Abend- und Einschlafrituale für Babys und Kinder: 20 Ideen und Tipps

Abend- und Einschlafrituale können Babys und Kindern dabei helfen, leichter einzuschlafen. Heute habe ich Ideen und Anregungen für abendliche Rituale gesammelt:

Rituale geben Sicherheit

Rituale können ein wichtiger Part des Familienlebens sein. Wenn es gelingt, schöne Rituale zu etablieren, können sie Bindung unter den Familienmitgliedern schaffen und wunderbare Kindheitserinnerungen werden. Rituale schaffen Sicherheit und schenken dem Kind ein Gefühl von Beständigkeit. Kleine Kinder lieben Wiederholungen und Vertrautes, denn so fühlen sie sich sicher. Da sie im Hier und Jetzt leben, ist es für sie beruhigend und schön, wenn sie „wissen, was kommt“, wenn sie sich in einem Ablauf zu Hause fühlen.

Schlafrituale: Besonders wertvoll

Rituale rund ums Schlafen sind besonders wertvoll. Denn sie können dazu führen, dass die Kinder allein aufgrund der Rituale müde werden und einschlafen lernen. Außerdem tut die liebevolle Begleitung durch die Eltern gut. Einschlafen heißt ja vor allem „Vertrauen und Loslassen, sich hingeben“. Um das zu schaffen, brauchen Kinder vor allem Sicherheit und Geborgenheit (hier zu meinem Artikel „Was Babys zum Schlafen bringt – 6 Tipps, die wirklich etwas bringen„). Hier können Schlafrituale viel beitragen.

Was bei Einschlafritualen zu beachten ist (10 Tipps):

  1. Authentizität: Tut nur, was Ihr gern macht. Wer partout nicht singen möchte, lässt es lieber und macht stattdessen etwas anderes.
  2. Keine Ablenkung: Ihr solltet Euch in der Zeit des Zu-Bett-Bringens nicht durch Anrufe, Gespräche mit anderen Erwachsenen o.ä. ablenken lassen.
  3. Kontinuität: Rituale sollten möglichst über längere Zeit unverändert und immer in der gleichen Reihenfolge durchgeführt werden. Natürlich können sie verändert und angepasst werden, aber besser nicht zu viele Veränderungen auf einmal.
  4. Langsam und leise: Abend- und Schlafrituale sollten in Ruhe und Besinnlichkeit stattfinden. Keine Hektik, keine lauten Stimmen, keine harschen Worte, kein Stress, keine Schnelligkeit.
  5. Lebensechtheit: Wohltuender für Kinder ist es, nicht ein Hörspiel aus der Box oder eine Melodie aus der Spieluhr zu hören, sondern Mamas oder Papas Stimme, Hände und Geruch zu hören und zu fühlen.
  6. Licht: In der Abend- und Schlafenszeit sollte kein grelles Licht leuchten. Am besten ist gedimmtes Licht, eine Kerze oder eine Lampe wie die magische Laterne.
  7. Lieder und Sprüche: Besonders schön ist es, wenn bestimmte Rituale von kleinen Sprüchen oder Liedchen begleitet werden.
  8. Maß: Findet für Euch das richtige Maß. Zu viele Elemente in den Ritualen sind nicht gut, wenn es stresst oder nur noch automatisch abgespult wird, weil man sich nicht mehr mit dem Inhalt verbinden kann. Weniger kann mehr sein.
  9. Timing: Fangt nicht zu spät mit der Abendroutine an, sonst wird das Kind zu müde und kann in der Folge überdrehen oder überreizt schreien.
  10. Verbindung: Ihr solltet das „Programm“ nicht nur für die Kinder abspulen, sondern Inhalte und Tätigkeiten von Herzen und mit Hingabe weitergeben. Deswegen ist es wichtig, dass man Elemente aussucht, die einem selbst etwas bedeuten, die im besten Fall etwas in einem selbst zum Klingen bringen.
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Ideen für Abendrituale vor dem Ins-Bett-Gehen

1. Besonderes Licht

Bei uns wird abends im oberen Stockwerk, wo die Schlafzimmer sind, das Licht gedimmt. Das macht oft mein Mann, während wir anderen noch unten sind. Wir haben sogar im Bad eine Lampe, die man dimmen kann, denn zum Zähneputzen braucht man kein grelles Licht. Im Schlafzimmer kann man eine Kerze anzünden (wenn man sie gut sichert), oder ein besonderes, kindgerechtes Licht wie eine magische Laterne aufstellen, die dezentes Licht schenkt, das sich leicht (aber geräuschlos) bewegt.

Magische Laterne., gibt es in vielen verschiedenen Modellen und Farben. Zylinder dreht sich bei Wärme. Keine Geräusche bei Verwendung. Ideal geeignet als Einschlafhilfe. €39,98.

2. Goldtropfen

Ein besonders schönes Ritual ist der so genannte „Goldtropfen“: man gibt dem Kind aus der eigenen Hand ein Tröpfchen duftendes Öl in die Hand. Das darf das Kind sich in die Hände, auf die Stirn oder das Kissen reiben. Danach darf das Kind der Mama oder dem Papa ein Goldtröpfchen geben. Besonders gut eignet sich dafür Lavendelöl, da Lavendel eine beruhigende Wirkung hat.

Dazu kann man einen Spruch sprechen, entweder diesen längeren, der in Waldorfkindergärten gern zum „Goldtröpfchen“ gesprochen wird:

Eine kleine Schüssel möcht ich haben,
eine kleine Schüssel wünsch ich mir.
Goldtröpfchen, Goldtröpfchen,
aus dem süßen Honigtöpfchen,
komm in meine Hand,
mach sie weich und sanft.
Wir reiben das Goldtröpfchen fein
in unsere Hände hinein.
Das duftet, das duftet,
das duftet ja so fein.

