Nana von Ajaa: Wie beim Spaziergang eine Brotdose zur Märchenprinzessin wurde

Wie uns die ökologische Brotdose „Nana“ in ein wunderbares Märchen entführte – mit foto-illustriertem Märchen zum Nacherzählen und Vorlesen:

Wir sehnen uns nach dem blauen Band des Frühlings. Also haben wir uns heute nach draußen aufgemacht, um den Frühling zu suchen. Wir sind dabei von der Brotdose „Nana“ zu einem zauberhaften Märchen inspiriert worden und haben einen ganz wundervollen Mutter-Tochter-Nachmittag gehabt, obwohl es eher winterlich kalt war. Aber das passte genau zu unserer Geschichte:

Langer Spaziergang mit Verpflegungspause geplant…

Ich hatte das Bedürfnis, einmal einen längeren Spaziergang zu machen. Leider war die kleine Tochter plötzlich fiebrig. So musste sie mit dem Mann zu Hause bleiben. Zum Frischhalten der Wegzehrung für die große Tochter und mich wollte ich unsere neuen Brotdosen von ajaa! verwenden. Diese  Dosen „Made in Germany“ sind aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt („Nana“ kommt von Natürlich Nachwachsend; mehr Infos zu der tollen Dose ganz unten unter „Passende Produkte“.)

Aber zurück zu unserem Frühlingsspaziergang und dem Nana-Märchen…

Motivationshilfe Märchen

Um die manchmal etwas lauf-unwillige Tochter geschickt zum längeren Wandern zu motivieren, wollte ich ihr während dem Spaziergang eine Geschichte erzählen. „Wenn Du alle Orte, die in der Geschichte vorkommen, am Wegesrand findest, bekommst Du zu Hause eine kleine Überraschung“, versprach ich ihr.

Inspiration für eine abenteuerliche Geschichte

Beim Proviant-Herrichten grübelte ich über den möglichen Ablauf und die Figuren der Geschichte nach. Als ich die Brötchen (nach diesem Rezept) in die Brotdose packte und den Herstellernamen „ajaa!“ auf der Dose las, durchfuhr es mich: „Nana von Ajaa“ — das klingt ja wie der Name einer Prinzessin! Als ich dann noch den Tee in unsere „Emil“-Flaschen abfüllte, kam mir die Idee, „Nana von Ajaa“ und „Emil der Flasche“ die Hauptrollen in der Geschichte zu geben.

Brotdosen „Nana“ von ajaa! und 2x Emil, die Flasche. Die ökologische „Nana“ ist gerade im Sonderangebot bei Hans Natur: Nur € 9,98 statt € 14,90. Die Lunchbox aus natürlich nachwachsenden Materialien mit Trennsteg ist spülmaschinenfest und robust.

Der Trennsteg von Nana ist verschiebbar, so dass man die beiden Abteilungen einrichten kann, wie man’s braucht. Der moderne Biokunststoff der Lunchbox besteht aus Zuckerrohrmelasse, Carnaubawachs und Mineralien. Auf Weichmacher und Erdöl wird vollständig verzichtet. Ökologischer geht’s nicht.

Als ich an die Eigenschaften von Nana und Emil und an die sozialen Werte der Firma ajaa! dachte, entfalteten sich plötzlich wie von selbst die Welt, der Konflikt und die böse Widersacherin in meinem Kopf. Die Ideen purzelten nur so durcheinander. Und dann sah ich noch die Holztiere von Ostheimer im Wohnzimmer… Die Tiere könnten Nana und Emil doch bei ihrem Abenteuer beistehen und helfen…

Also schnell die Nanas, Emils, Tiere und zwei Puppen eingepackt – und los ging’s zum Geschichten-Spaziergang in den Wald. Aber lest selbst und lasst Euch in die Geschichte und das zauberhafte Land Ajaa entführen:

Prinzessin Nana von Ajaa und die böse Zauberin Polymera von Plastica

Es war einmal eine Prinzessin, die hieß Nana. Sie war die Hüterin und Herrscherin über ein wunderschönes Land namens Ajaa. In Ajaa ging es den Menschen gut. Sie waren gesund und gingen gern zur Arbeit. Die Kinder spielten den ganzen Tag, und sie feierten fröhliche Feste, bei denen sie Lieder sangen, Tänze tanzten und Geschichten erzählten. Wenn jemand Hilfe brauchte, wurde ihm von seinen Nachbarn geholfen.

