es gibt Konstellationen und Umstände, unter denen Stillen nicht möglich oder nicht gewollt ist. Und es gibt viele Mütter, die nicht stillen wollen, auch wenn sie die guten Gründe fürs Stillen kennen. Oder weil sie sie nicht kennen. Und auch das ist OK. Auch Mütter, die gar nicht stillen oder die schon früh abstillen, sind zu respektieren. Sie haben ihre Gründe – vielleicht haben sie einfach keinen Bock, vielleicht ist es ihnen fremd, vielleicht wollen sie ihre Brüste für sich haben, vielleicht arbeiten sie super gern und wissen nicht, wie sie das mit dem Stillen unter einen Hut bringen sollen, oder was auch immer für Gründe es geben mag. Nicht Stillen ist OK. Und auch Abstillen ist OK. Wenn Du es wirklich selbst willst.

Gedanke 4:
Es ist ganz normal, dass „Stillmahlzeit durch Breimahlzeit ersetzen“ NICHT funktioniert

In vielen Babyratgebern und Apotheken-Zeitschriften, aber auch in Mama-Foren im Internet findet man stellenweise immer noch die mittlerweile veraltete Anleitung zum Abstillen nach 4-6 Monaten bzw. zur „Beikosteinführung“. Dort heißt es oft, man solle nach und nach „die Stillmahlzeiten durch Breimahlzeiten ersetzen„. Auch ich ging vor sieben Jahren ganz naiv davon aus, dass ich das nach 6 Monaten Stillzeit einfach so machen würde. Aber es hat überhaupt nicht geklappt. Mein Kind mochte den liebevoll aus Bio-Zutaten gekochten Brei nicht, sie drehte den Kopf weg und wollte immer viel lieber an die Brust. Ich verzweifelte regelrecht, bis ich eine Stillgruppe aufsuchte und aufgeklärt wurde: Diese Art der Beikosteinführung geht auf die Flaschenernährung zurück, wo oft in regelmäßigen Abständen gefüttert wird, und dann eben die Milchmahlzeiten durch Brei-Mahlzeiten ersetzt werden. Das wurde dann von den oft still-unerfahrenen AutorInnen von Baby-Ratgebern einfach auf die Beikosteinführung nach dem Stillen übertragen. Aber Stillen läuft ja meist ganz anders ab als die Ernährung mit der Flasche – viele Frauen stillen aus gutem Grund nach Bedarf, so dass es keine festen „Stillmahlzeiten“ gibt, die man so einfach „ersetzen“ könnte. Auch ist Muttermilch so lecker und nahrhaft, dass das Baby die süße Milch dem viel kalorienärmeren Möhrenbrei natürlich vorzieht.

Die bessere und natürlichere Art der Beikosteinführung, und das hat sich Gott sei Dank inzwischen herumgesprochen, ist das „Baby-led weaning“ (BLW;  auf deutsch oft als „Breifrei“ bezeichnet): Hier wird einfach nach Bedarf weiter gestillt, aber das Baby bekommt, wenn es denn will, Kleingeschnittenes vom Familientisch, was es gut selbst festhalten kann – große gekochte Nudeln oder gekochte Gemüsesticks, Obst- und Brotstückchen, usw. (es gibt inzwischen BLW-Kochbücher für die ganze Familie). So kann das Kind ganz natürlich in die normale Ernährung der Familie hineinwachsen und es ist weniger Aufwand beim Kochen.

Gedanke 5:
Noch einmal, damit es auch sackt: Wer nicht stillt, hat das gleiche Recht, als gute, fürsorgliche Mutter betrachtet zu werden, wie stillende Mütter.

Denn Stillen ist natürlich nicht das Einzige, was eine Mutter zu einer guten Mutter macht. Du bist auf jeden Fall eine gute Mutter für Dein Kind, so lange Du es nährst, versorgst und warm genug anziehst, und ihm Deine Liebe gibst. Du bist eine gute Mutter, so lange Du Dein Kind nicht vernachlässigst. (Wer noch mehr darüber hören will, wer alles eine gute Mutter ist, der lese bitte hier diesen schönen Artikel bei hauptstadtmutti.de!)

Gedanke 6:
Wer stillt, und auch, wer lange stillt, hat das gleiche Recht, als moderne, emanzipierte Frau betrachtet zu werden, wie nicht stillende Mütter.

