Kinder richtig vor der Sonne schützen: Mit Checkliste für Dich und Dein Kind

Sonne kann schaden, und ganz besonders Babys und Kindern. Am 21. Juni ist nicht nur Sommeranfang, sondern auch der Tag des Sonnenschutzes. Wie Ihr jetzt zum Höchststand der Sonne Eure Babys und Kinder richtig vor den gefährlichen Strahlen schützt, erfahrt Ihr hier:

Die Sonne schenkt uns Licht, Leben und Wachstum und liefert uns auch das so wichtige Vitamin D. Unsere Babys und Kinder der Sonne und dem blauen Himmelslicht in gesundem Maß auszusetzen, ist richtig und wichtig. Aber man muss aufpassen, dass man das richtige Maß findet. Denn natürlich muss man Babys und Kinder vor Sonnenbrand und Sonnenstich schützen. Und man muss wissen, dass in vielen Sonnencremes leider oft schädliche Substanzen enthalten sind. Unsere ausführlichen Informationen und Tipps sollen Euch helfen, Euer Kind bestmöglich vor Schäden durch Sonneneinwirkung und Sonnencremes zu bewahren.

Als erstes unsere kurz&knackige Checkliste für den Sonnenschutz Eurer Kleinen. Wer ausführlich informiert werden möchte über Sonnenschutz und Sonnenschutzmittel, den UV-Index, über Sonnenstich und die Bestimmung der Eigenschutzzeit bei verschiedenen Strahlungsverhältnissen, oder worauf man bei Sonnencremes für Babys unbedingt achten sollte, lese nach der Checkliste weiter. Dieser Artikel ist ein umfassender Ratgeber zum Thema „Sonnenschutz für Babys und Kinder“.

Checkliste für den Sonnenschutz von Babys und Kindern

Punkt 1: In den Sommermonaten zur Mittagszeit Kinder nicht in die prallen Sonne lassen, auch nicht eingecremt (Sonnenstich!). Bei UV-Index über 9 (Strand, Gebirge) zur Mittagszeit ganz drinnen bleiben. In den Monaten mit R ist das in früheren und späteren Tageszeiten natürlich schon für eine Weile möglich, besonders, wenn man oft und regelmäßig draußen ist und die Haut an die Sonne besser gewöhnt ist.
Punkt 2: Ganz kleine Babys niemals der prallen Sonne aussetzen, auch nicht für kurze Zeit. Bei Sonneneinstrahlung leicht bekleiden und behuten, und exponierte Haut mit hochwirksamer Sonnencreme schützen.
Punkt 3: Babys ab einem Jahr und Kleinkindern bis zum Schulalter in der Sonne IMMER einen Sonnenhut oder ein Kopftuch aufsetzen. Am besten mit Nackenschutz. Und natürlich eincremen (siehe Punkt 4).
Punkt 4: Den Hauttyp bestimmen und die maximal Zeit errechnen, die das Kind vormittags und nachmittags in der Sonne bleiben darf (siehe unten). Von der für Erwachsene angegebenen Zeit mindestens 10 Minuten abziehen. Die längste ungeschützte Zeit für den Hauttyp mal Lichtschutzfaktor bestimmt die Zeit, die das Kind am Tag maximal in der Sonne bleiben darf – Nachcremen schon eingerechnet! (siehe unten bei Lichtschutzfaktor und Eigenschutzzeit)
Punkt 5: Sonnenpausen einlegen – für Kleinkinder alle halbe Stunde mindestens 10 Minuten, Kinder um die Schulreife und Grundschulalter mindestens zehn Minuten pro Stunde.
Punkt 6: Eine gute Sonnencreme auswählen. Achtung: Darauf achten, dass die Sonnencreme auch gegen UV-A-Strahlung schützt – viele Sonnencremes schützen lediglich vor UV-B-Strahlung! Außerdem bei der Wahl der Sonnencreme auch auf Umweltschutz und andere schädliche Inhaltsstoffe wie Allergene und hormonell wirksame Substanzen achten. (Unser Tipp:  die Baby & Kids Sonnencreme von Eco Cosmetics mit LSF 50+) oder die neue Edelweiß Sonnencreme von Weleda, die es bei Hans Natur besonders günstig gibt.
Punkt 7: Kinder mindestens 15 Minuten vor der Sonnenexposition eincremen. Kinder ohne Sonnenbräune nicht ohne Sonnencreme in die pralle Sonne lassen.
Punkt 8: Regelmäßig nachcremen nicht vergessen – mindestens jede Stunde, besondern nach dem Baden. Die gilt insbesondere, wenn konventionelle Cremes benutzt werden, die meist chemische UV-Filter beinhalten.
Punkt 9: Immer genügend trinken lassen. Bei längerer Sonnenexposition in den Spielpausen zum Trinken auffordern.