Vor allem aber gab es in Ajaa wunderschöne Natur. Tiefe, dunkle Wälder, die nach Moos und Erde dufteten, hohe Berge, von denen klare Wasserfälle plätscherten, muntere Gebirgsbäche, breite Flüsse und stille Seen. Auf den Feldern wuchsen köstliche Früchte, und eine Vielzahl von Tieren lebte in Wald, Feld und in den Lüften. Allen ging es gut in Ajaa, dem Boden, der Luft, den Pflanzen, den Tieren und den Menschen.

Prinzessin Nana von Ajaa war eine gütige Herrscherin, die die Natur, die Tiere und die Bäume liebte. Jeden Tag besuchte sie einen anderen Teil ihres Landes, um nachzusehen, ob dort auch alles gut sei. Dabei wurde sie oft begleitet von ihrem besten Freund Emil, den sie schon seit Kindesbeinen kannte. Nana teilte alles mit Emil, auch ihr einziges Kümmernis: Sie wusste, dass sie eines Tages ein großes Wagnis eingehen musste. Eine Weissagung hatte ihr prophezeit, dass sie einmal. um ihr Land und sich selbst zu retten, den eiskalten „Weg der Wandlung“ gehen musste, zusammen mit einem guten Freund. Der „Weg der Wandlung“ war ein Waldweg, der aber geradewegs ins furchterregende Land Plastica führte. Am Ende des Weges lag die Landesgrenze von Ajaa – und dahinter das Schloss der bösen Zauberin Polymera.

Ja, das Land Plastica und seine grausame Königin Polymera. Im Land Plastica waren die Menschen nicht glücklich, sondern traurig. Denn über sie herrschte Polymera, die über böse Zauberkräfte verfügte. Statt grünen Bäumen und bunten Blumen gab es in Plastica nur künstliche Bäume aus Plastik. Alles in Plastica war aus Plastik, sogar das Essen, und natürlich die Häuser und alles andere. Alle Menschen mussten hart arbeiten, auch die Kinder, und doch wurde alles aus Plastik, was sie anfassten. Denn Polymera hatte Angst vor der Natur. „Plastik kann man sauber machen“, sagte sie, „und es ist billig! Und es wächst nicht wild umher und überwuchert alles!“

Polymera von Plastica hatte nur ein Ziel: das schöne, fruchtbare Land Ajaa an sich zu reißen und es ebenfalls zu einem Plastikland zu machen. Doch die Samen ihrer Plastikpflanzen fruchteten nicht auf dem Boden von Ajaa, so oft sie auch versuchte, Samen in Ajaa auszusetzen. Das machte Polymera rasend vor Zorn. Tag und Nacht versuchte sie, neue Plastiksamen zu zaubern, die in Ajaa wachsen würden. Jede Nacht schickte sie ihren Drachen aus, die neuesten Samen über Ajaa zu verstreuen, um zu sehen, ob diese dort fruchteten. Doch jeden Tag trat sie auf das blaue Dach ihres Plastikpalastes und sah die fröhlichen, friedlichen Menschen, die zahmen Tiere und die wilde Natur von Ajaa, und keinen einzigen Spross eines Plastikbaumes, so viele Samen sie auch ausstreute. Ihr Zorn wurde von Tag zu Tag größer.

