Das schönste Frühlingslied im März: Singt ein Vogel im Märzenwald

Heute rufe ich uns eines der schönsten Frühlingslieder in Erinnerung, die es in unserem Sprachraum gibt: „Singt ein Vogel im Märzenwald“:

Ich kann mich noch erinnern, wie unsere Kindergartengruppe anno 1980 durch den vorfrühlingshaften Wald spazierte und wir dieses wunderschöne Lied sangen. Unser Kindergarten lag idyllisch am Waldrand, so dass wir jeden Tag im Wald spazieren gingen. Im Vorfrühling Anfang März suchten wir Kinder zwischen den Bäumen nach Anemonen und Schneeglöckchen, waren aber noch warm in Wolle gepackt, denn es ist um diese Jahreszeit ja noch kühl. Die Sonne, die in Streifen durch die noch nackten Bäume bis auf den Waldboden drang, war hell und gleißend und wärmte schon den Rücken – ich sehe dieses spezielle, silbrige Licht im frühen März noch vor meinem inneren Auge.

Das Lied „Singt ein Vogel“ habe ich seitdem immer geliebt. Über die Jahre habe ich es jedoch vergessen, denn es gehört unbegreiflicherweise nicht zum Standard-Repertoire der Kinder-Liederbücher. Dabei haben wir zwei dicke Kinder-Liederbücher, die auch ausgefallene, weniger bekannte Lieder beinhalten. Als meine große Tochter das Liedlein eines Tages zu Hause anstimmte, war ich überwältigt von der sofort eintretenden Erinnerung. Die Melodie ist wunderschön, und man kann sich den Text leicht merken. Ich finde, das Lied bringt mit einfachen Worten das Gefühl zum Ausdruck, das man in dieser Jahreszeit so vage spürt: Die Vorfreude auf den Frühling, und die Freude über die kleinen Anzeichen, dass das Leben in der Natur langsam wieder erwacht und sichtbar wird.

Möge das Lied auch für Euch und Eure Kinder zur schönen Erinnerung werden! Den Text mit meiner persönlichen Erweiterung findet Ihr unten nochmal zum Rauskopieren. Ihr findet auch andere Versionen des Liedes auf YouTube, ich fand jedoch diese schlichte Variante am besten, um das Lied zu lernen, wenn man es noch nicht kann:

Singt ein Vogel im Märzenwald

Singt ein Vogel, singt ein Vogel, singt im Märzenwald,
kommt der helle, der helle Frühling, kommt der Frühling bald.
Komm doch, lieber Frühling, lieber Frühling, komm doch bald herbei,
jag den Winter, jag den Winter fort und mach das Leben frei!

Blüht ein Blümlein, blüht ein Blümlein, blüht im Märzenwald,
kommt der helle, der helle Frühling, kommt der Frühling bald.
Komm doch, lieber Frühling, lieber Frühling, komm doch bald herbei,
jag den Winter, jag den Winter fort und mach das Leben frei!

Scheint die Sonne, scheint die Sonne in den Märzenwald,
kommt der helle, der helle Frühling, kommt der Frühling bald.
Komm doch, lieber Frühling, lieber Frühling, komm doch bald herbei,
jag den Winter, jag den Winter fort und mach das Leben frei!

Wir haben diese klassischen Strophen noch ergänzt – fühlt Euch frei, auch eigene Frühlingsboten zum Lied hinzuzufügen! Das macht besonders viel Spaß, wenn man draußen ist und direkt umsetzt, was man wahrnimmt!

Hüpft ein Rehlein, hüpft ein Rehlein, hüpft im Märzenwald,
kommt der helle, der helle Frühling, kommt der Frühling bald.
Komm doch, lieber Frühling, lieber Frühling, komm doch bald herbei,
jag den Winter, jag den Winter fort und mach das Leben frei!

Sprießt ein Knösplein, sprießt ein Knösplein, sprießt im Märzenwald,
kommt der helle, der helle Frühling, kommt der Frühling bald.
Komm doch, lieber Frühling, lieber Frühling, komm doch bald herbei,
jag den Winter, jag den Winter fort und mach das Leben frei!

Hüpft das Herzlein, hüpft das Herzlein, hüpft im Märzenwald,
kommt der helle, der helle Frühling, kommt der Frühling bald.
Komm doch, lieber Frühling, lieber Frühling, komm doch bald herbei,
jag den Winter, jag den Winter fort und mach das Leben frei!

 

2 Kommentare, RSS

  1. Carl Matthias Scheel 2. April 2018 @ 9:30

    Hallo liebe Maike,
    ich habe im Internet bei der Sucheingabe:“singt ein Vogel“ Deine schönen Erinnerungen zu diesem Lied gefunden und fand auch die Anregung zu neuen Strophen inspirierend. Möglicherweise ist dieses, auch aus meiner Sicht wunderbare Lied nur selten in Liederbüchern zu finden weil das Lied noch recht jung ist und eventuell Tantiemen für den Abdruck zu zahlen sind. Der Komponist und Textdichter des Liedes, Heiz Lau, hat in den 50er Jahren mit meinem Vater in Hamburg gemeinsam Komposition studiert. Daher weiss ich zufällig etwas über die Geschichte dieses Liedes. Herzliche Grüße aus dem Rheinland, Carl Matthias Scheel

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 2. April 2018 @ 14:05

      Hallo Carl, oh!!! ich hoffe, ich habe nun kein Copyright verletzt! Ich wusste nicht, dass das Lied so „jung“ ist.
      Bitte gib Bescheid, wenn Du hier mehr weißt! Danke für Deine Nachricht! Maike

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