Babys sollten im Sommer besser immer im Schatten bleiben

Verschiedene Hauttypen, verschiedene Empfindlichkeiten

Um sein Kind optimal zu schützen, ist es wichtig, den Hauttyp seines Kindes richtig einzuschätzen und den Sonnenschutz danach auszurichten. Jeder weiß es: Helle Haut braucht stärkeren Sonnenschutz als dunklere. Aber sehr viele Leute überschätzen die Eigenschutzzeit der Haut, auch die ihrer Kinder. Denn wenn man eine auch noch so schwache Rötung der Haut sieht, ist es schon zu spät. Als Faustregel gilt, dass die Eigenschutzzeit der Haut wesentlich kürzer ist als man gemeinhin annimmt. „Ach, so ein Stündchen Sonne schadet doch nicht“, denken viele. Aber Menschen der Hauttypen I-III, zu denen in Deutschland der Großteil der Bevölkerung zählt, dürfen ungeschützt nur maximal 20-30 Minuten in die Sonne – für die meisten ist schon nach 10-15 Minuten Schluss! Da Kinder noch empfindlicher sind, gelten für sie sogar noch kürzere Zeiten. Da die meisten Sonnencremes eine halbe Stunde einwirken müssen, bevor sie schützen, sollte man nach dem Eincremen des Kindes also sogar noch mindestens eine Viertelstunde warten, bis man das Kind in die Sonne lässt.

Um seinen Hauttyp realistisch einschätzen zu können, kann man auf der Website des Bundesamtes für Strahlenschutz einen Test durchführen: „Welcher Hauttyp sind Sie?“. Die hier verwendete Klassifizierung der Hauttypen wurde 1975 vom amerikanischen Hautarzt Thomas Fitzpatrick vorgenommen und gilt als internationales Richtmaß.

Menschen mit mitteleuropäischen Wurzeln gehören zu den Hauttypen I bis III. Braunhaarige Europäer, die manch einer optimistisch dem Hauttyp IV zuordnet, zählen in Wirklichkeit zum Typ III, der ungeschützt nur 30 Minuten in die Sonne darf. Hauttyp IV ist typisch für Menschen mit nordafrikanischen oder orientalischen Wurzeln. Die Hauttypen V und VI beschreiben Menschen mit schokoladenbrauner bis sehr dunkelbrauner Haut.

Diese Leute gehören zu den Hauttypen I und II und sollten nicht nur sorgfältig nachcremen, sondern hier am Strand in der prallen Sonne unbedingt Sonnenhüte aufsetzen.