„Was Polymera nicht weiß,“ sagte Nana eines Abends zu Emil, als sie vor dem Kaminfeuer saßen, „auch wir werden von Zauberkräften beschützt. Unsere gute Fee Natura sorgt mit ihrem Zauber dafür, dass kein Plastiksamen auf unserem Boden fruchten kann.“ „Ein Glück,“ sagte Emil. „Sonst wären wir unseres schönen Lebens nicht mehr froh.“

Prinzessin Nana von Ajaa und Emil vor dem Kaminfeuer

Was aber Emil und Nana wiederum nicht wussten: Gerade an diesem Abend war es Polymera mit bösen Zauberkräften gelungen, einen neuen, zerstörerischen Plastiksamen zu züchten. Es war ein Samen, der auf dem Boden von Ajaa gedeihen konnte. Mehr noch: Wer mit diesem furchtbaren Samen in Berührung kam, wurde selbst zu Plastik. Und machte alles, was er berührte, ebenfalls zu Plastik.

Als Polymera ihren neuesten Samen probeweise über die Landesgrenze hinüber nach Ajaa warf, hatte sie keine große Hoffnung. Doch am nächsten Tag war sie verdutzt: Hinter der Landesgrenze, rings um das Ende des Waldweges, sprossen kleine Plastikbäume aus dem Boden, und auch der Boden rings um die Bäume war nun aus Plastik. Es sah hier aus wie in Plastica, dabei war es der Boden von Ajaa! Plastik in Ajaa! Polymera schrie vor Entzücken auf. „Tabernikus!“ schrie sie (das war ihr Drache) – „Wir fliegen sofort nach Ajaa, zu Königin Nana!“ Sie grapschte eine große Tüte der neuen Plastiksamen und setzte sich auf Tabernikus‘ Rücken. Und schon ging es los in wildem Flug nach Ajaa.

Nana und Emil spazierten gerade gemeinsam durch den wilden Garten um Nanas kleines, bescheidenes Häuschen. Wie erschraken sie, als vor ihnen ein Drache auf der Wiese landete. Sofort verbrannten die kleinen, zarten Blümchen unter Tabernikus‘ Körper, und Nana schnitt es ins Herz.

„Deine Stunden sind gezählt, Königin Nana von Ajaa!“ schrie Polymera und sprang von Tabernikus‘ Rücken. „Dein Land ist dem Untergang geweiht!“
„Das wollen wir doch erstmal sehen,“ sagte Nana gelassen und nahm Emil fest bei der Hand. „Was führt Dich hierher?“
„Das hier!“ lachte Polymera kreischend auf und schleuderte eine Handvoll Samen in die Luft. Als die Samen den Boden berührten, wurde dieser sofort zu Plastik, und ein Plastikbäumchen spross hervor.

Nana erschrak und erstarrte, als sie sah, wie Emil versuchte, den Plastikspross sofort auszureißen. Polymera lachte böse und warf eine Portion Samen auf Emil. „Zur Strafe sollst Du zu Plastik werden, Du Flasche!“ schrie sie. Und bevor Nana noch etwas tun konnte, hatte Emil sich in eine Flasche aus Plastik verwandelt!
Polymera lachte böse. „Das funktioniert ja!“ kreischte sie. Und bevor Nana auch nur einen Schritt tun konnte, griff Polymera erneut in ihren Samenbeutel.
„Du einfältiges Geschöpf, das sich Königin von Ajaa nennt!“ schrie sie und warf eine Handvoll Samen auf Nana. „Du sollst zu einer viereckigen Plastikdose werden!“
Nana schrie auf, aber der Zauber war schon geschehen. Nana von Ajaa hatte sich in eine Plastikdose verwandelt! Und gleichzeitig war die schöne bunte Blumenwiese zu einer herbstlichen Wiese mit abgestorbenen Blättern geworden.

Doch da rauschte es in der Luft, und ein wundervolles, helles Licht überstrahlte den Ort des Geschehens.
„Natura!“ kreischte Polymera, die immer noch dabei war, Plastiksamen auszustreuen. „Du hast mir gerade noch gefehlt!“ Und hastdunichtgesehen schwang sich die böse Zauberin auf ihren Drachen und erhob sich in die Lüfte. Denn sie fürchtete nur eine: Die gute Fee Natura. Natura schickte der bösen Zauberin einen Zauber hinterher, doch er erreichte sie nicht mehr. Sie begann bereits, ihre Plastiksamen über Ajaa zu verstreuen, so dass überall Plastikbäume aus dem Boden sprossen. Sie flog schnell, flog über Ajaa und dann nach Hause, zu ihrem Plastikschloss in Plastica.