Denn auch stillende Mütter sind keine blöden, dummen Muttertiere, die nur aus Busen und Milchdrüsen bestehen. Auch stillende Mütter haben ein Gehirn, eine Karriere, politische Ansichten, differenzierte Gedanken, positive und negative Gefühle und das Bestreben, ihr Leben im Rahmen ihrer Möglichkeiten optimal zu gestalten. Als Frau, als Mensch, als Berufstätige, als Mutter, als Kulturschaffende, als soziales Wesen, als Konsumentin, als Partnerin in einer Beziehung, usw. Auch eine stillende Mutter hat viele gesellschaftliche Rollen, auch wenn sie manchmal ihre Brust rausholt, um ihr Kind zu füttern oder zu trösten.

Gedanke 7:
Keine Mutter sollte nur deswegen aufhören zu stillen, weil Verwandte, Gesellschaft oder finanzieller Druck es fordern, oder weil sie nicht liebevoll und kompetent beim Stillen begleitet wurde.

Wenn eine Frau entscheidet, nicht weiter stillen zu wollen, muss das respektiert werden. Ich finde es nur sehr schade, wenn Mütter nur unter dem Druck von Verwandten, der Gesellschaft oder wegen der Arbeit das Stillen aufgeben, obwohl sie selbst eigentlich gern weiter stillen würden. Wenn das bei Dir so ist: Denk nochmal nach! Denk an Gedanken 1: Jede Frau hat das Recht, so lange zu stillen, wie sie und ihr Kind das wollen. So lange, wie es ihnen beiden gut tut. Und da darf niemand reinreden.

Wenn Du Dich überfordert fühlst, oder die Brustwarzen so verdammt weh tun in den ersten Tagen, oder das Anlegen einfach nicht klappen will – das ist ganz normal und muss nicht unbedingt ein Grund sein, mit dem Stillen aufzuhören. Versuche erstmal, Dir Hilfe zu holen, bevor Du es aufgibst. Fast jede Mutter kann stillen, wenn sie in den ersten Tagen oder Wochen liebevoll und kompetent begleitet wird (und aua, ja, wenn die fiesen drei Tage mit den höllisch schmerzenden Brustwarzen überstanden sind). Aus diesem Grund gibt es Stillberaterinnen (z.B. hier oder hier), die auch telefonisch beraten, und natürlich unsere guten Hebammen. Was viele nicht wissen: Noch bezahlen die Krankenkassen Hebammenleistungen für Mütter so lange, wie die Mutter stillt!

Und noch etwas ist tröstlich: Auch wenn Du schon eine ganze Weile nicht mehr gestillt hast, und doch wieder anfangen möchtest: es lässt sich noch nach vielen Tagen reaktivieren!

Gedanke 8:
Der Berufseinstieg muss kein Grund sein, das Stillen aufzugeben. Man kann auch ganz locker weiter stillen, trotz Arbeit.

Viele Mütter geraten am Ende der Elternzeit in Panik, weil ihr Kind keine Anstalten macht, die Mutterbrust loszulassen. Sie gehen davon aus, sie müssten auf jeden Fall abgestillt haben, wenn sie wieder anfangen zu arbeiten. Und das ist ein ungeheurer Druck, der die letzten Monate der Elternzeit so richtig versauen kann. Denn viele wissen nicht, wie sie das anstellen sollen – das Kind fordert die Brust und man will ja dem Kind geben, was es braucht. Tröstlich ist: Es gibt viele Wege, ein Kind zu stillen. Ich liebe meine Arbeit, und nach der Elternzeit brauchten wir auch wieder meine Einkünfte. Also habe ich wieder angefangen zu arbeiten, und die Tochter kam mit anderthalb Jahren erst halbtags, später etwas länger zu einer Tagesmutter. Und trotzdem haben wir weiter gestillt. Denn die Brust ist unglaublich: Sie kann sich auch auf längere Pausen einstellen und gewöhnt sich daran. Wir haben morgens und nachts und nachmittags und bei Gelegenheit gestillt, aber bei der Tagesmutter gab es eben Essen und Trinken. Nicht nur die Brust, auch die Kinder können sich erstaunlich gut anpassen – meine Tochter hat es sehr gut akzeptiert, dass es bei der Tagesmutter keine Brust gab. Sie hat das erste Stillen nach dem Abholen immer sehr genossen, und anfangs haben wir auch direkt beim Abholen, noch bei der Tagesmutter gestillt. Aber später haben wir es immer weiter raus geschoben, bis es Usus war, dass wir erst zu Hause oder auf dem Spielplatz gestillt haben.