Hier eine hilfreiche Übersicht über die Hauttypen
  • Hauttyp I ist besonders empfindlich. Er zeichnet sich durch eine sehr helle, extrem empfindliche Haut, helle Augen, rotblondes Haar und häufig durch Sommersprossen aus. Hauttyp I bräunt nie und bekommt ungeschützt nach etwa 15 Minuten schon einen Sonnenbrand. Die Mutter auf unserem Beitragsbild ganz oben zählt zu diesem Hauttyp.
  • Hauttyp II zeichnet sich aus durch helle, empfindliche Haut, blaue, graue, grüne oder braune Augen, blonde bis braune Haare und häufig durch Sommersprossen. Hauttyp II bräunt kaum bis mäßig und bekommt oft einen Sonnenbrand – ungeschützt bereits nach etwa 20 Minuten. Zu diesem Hauttyp zähle ich, die Autorin dieses Beitrags.
  • Hauttyp III hat eine helle bis hellbraune Haut, graue oder braune Augen und dunkelblonde bis braune Haare. Sommersprossen sind selten. Hauttyp III bräunt schneller als Hauttyp II. Ein Sonnenbrand tritt ungeschützt nach etwa 30 Minuten auf.
  • Hauttyp IV hat hellbraune, olivfarbene Haut, braune bis dunkelbraune Augen und dunkelbraunes Haar. Hauttyp IV bräunt schnell. Sonnenbrand tritt ungeschützt nach etwa 40 Minuten auf.
  • Hauttyp V hat dunkelbraune Haut, dunkelbraune Augen und dunkelbraunes bis schwarzes Haar. Nach etwa 60 Minuten ungeschütztem Sonnenbad tritt ein Sonnenbrand auf.
  • Hauttyp VI hat dunkelbraune bis schwarze Haut, dunkelbraune Augen und schwarze Haare. Sonnenbrand tritt nach etwa 80 Minuten ungeschütztem Sonnenbaden auf.

(entnommen der Website des Bundesamtes für Strahlenschutz)

Diesen Angaben liegt ein UV-Index von 8 zu Grunde, der im Sommer in unseren Breiten typisch ist. Ganz wichtig: Diese Klassifizierung gilt für Erwachsene. Für kleine Kinder sollte man von der hier angegebenen Eigenschutzzeit der entsprechenden Hauttypen jeweils nochmal 10 Minuten abziehen!

Der UV-Index

Wichtig ist es auch, den aktuellen UV-Index zu kennen. Dieser beschreibt den am Boden erwarteten Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung. Wir raten dazu, sich über den tagesaktuellen UV-Index am Wohnort zu informieren, da die Strahlungsintensität stark schwanken kann. Dies kann man z.B. auf dieser Seite des Bundesamtes für Strahlenschutz tun; das Googeln der Begriffe „UV-Index heute“ führt zu diversen Wetter-Seiten, die den aktuellen UV-Index anzeigen. Ein typischer Wert in unseren Breiten zur Sommerzeit ist 8 oder 9. Im Gebirge, am Meer oder bei schlechten Ozonwerten kann der Wert aber ganz schnell in die höheren Bereiche von 11 oder 12 klettern.

Hier eine Übersicht über die Bedeutung der Werte im UV-Index:
  • UV-Index von 0 bis 2: kein besonderer Schutz erforderlich. Gefahrloser Aufenthalt im Freien möglich (z.B. bei Bewölkung in sonnenarmen Monaten).
  • UV-Index von 3 bis 5: Leichter Schutz erforderlich. Zur Mittagszeit Schatten aufsuchen. (sonnige Tage im frühen Frühling und Herbst).
  • UV-Index von 6 bis 7: Mittlerer Schutz erforderlich. Zur Mittagszeit in den Schatten gehen und Sonnencreme mit mittlerem LSF auftragen (z.B. an sonnigen Tagen im mittleren und späten Frühling sowie im späten Sommer)
  • UV-Index von 8 bis 10: Besonderer Schutz erforderlich. Mittags nicht im Freien aufhalten, Sonnenhut und Sonnencreme mit hohem LSF auftragen (gilt z.B. für sonnige Tage im Sommer, etwa im Juni und Juli)
  • UV-Index von 11 bis 12: Höchster Schutz erforderlich: Mittags nicht im Freien aufhalten, leichte Bekleidung und Sonnenhut tragen sowie Sonnencreme mit höchstem LSF verwenden (z.B. sonnige Tage im Hochsommer, sonnige Tage im Gebirge und am Strand vom frühen bis zum späten Sommer)

Was ist eigentlich gefährlich an Sonnenstrahlen?