Natura beugte sich derweil wehklagend über die Flasche und die Dose aus Plastik, die bewegungslos auf der Wiese lagen. Sie streichelte, was bis eben noch Nana und Emil gewesen war.
„Ich kann den bösen Zauber leider nicht rückgängig machen,“ sagte sie sanft. „Dazu ist er zu stark. „Doch ich kann ihn abmildern, so dass Ihr das tun könnt, was Euch geweissagt wurde. Nana von Ajaa, Du kennst Deine Weissagung?“ fragte sie und streichelte die Nana-Dose sanft. „Ich werde Dich nun in eine unschädliche Dose aus natürlichen Materialien verwandeln. Emil wird eine schöne Glasflasche werden. In dieser natürlichen Gestalt könnt Ihr den Weg der Wandlung gehen, ohne Schaden anzurichten. Auch werde ich Euch Sprache und Bewegungskraft wiedergeben, so dass Ihr Euch fortbewegen und sprechen könnt. So könnt Ihr Ajaa vielleicht vor den bösen Plastiksamen und Polymera retten.“ Natura murmelte ein paar leise Zaubersprüche und hüllte die Dose und die Flasche in ihren hellen, guten Schein. „Ich wünsche Euch viel Glück, viel Kraft und einen guten Blick für die Tiere,“ sagte sie. „So könnt Ihr Ajaa retten und Eure wahre Gestalt wieder erlangen.“ Sprachs und entschwand in die Lüfte.

Nana und Emil in ihrer neuen Gestalt erhoben sich schlaftrunken. Sie fühlten sich beide schon viel besser und gesünder, seitdem Natura den bösen Plastikzauber abgemildert hatte.

Niedergeschlagen machten sie sich auf zum Beginn des „Weges der Wandlung“. Nana hatte sich bisher nie getraut, diesen geheimnisvollen Waldweg zu betreten, obwohl er im Sommer so freundlich in der Sonne lag. Nun hatten sich auch die Bäume um den Weg der Wandlung in einen düsteren, kalten Herbstwald verwandelt, so, als ob das Land Ajaa trauerte. Ein kalter Wind wehte aus dem Wald.

„Mir ist kalt,“ klagte Emil. Nana seufzte und versuchte Emil zu trösten. „Halt durch, mein Lieber“, sagte sie. „Schau mal, da vorn an der Kuhweide sehe ich ein kleines Licht. Vielleicht kann man uns dort weiter helfen.“
Vor der Kuhweide trafen sie eine Wichtelin. Als diese die Flasche und die Dose sah, erschrak sie.
„Hab keine Angst!“ rief Nana. „Wir gehen den Weg der Wandlung, wie es die Weissagung will. Wir sind Nana von Ajaa und ihr Freund Emil. Wir wurden von Polymera verzaubert, aber wir tun Dir nichts. Weißt Du vielleicht, wie wir unsere Gestalt wieder erlangen und Ajaa vor Polymeras Plastik retten können?“
„Nein“, sagte die Wichtelin, das weiß ich nicht. Aber für Nana und ihren Freund, die den Weg der Wandlung gehen, habe ich etwas Wärme und ein Wort: Weiche. Merkt es Euch gut. Und geht dort weiter, diesen kleinen Weg entlang.“
„Danke, liebe Wichtelin!“ riefen Nana und Emil, aber die Wichtelin war schon verschwunden. Nana und Emil spürten, wie ihnen ein wenig wärmer wurde. „Weiche„, wiederholten sie und gingen den Weg weiter, den die Wichtelin ihnen gewiesen hatte.