Eine Freundin hat sogar Vollzeit gearbeitet und weiter gestillt. Sie hat nicht mal abgepumpt, nur in Notfällen und am Anfang, als die Brust dann doch mal etwas voll war. Während sie arbeitete, bekam das Kind eben „feste Nahrung“ oder Brei (es war schon ein Jahr alt). Stillberaterinnen helfen auch hier gern mit Tipps.

Und auf dem Blog „Von guten Eltern“ gibt es zu diesem Thema einen ganzen Beitrag, der sehr lesenswert ist: „Abstillgrund Kita?

FAZIT

Bewusstes Abstillen eines Kindes, das von der Mutter ausgeht, ist OK. Aber wenn Du gern weiterstillen willst oder nicht sicher bist, ob Du wirklich abstillen willst, lass Dir das Stillen nicht von Verwandten oder der Gesellschaft oder der Pekip-Gruppe ausreden. Auch finanzieller Druck muss kein Grund sein: Man kann auch neben der Arbeit weiter stillen – es ist einfacher als Du glaubst! Aber wenn Du sicher bist, abstillen zu wollen, lass Dich nicht zu sehr verunsichern. Denn auch das ist OK.

Wenn Du abstillen willst und wissen möchtest, wie Du das sanft für das Kind (und Dich!) machen kannst, findest Du meine elf konkreten Tipps in „Abstillen sanft gemacht Teil 2“ hier auf dem Blog.

 

8 Kommentare, RSS

  1. Avatar

    Lara 28. Mai 2016 @ 20:36

    Liebe Maike,
    vielen vielen Dank für deinen schönen Artikel. Gerade als länger stillende Mutter (mein Sohn ist 19 Monate) darf man sich so einiges anhören. Selbst zwei junge Kinderärztinnen (beide selber Mutter von Kleinkindern) haben mir als mein Sohn 12 Monate war, sehr eindringlich nahe gelegt, doch endlich mit dem Stillen aufzuhören, da ihm die Milch ja nichts mehr geben könne. Solche Sprüche verunsichern schon sehr. Da ich so langsam gerne abstillen möchte, bin ich schon ganz gespannt auf deine konkreten Tipps im 2. Teil. Liebe Grüße Lara

  2. Avatar

    Laura 9. Juni 2016 @ 20:17

    Liebe Maike,

    dein einfühlsamer Artikel hat mich sehr berührt und spricht mir aus dem Herzen.
    Ich war nach einigen Gesprächen und dem Lesen diverser Ratgeber auch etwas unter Druck das Stillen zu reduzieren. Mein Sohn ist jetzt 8,5 Monate und wird voll gestillt bis auf den Mittagsbrei. Ansonsten gibt es auch Fingerfood und wenn er noch Hunger hat auch mal einen Nachmittagsbrei. Überall habe ich gehört das er ab dem 6. Monat durchs Stillen nicht mehr genug Nährstoffe bekommt. Wir haben auch die Breimahlzeiten wie beschrieben eingeführt. Aber er lehnte es ab und es war für uns beide auch stressig. Jetzt verlasse ich mich mehr auf mein Gefühl und seine Signale.
    Danke für deinen Hinweis das auch ein Stillen mit großen Pausen möglich ist. Das nimmt den Druck bei der Wiederaufnahme der Arbeit. Werde es weitergeben. 😉

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 9. Juni 2016 @ 23:18

      Danke, Laura! Die Wiederaufnahme der Arbeit ist für die meisten ein Grund, mit dem Stillen aufzuhören. Es ist leider kaum bekannt, dass es auch mit Stillen geht. Mich hat das auch sehr erleichtert. Krass, dass Du überall gehört hast, dass er ab dem 6. Monat nicht mehr genug Nährstoffe durchs Stillen bekommt! Das ist Quatsch und schon lange wissenschaftlich nachgewiesen, dass Muttermilch viel nahrhafter und von den Nährstoffen her viel, viel komplexer ist als jeder Gemüsebrei. In meinem Artikel zum Thema „nervige Verwandtenkommentare“ findest du beim Abschnitt Langzeitstillen dazu interessante Links!

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