Gefährlich an Sonnenstrahlen ist vor allem das ultraviolette Licht, also die UV-Strahlen. Das Sonnenlicht birgt zwei Arten von gefährlicher UV-Strahlung: UV-A und UV-B. Dabei schädigt die UV-A-Strahlung die tieferen Hautschichten, ist krebsauslösend und lässt die Haut schneller altern und faltig werden. UV-A ist also extrem gefährlich (und unschön) für die Haut.

Die Angabe, ob die Creme auch gegen UVA-Strahlung schützt, findet man vorn auf der Verpackung. Hier: Die unvergleichlich lecker duftende Sonnencreme mit LSF 30 von Lavera, die man auch bei Hans Natur bestellen kann (aktuell € 7,49 statt € 7,99)

Die Lichtschutzfaktoren auf den Sonnencremes beziehen sich jedoch lediglich auf die UV-B-Strahlung. Auch die UV-B-Strahlen gelten als hautkrebs-erregend, außerdem verursachen sie den Sonnenbrand. Diesen will man natürlich schon allein deswegen vermeiden, weil er extrem unangenehm und schmerzhaft sein kann.

Heimtückisch ist auch die Infrarot-A-Strahlung (IR-A) der Sonne, die vielen gar nicht bekannt ist. Auch die IR-A-Strahlung soll Hautschädigungen hervorrufen. Leider gibt es noch keinen Schutz gegen die IR-A, lediglich Hautpflege-Substanzen, die die Schädigungen mildern können. Solche Pflege-Substanzen sind bisher jedoch nur sehr vereinzelt in Sonnencremes enthalten.

Achtung, Sonnenstich!

Außerdem wirken zu viel Sonnenwärme und -helligkeit auch auf das empfindliche Gehirn unserer Kinder. Kinder und vor allem Babys bekommen viel schneller einen Sonnenstich als wir Erwachsenen, da das Haar noch nicht so dicht und die Kopfhaut noch dünn ist. Ursache für einen Sonnenstich ist die Sonnenstrahlung, die auf die Hirnhaut wirkt und im schlimmsten Fall die Gehirnzellen weiten kann. Kinder und Babys sind hier besonders gefährdet – deswegen sollte man ihren Kopf und Nacken niemals der prallen Sonne aussetzen, schon gar nicht zur Mittagszeit.

Symptome für einen Sonnenstich sind Müdigkeit, Kopfschmerzen, „Schlechtigkeit“ und Erbrechen, aber auch Schwindel, Appetitlosigkeit und Weinerlichkeit. Wenn ein Kind also sehr müde und schlapp ist nach einem Sonnentag, über Kopfschmerzen klagt oder sehr empfindlich ist, waren es vielleicht nicht das schlechte Eis oder die unreifen Beeren, sondern zu viel Sonne auf dem Kopf! Dann ist sofortige Ruhe, Dunkelheit und Schlaf sowie viel Trinken angesagt (zumindest wenn das Kind nicht erbricht). Im Zweifelsfall einen Arzt aufsuchen; mit Sonnenstich ist nicht zu spaßen!

Gegen Sonnenstich hilft am besten ein Sonnenhut (z.B. so einer von Pickapooh auf dem Bild unten). Außerdem ist es unbedingt wichtig, dass Kinder mittags nicht in die pralle Sonne gelassen werden und regelmäßig Sonnenpausen einlegen. Sonnencreme beugt Sonnenstich NICHT vor!