Sie gingen lange, lange, und ihnen wurde immer kälter. Besonders Emil fror erbärmlich. Bald kamen sie zu einem kleinen See, und erschreckt sahen sie, dass auf dem See eine dünne Eisschicht lag. „Kein Wunder, dass Dir so kalt ist,“ sagte Nana. „Halt durch, halt durch, Emil!“ Tapfer gingen sie weiter. Sie erreichten eine Weggabelung. „Wie geht es nun weiter?“ fragte Emil. Nana schaute sich um und erblickte vor der Weggabelung eine Ente, die im angefrorenen Wasser eines kleinen Tümpels gründelte. Als die Ente die Flasche und die Dose sah, erschrak sie sichtbar.
„Hab keine Angst!“ rief Nana. „Wir sind Nana von Ajaa und ihr Freund Emil. Polymera hat uns verzaubert. Wir gehen den Weg der Wandlung, wie es die Weissagung will. Wir tun Dir nichts. Weißt Du vielleicht, wie wir unsere Gestalt wieder erlangen und Ajaa vor Polymeras Plastik retten können?“
„Nein, sagte die Ente, das weiß ich nicht. Aber für Nana und ihren Freund, die den Weg der Wandlung gehen, habe ich ein Wort: Von. Merkt es Euch gut. Und außerdem kann ich Euch einen Wunsch erfüllen. Ich sehe, Emil die Flasche friert ganz erbärmlich.“

„Ja, mir ist furchtbar kalt“, sagte Emil zitternd.
„Da kann ich Abhilfe schaffen“, sagte die Ente, murmelte etwas in ihre Federn und berührte Emil mit ihrem Schnabel. Und heidi! hatte Emil eine schöne Hülle bekommen, die ihn wunderbar wärmte.

„Danke!“ rief Emil freudig aus. „Mir ist schon viel wärmer!“
„Gern geschehen“, sagte die Ente. Nun geht dort weiter, diesen Weg entlang.“
„Danke, liebe Ente!“ riefen Nana und Emil, aber die Ente war schon verschwunden – wie in Luft aufgelöst. „Von„, wiederholten sie und gingen den Weg weiter, den die Ente ihnen gewiesen hatte.

Bald kamen sie wieder an eine Weggabelung. „Welchen Weg müssen wir nehmen?“ fragte Emil. Nana schaute sich um und erblickte am Wegesrand einen Baumstamm, auf dem ein Eichhörnchen saß. Als das Eichhörnchen die Flasche und die Dose erblickte, erschrak es.
„Hab keine Angst!“ rief Nana. „Wir sind Nana von Ajaa und ihr Freund Emil. Wir wurden von Polymera verzaubert. Wir gehen den Weg der Wandlung, wie es die Weissagung will. Aber wir tun Dir nichts. Weißt Du vielleicht, wie wir unsere Gestalt wieder erlangen und Ajaa vor Polymeras Plastik retten können?“
„Nein“, sagte das Eichhörnchen, das weiß ich nicht. Aber für Nana und ihren Freund, die den Weg der Wandlung gehen, habe ich ein Wort: Uns. Merkt es Euch gut.“

Uns„, wiederholten Nana und Emil. Sie gingen den Weg, den das Eichhörnchen ihnen gewiesen hatte. Sie gingen lange, lange, und es wurde immer kälter. Emil fror bald wieder, trotz seiner wunderbaren Hülle. „Halt durch, halt durch, Emil!“ tröstete Nana ihren Freund. Tapfer gingen sie weiter.