Oder zur Melodie von „Taler, Taler, Du sollst wandern“ (so machen wir es):

Tröpfchen, Tröpfchen, du sollst wandern,
von der einen Hand zur andern.
Das riecht gut, das riecht fein,
so sollen unsere Träume sein.

Tipp: Das Fläschchen mit dem Öl steht zusammen mit einer Kerze auf der Kommode im Schlafzimmer, daneben eventuell noch ein Körbchen mit Taschentüchern oder eine Figur, die zum Thema Schlaf passt. Vor dieser Kommode wird der Goldtropfen gegeben, das Kind schlüpft ins Bett, und danach wird die Kerze ausgepustet.

3. Den Tag Revue passieren lassen

Dieses Ritual eignet sich für ältere Kinder ab ca. drei, vier Jahren, denn vorher ist das Gehirn noch nicht entsprechend entwickelt, um in der Rückschau eine Erinnerung wiederzugeben.

Man fragt das Kind, was das Schönste am Tag war, oder was es besonders gefreut hat. Zum Abend hin und im Wachzustand ist es besser, den Blick auf das Positive zu lenken. Die Träume werden dafür sorgen, dass auch das Negative bearbeitet wird.

Kleineren Kindern kann man in einfachen Worten erzählen, was der Tag gebracht hat: “ (…) Und dann habe ich Dich vom Kindergarten abgeholt und wir haben auf dem Heimweg den tollen Stock mit dem Muster gefunden. Wir haben dann zu Hause mit den Klötzern und den Autos gespielt und eine Zimtschnecke gegessen — uh, war die lecker! –  und dann kam schon Papa nach Hause…“

4. Kuscheltier aussuchen oder Ins-Bett-Bringen

Manche Familien suchen vor dem Ins-Bett-gehen ein Kuscheltier gemeinsam aus, oder bringen Puppen und/oder Kuscheltiere ins Bett. Das stimmt schön auf das eigene Zu-Bett-Gehen ein.

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Ideen für Rituale im Bett

5. Gute-Nacht-Lied

Der Klassiker und ganz besonders schön. Wir singen verschiedene Lieder und ich frage meine Kinder jeden Abend, welches sie gern hören möchten. Hier meine Favoriten für Gute-Nacht-Lieder:

6. Gute-Nacht-Geschichte

Klar, eine Gute-Nacht-Geschichte gehört in fast allen Familien dazu. Kleineren Kindern unter 5, 6 Jahren kann man gern jeden Abend die gleiche Geschichte vorlesen, sie lieben ja Wiederholungen und Routinen. Zu lange, komplizierte Geschichten eignen sich für kleine Kinder nicht. Auch keine Bücher mit „Lerneffekt“. Besser geeignet sind fantasievolle Geschichten mit schönen Bildern, gern auch in Reimen. Für kleine Kinder eignen sich z.B. gut die Geschichten von Daniela Drescher (z.B. die Pippa & Pelle-Bücher), oder die Bücher von Eva-Maria Ott-Heidmann (z.B. („Vom Morgen zum Abend“).

7. Gebet / Spruch

Zum Abschluss sorgt ein Gebet oder Spruch für eine gute Überleitung zum Schlaf. Hier findet Ihr eine schöne Auswahl an Kindergebeten zur Nacht. Wir sprechen immer eine Abwandlung eines bekannten Verses:

Müde bin ich, geh zur Ruh,
schließe meine Äuglein zu.
Vater, lass die Engelein
über unserem Bette sein. Amen.

Ein mir besonders liebes, aber eher für ältere Kinder geeignetes Abendgebet stammt von Rudolf Steiner:

Von Kopf bis zum Fuß
Bin ich Gottes Bild,
Vom Herzen bis in die Hände
Fühl‘ ich Gottes Hauch.
Sprech‘ ich mit dem Munde,
Folg ich Gottes Willen.
Wenn ich Gott erblicke,
Überall, in Mutter, in Vater,
In allen lieben Menschen,
In Tier und Blume,
In Baum und Stein,
Gibt Furcht mir nichts,
Nur Liebe zu allem,
Was um mich ist.

8. Besonderer Duft

Es ist auch schön, wenn im Bett ein besonderer Duft schwebt. Zum Beispiel von einem Tropfen Lavendelöl auf dem Kissen (siehe beim „Goldtropfen“), oder auch ein Kissen, das mit Lavendel gefüllt ist. Damit verbindet das Kind dann automatisch den Schlaf mit diesem Duft.

9. Massage / Streichelstunde

Meine Kinder wollen nach der Gute-Nacht-Geschichte gern beide den Rücken gekratzt haben. Ich kratze ihnen also ganz vorsichtig den Rücken und schließe mit einer streichelnden Massage ab. Das hilft dabei, sich wohl im eigenen Körper zu fühlen, ihn zu spüren und sich fallen zu lassen. Wenn beiden Kindern der Rücken gekratzt und massiert wurde, drehen sie sich um und kuscheln sich in die Decken ein. Dann frage ich, welches Lied ich singen soll, singe es und sage im Anschluss unseren kleinen Spruch. Und natürlich:

10. „Gute Nacht, Clara! Gute Nacht, Paul!“

Ganz besonders wertvoll ist es, wenn Ihr beim „Gute-Nacht-Sagen“ (und beim Guten-Morgen-Sagen ebenfalls) den Namen des Kindes aussprecht. So fühlt es sich persönlich angesprochen und in seinem Ich berührt. Meine Kinder lieben das. Ich bilde mir ein, dass sie besser einschlafen und aufwachen, wenn ich ihre Namen ausspreche.

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