Holunderblütensirup selber machen

Einfach selbst gemacht aus Blüten, Zucker, Wasser und Zitronen: Holunderblütensirup! Ich verrate Euch das Rezept meiner badischen Feinschmecker-Oma:

Holunder wächst und blüht jetzt überall, in der Stadt und auf dem Land. Der Sirup aus den weißen Blütendolden schmeckt einfach köstlich: als frühsommerliche Limonade mit Wasser aufgegossen, im Cocktail (“Hugo“) oder auch in der Salatsauce (mein persönlicher Geheimtipp). Und der selbst gemachte Sirup schmeckt einfach soo viel besser als der aus dem Laden!

Ihr braucht

  • 2 Liter Wasser
  • 2 kg Zucker
  • 6-8 Bio-Zitronen oder 1-2 Fläschchen Zitronen- oder Limettensaft
  • ca. 25-30 Holunderblüten-Dolden, je nach Größe etwas mehr oder weniger
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Außerdem benötigt: Zitronen!

Wichtig zur Sammelzeit der Holunderblüten: Die kleinen Blütchen sollten voll aufgegangen sein und intensiv duften (oh, dieser unnachahmliche Geruch! Einfach herrlich!) Holunderbüsche findet Ihr überall, wenn Ihr die Augen ein wenig offen haltet. Im Zweifelsfall verrät Euch der Duft der Blüten, ob Ihr wirklich Holunder vor Euch habt oder einen verwechselbaren Zierstrauch. Man findet Holunder in der Stadt in Parks und Grünanlagen und auf dem Land gern an Waldrändern und Rainen. So sehen die Büsche aus:

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Bei Mundraub.org könnt Ihr Sammelstellen finden oder selbst welche eintragen. Bitte rupft an öffentlichen Plätzen in der Stadt nicht zu viele Blüten ab, damit auch andere noch etwas vom Anblick und vom Duft der Blüten haben. Und selbstredend eignen sich Blüten von Sträuchern, die an verkehrsreichen Straßen stehen, nicht zum Verzehr.

So wird’s gemacht

Die Blätter von den Holunderblütendolden entfernen. Das Wasser in einen möglichst breiten Topf oder eine Schüssel geben und die Holunderblüten darin einweichen:

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Die Stiele sollten oben rausgucken. Die Blüten müssen mindestens 12 Stunden im Wasser ziehen, um ihr Aroma abzugeben. Meine Oma hat gesagt, sie würde sie nicht allzu lange ziehen lassen, da vollreife Blüten im Wasser zu gammeln anfangen.

Nach 12 bis 24 Stunden seiht man also durch ein feines Sieb in einen Kochtopf ab.

Nun presst man die Zitronen aus und gibt den Saft dazu. Meine Oma hat immer Zitronensaft aus dem Plastikfläschchen genommen… ich nehme aber lieber echte Zitronen. Außerdem gibt man die Schale von einer viertel Zitrone geraspelt dazu, oder einfach einige Zesten. Hier laut Oma bitte nicht zu viel nehmen, sonst wird es ein Zitronensirup und man schmeckt das feine Holunderaroma nicht mehr.

Jetzt den Zucker hinzugeben und das Ganze einmal aufkochen. Der Zucker sollte sich dabei komplett auflösen. Bei uns hat die große Tochter die Zitronen ausgepresst, den Zucker hinzugegeben und umgerührt, bis sich der Zucker aufgelöst hatte:

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Noch heiß in Flaschen füllen. (Das habe dann ich gemacht…):

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Nach dem Einfüllen die Flaschen umdrehen, damit ein Vakuum in der Flasche entsteht:

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Wer ambitioniert ist, gestaltet noch schöne Etiketten.

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Der Sirup hält sich ungeöffnet gut ein Jahr. Wenn er einmal angebrochen ist, hält er sich im Kühlschrank mehrere Wochen.

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Wir genießen den ersten Sirup heute Abend in der Salatsauce. Die Kinder bekommen eine Holunder-Limo: einfach einen Schuss Sirup mit Mineralwasser aufgießen. Sooo lecker!

 

 

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