Bald kamen sie wieder an eine Weggabelung. „Wie geht es nun weiter?“ fragte Emil. Nana schaute sich um und erblickte am Wegesrand vor der Weggabelung zwei Pferde, eine Stute und ihr Fohlen. Die beiden weideten friedlich. Als Stute und Fohlen die Flasche und die Dose erblickten, erschraken sie.
„Habt keine Angst!“ rief Nana. „Wir sind Nana von Ajaa und ihr Freund Emil. Polymera hat uns verzaubert. Wir gehen den Weg der Wandlung, wie es die Weissagung will. Wir tun Euch nichts. Weißt Du vielleicht, wie wir unsere Gestalt wieder erlangen und Ajaa vor Polymeras Plastik retten können?“
„Nein“, sagte die Stute, das wissen wir leider nicht. Aber für Nana und ihren Freund, die den Weg der Wandlung gehen, haben wir ein Wort: Plastik. Merkt es Euch gut. Und außerdem kann ich Euch einen Wunsch erfüllen. Ich sehe, Emil die Flasche friert.“
„Ja, mir ist furchtbar kalt“, sagte Emil zitternd.
„Da kann ich Abhilfe schaffen“, sagte die Stute, murmelte etwas und berührte Emil vorsichtig mit ihrem weichen Maul. Und heidi! hatte Emil eine weitere, diesmal eine weiche, bunte Hülle bekommen, die ihn wunderbar wärmte.

„Danke!“ rief Emil freudig aus. „Mir ist jetzt schon viel wärmer!“
„Gern geschehen“, sagte die Stute. „In dieser Hülle steckt nicht nur Wärme, sondern auch die Zauberkraft der Einhörner, die wir einst waren. Polymera von Plastica hat uns vor langer Zeit in gewöhnliche Pferde verwandelt. Aber nun geht dort weiter, diesen Weg entlang, und vergesst das Wort nicht, das wir Euch genannt haben.“
„Danke, liebe Pferde!“ riefen Nana und Emil, aber die Pferdchen war schon verschwunden – wie in Luft aufgelöst. „Plastik“, wiederholten sie ein wenig verwundert und gingen den Weg weiter, den die Pferde ihnen gewiesen hatten.

Sie gingen und gingen. Plötzlich hörte Nana vom Wegesrand ein Fauchen – und spürte einen starken Schmerz, der sich rund um ihre Mitte legte. Sie war in der Mitte auseinander gebrochen – ihre beiden Hälften hatten sich auseinander geklappt! Als sie zum Wegesrand blickte, sah sie Tabernikus, den Drachen von Polymera, dort sitzen und Zauberkräfte schleudern. Er hatte ihr die Verletzung in der Mitte zugefügt!

Doch so schnell wie er erschienen war, war er auch wieder verschwunden.
„Aua, mich schmerzt meine Mitte,“ klagte Nana. „Ich brauche Medizin!“ Emil blickte sich um und sah in nicht weiter Ferne ein großes Feld Weißmoos, auf dem ein Esel weidete.
„Weißmoos hilft gegen Verletzungen!“ rief Emil aus. Nana schleppte sich weiter, bis sie auf dem Weißmoos-Feld bei dem Esel angekommen waren.
Als der Esel die Flasche und die Dose erblickte, erschrak er sichtbar.
„Hab keine Angst!“ rief Nana. „Wir sind Nana von Ajaa und ihr Freund Emil. Wir sind verzaubert. Wir gehen den Weg der Wandlung, wie es die Weissagung will. Aber wir tun Dir nichts. Weißt Du vielleicht, wie wir unsere Gestalt wieder erlangen können?“
„Nein“, sagte der Esel, das weiß ich nicht. Aber für Nana und ihren Freund, die den Weg der Wandlung gehen, habe ich ein Wort: Welt. Merkt es Euch gut. Und außerdem kann ich Euch einen Wunsch erfüllen. Ich sehe, Nana ist verletzt.“

„Ja, es tut furchtbar weh“, sagte Nana. „Und der Verschluss ist lose.“
„Da kann ich Abhilfe schaffen“, sagte der Esel, murmelte etwas und legte Nana ein Maulvoll Weißmoos auf den Verschluss in ihrer Mitte. Und heidi! war Nanas Verletzung geheilt und ihr Verschluss stabiler als je zuvor.
„Mein Moos schützt Euch vor allen Verletzungen durch Drachen und Zauberinnen“, sagte der Esel. Und außerdem muss man Deinen Verschluss jetzt nicht mehr anfassen, wenn man Dich schließen möchte. Ein kleiner Druck auf Deine Oberseite genügt, und Du schließt Dich automatisch.“