Um Sonnenstich zu vermeiden, müssen Babys in der Sonne immer einen Sonnenhut mit Nackenschutz tragen – hier einer der süßen Hüte von Pickapooh

Wie lang dürfen Kinder in die Sonne: Lichtschutzfaktor und Eigenschutz-Zeit

Ganz wichtig ist es zu beachten, dass Kinder und vor allem Babys in den Sommermonaten zur Mittagszeit, also zwischen 10:30 Uhr und 13:30 Uhr Uhr, unbedingt die ganze Zeit im Schatten oder gar drinnen sein sollten. Auch eingecremt ist die Sonne von Anfang Juni bis Mitte August in der Mittagszeit zu stark. Dies gilt ganz besonders für Babys! Die Sonnenexposition in dieser starkstrahligen Zeit ist wirklich gefährlich, ganz besonders im Gebirge und am Strand, wo die Strahlung durch Wasser, Sand oder Höhe noch intensiver ist.

Am Vormittag und Nachmittag dürfen Kinder in die Sonne, müssen aber mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor eingecremt werden. Der Lichtschutzfaktor (LSF) drückt aus, um wie viel das Sonnenschutzmittel die Eigenschutzzeit der Haut verlängert. Nachcremen verlängert die Zeit nicht, sondern hält nur den maximalen Schutz aufrecht. Eine Sonnencreme mit LSF 30 verlängert die Zeit, die ein Mensch in die Sonne darf, um 30 Mal. Beispiel: Ein Mensch hat den Hauttyp II und dürfte als Erwachsener also ungeschützt maximal 20 Minuten in die Sonne. Achtung: Bei Kindern ziehen wir von der Eigenschutzzeit der Erwachsenen dieses Hauttyps mindestens 10 Minuten ab, also rechnen wir hier mit maximal 10 Minuten Eigenschutzzeit fürs Kind. Folglich darf ein Kind mit Hauttyp II, das sorgfältig mit einer Sonnencreme mit LSF 30 eingecremt wird (stündliches Nachcremen vorausgesetzt), maximal 300 Minuten pro Tag in die Sonne oder Halbschatten. Das sind maximal 5 Stunden und das nur, wenn wirklich stündlich sorgfältig nachgecremt wird. Mindestens zehnminütige Pausen alle halbe Stunde müssen wegen der Sonnenstich-Gefahr zusätzlich sein. Hier gilt immer: Weniger ist mehr! Bei UV-Index ab 9, was in unseren Breiten im Sommer ein normaler Wert ist, soll man in der Mittagszeit gar nicht rausgehen. Denn was viele nicht wissen: auch im Schatten gibt es UV-Strahlung, wenn auch nicht ganz so stark.

Babys brauchen besonderen Schutz

Babys müssen ganz besonders vor der Sonne geschützt werden. Bis zum ersten Geburtstag sollten Babys der prallen Sonne nicht länger als wenige Minuten ausgesetzt sein. Sie sollten immer (immer!) einen Sonnenhut mit Nackenschutz tragen, auch im Halbschatten. Sollten sie doch einmal in der Sonne sitzen, werden sie leicht am ganzen Körper bekleidet. Optimal sind bei Wärme und Hitze leichte weiße Baumwollblusen oder -T-Shirts und Leggins. Außerdem müssen Babys im Fall der direkten Sonnenexposition und im Halbschatten natürlich ganz besonders gründlich und sorgfältig mit einer hochwertigen Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor eingecremt werden.

Denn Babys Haut ist um 10x durchlässiger und empfindlicher als die Haut älterer Kinder und Erwachsener.

So ein Langarm-Body aus Bio-Baumwolle ist ein gutes Kleidungsstück für Babys im Sommer. Dazu noch eine dünne Leggins und das Outfit ist perfekt

Warum sollte man auf konventionelle Sonnenschutzmittel verzichten?