„Danke Dir, lieber Esel!“ rief Nana.
„Gern geschehen“, sagte der Esel. „Und denkt an die Worte, die Ihr gehört, wenn Ihr nun weiter geht. Ihr werdet sie brauchen, alle zusammen!“
Weiche – Von – Uns – Plastik – Welt,“ sagte Nana überrascht. „Das ergibt ja einen Satz!“

Sie gingen den Weg weiter, warm, gekräftigt und stark. Und bald lichtete sich vor ihnen der Wald, und sie sahen vor sich die Landesgrenze von Ajaa. Jenseits der Grenze sah es schrecklich aus. Dort lag das Land Plastica. Nur Plastikbäume standen dort, und auch alles andere war aus Plastik, oder aus Müll. Und erschreckt sahen Nana und Emil, dass auch in Ajaa, in der Nähe der Grenze, bereits eine Menge Plastikbäumchen wuchsen. Das Plastik hatte sich schon verbreitet. Nana und Emil gingen tapfer weiter und sahen bald das Plastikschloss von Polymera vor sich liegen. Es hatte ein knallblaues Dach und fünf transparente Türmchen.

Polymera war nicht zu sehen, aber der Drache Tabernikus bewachte das Schloss.
„Du kannst uns nichts mehr anhaben,“ rief Nana. „Wir sind durch das Weißmoos geschützt!“
Tabernikus fauchte und trat um sich.

Da öffnete sich eine Tür in einem der Türme und Polymera trat heraus. Sie schleuderte Zauber gegen Nana und Emil, aber die Zauber konnten ihre Wirkung nicht entfalten.
„Hahaha!“ rief sie aus. „Auch wenn ich Euch nicht vertreiben kann, Ihr müsst für immer Plastik bleiben. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis mein Plastik Euer ganzes Land erfasst hat!“

Nana und Emil sahen sich an und traten eng zusammen.
„Wir sagen die Worte gemeinsam“, flüsterte Nana. Sie berührte Emil und beide sagten laut und deutlich: „Weiche von uns, Plastik-Welt!„.

Polymera schrie entsetzt auf. Sie fuhr in die Luft, wurde zu einem Nebel, der sich drehte und schließlich zusammensank. Auch ihr Schloss löste sich auf und wurde mitsamt der Plastik-Umgebung zu einem rosa See. Und alles Plastik des Landes Plastica verwandelte sich in Natur. Natürlich verwandelten sich auch alle Plastikbäume, die in Ajaa gewachsen waren, in natürliche Bäume.

Und als Nana und Emil an sich heruntersahen, bemerkten sie, dass auch sie ihre wahre Gestalt wieder erlangt hatten! Glücklich umarmten sie einander und dankten laut den lieben Tieren und der Wichtelin, die ihnen den Weg gewiesen hatten.

Und dann gingen sie glücklich nach Hause und ließen die Überreste von Polymeras Welt für immer weit hinter sich.

ENDE

Nachtrag:

Meine Tochter hat im Wald fleißig bei der Umsetzung und Inszenierung der Geschichte geholfen! Den Plan, ihr die Geschichte „von oben herab“ zu erzählen, gab ich bald auf – wir entwickelten die Geschichte bald gemeinsam und suchten zusammen die jeweils nächsten Orte aus. Dass Emil und Nana von den Tieren geheilt werden bzw. nach und nach ihre Hülle bekommen, war die Idee der Tochter. Und sie hat auch das Plastikschloss gebaut. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und war einer der schönsten Mutter-Tochter-Nachmittage, die wir hatten! Wir haben viel gelacht und gemeinsam an etwas gearbeitet – wunderbar!