Die meisten konventionellen Sonnencremes wirken durch chemische UV-Filter. Diese dringen in die Haut ein, können Allergien auslösen und andere ungünstige Spätfolgen haben. Außerdem werden chemische UV-Filter durch Sonneneinstrahlung nach und nach zersetzt, so dass häufiges Nachcremen unerlässlich ist. In den allermeisten Fällen hat man keine Sonennallergie, wenn sich kleine Püstelchen auf der Haut bilden, sondern die Haut reagiert auf die chemischen UV-Filter in der Sonnencreme! Leider gehen diese Stoffe auch in die Muttermilch über. Deswegen sollte man zumindest bei Babys und Kindern auf chemische UV-Filter verzichten und Naturkosmetik verwenden, die auf mineralische Wirkstoffe mit physikalischer Wirkung setzen.

Das Mittel der Wahl bei Kindern und Babys: Mineralische UV-Filter

Leider bevorzugen viele Menschen Sonnencremes mit chemischen UV-Filtern, da sie schnell einziehen und keinen weißen Film hinterlassen, wie es mineralischer UV-Schutz manchmal tut. Außerdem sind die Chemie-Filter billiger. Deswegen sind sie in konventionellen Sonnencremes enthalten, auch wenn sie viel schädlicher sind.

Aber gerade bei Babys und Kindern, deren Haut bis zu 10x durchlässiger ist als die von Erwachsenen, sollte man auf größtmögliche Unschädlichkeit von Kosmetikartikeln achten. Leider ist die Gesetzgebung hier wenig streng.

In konventionellen Cremes oft enthalten: Umweltschädliche, allergieauslösende oder hormonell wirksame Stoffe

Woran man erstmal gar nicht denkt: in vielen Sonnencremes, auch wenn sie von bekannten Testinstituten empfohlen werden, sind manchmal noch andere tückische Substanzen enthalten. Denn oft werden die Cremes nur auf ihre Wirksamkeit gegen Sonnenbrand getestet, nicht aber auf ihre allergenen oder umweltschädlichen Inhaltsstoffe. So befindet sich auch in Sonnencremes leider oft Mikroplastik, das unsere Meere verschmutzt und mitverantwortlich für Tiersterben in unseren Gewässern ist. Oder Methylparaben oder Silikonöl, die beide im Verdacht stehen, auf die Hormone unserer Kinder zu wirken.

Für uns bei Hans Natur lautet daher das Fazit in punkto Sonnencreme für Babys und Kleinkinder: An Hautpflegeprodukten für Babys und Kinder zu sparen, heißt am falschen Ende sparen. Unser Tipp für eine gute Sonnencreme für die Kleinen ist daher die Baby & Kids Sonnencreme von Eco Cosmetics mit LSF 50+, oder, seit Frühling 2018, die Weleda Edelweiß Sonnencreme, die vergleichsweise günstig ist. Weleda hat diese Sonnencreme 10 Jahre lang entwickelt. Hier auch ein interessanter Artikel, warum gerade Edelweiß die Leitpflanze der Weleda Sonnencremes ist.

Die Eco Sonnencreme ist nicht ganz billig, aber das aus gutem Grund – sie erfüllt alle Kriterien für eine sichere, wirksame, umweltschonende und gesundheitsverträgliche Sonnencreme. Zudem lässt sie sich gut verteilen und zieht für eine mineralische Sonnencreme relativ schnell ein.

Fazit

Nehmt es Euch zu Herzen: Achtet auf den Hauttyp und die wahrscheinlich sehr kurze Eigenschutzzeit, cremt die Kinder ordentlich und 30 Minuten vor Sonnenexposition mit einer mineralischen Sonnencreme ein, behutet sie gut (mit Nackenschutz), lasst sie im Sommer mittags lieber drin, legt auch am Vor- und Nachmittag oft Sonnenpausen ein, und cremt alle Stunde nach. Babys am besten gar nicht in die pralle Sonne lassen!

Hans Natur wünscht allen Leserinnen und Lesern ein schöne, sonnige Sommerzeit ohne Sonnenbrand und Sonnenstich!

 

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfleder sind markiert *

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Simple Share Buttons