Zwischen Drachen und Esel bekamen wir richtig Hunger – und haben uns die Brötchen und den Tee aus Nana und Emil II schmecken lassen:

Und wer jetzt immer noch liest, darf sich noch unsere Brotdosen-Historie zu Gemüte führen und wie Nana unser Brotdosen-Problem gelöst hat:

Nachtrag 2: Unsere Brotdosen-Historie

Also, wir brauchen ja immer viele Brotdosen zu Hause. Das große Kind und der Mann benötigen zu Schule und Arbeit immer ein Pausenbrot und Obst, und auch die kleine Tochter nimmt für den wöchentlichen Ausflug mit dem Kindergarten Proviant mit. Ehrlich gesagt hatten wir einen ziemlichen Verschleiß an Brotdosen in den letzten Jahren, weil sooo viele konventionelle Brotdosen total unpraktisch sind oder ganz schnell kaputt gehen. Sie sind oft zu groß oder zu hoch, so dass belegte Brote auseinanderfallen und der Inhalt wild durcheinander purzelt. Und natürlich das Plastik… da weiß man nie, was drin ist. Immer ein ungutes Gefühl. Metall-Dosen mag ich gar nicht, ich habe immer das Gefühl, der Inhalt schmeckt dann nach Eisen (mag irrational sein, hält mich aber davon ab, sowas zu kaufen). Wir haben viele Brotdosen ausprobiert, auch so ganz teure, besondere aus den kleinen Läden in Prenzlauer Berg. Aber die hatten auch meist die für uns viel zu hohe Standard-Größe. Wer bitte tut denn Burger, Dreifach-Sandwiches oder ganze Riesen-Äpfel in Brotdosen für Kinder? Denn dafür scheinen die meisten Lunchboxen höhenmäßig gemacht. Und kaputt gehen sie auch.

Diese Dose hält nur noch mit einem Gummi zusammen, seitdem der Verschluss nach wenigem Gebrauch komplett abgerissen ist

Nana: Die Lösung für unser Brotdosen-Problem

Deswegen waren wir vor zwei Jahren total happy, als wir die „Nana“-Brotdosen von ajaa! bei Hans Natur fanden (siehe hier ein Blogbeitrag, in dem ich die Dose damals schon einmal vorgestellt habe). Die Nana-Dosen sind gerade richtig hoch für unsere normalen belegten Brote, und so richtig super finden wir den verschiebbaren Trennsteg, der Brot von Obst und Gemüseschnitzen trennt. Es gibt Nana in vier schönen Farben – blau, lime, orange und pink. Von denen haben wir dann gleich welche bestellt und waren damit total glücklich. Jetzt hat ajaa! das Design (und wie in der Geschichte den Verschluss) nochmal verbessert, so dass die Dosen richtig stabil sind. Die grüne und die pinke hier vom Beitrag haben wir ganz neu und es ist ein ergonomisches Vergnügen, sie mit einem Druck auf die Oberseite mit einem Klick zu schließen – ohne den Verschluss auch nur anzufassen. Die Nana-Brotboxen sind bei Hans Natur gerade im Sonderangebot (kosten nur € 9,98 statt € 14,90).

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  • Unterstützt die Vermeidung von Plastikmüll

 

 

 

3 Kommentare, RSS

  1. Roswitha 20. März 2018 @ 8:27

    Liebe Maike,

    die Dosen sind gestern angekommen, hatte mich so darauf gefreut:)
    leider war ich etwas enttäuscht über den Verschluss, der für Kinder leider nicht gut zu handhaben ist.
    Die Dose öffnet sich nicht leicht und die Anweisung den Verschluss nicht zu überdehnen
    wird bei kleineren Kindern wahrscheinlich sehr schnell übergangen.
    Die Folge wäre wahrscheinlich, dass der Verschluss schnell kaputt ist und die Freude dahin ist.
    Welche Erfahrungen hast du gemacht?
    Ich habe Hans Natur bereits angeschrieben wie der Ersatz bei einer Reklamation geregelt wird.

    Ganz liebe Grüße nach Berlin, Roswitha

  2. Roswitha 2. April 2018 @ 7:13

    Liebe Maike,

    ich habe die Dosen und Emils an Ostern verschenkt und sie sind sehr gut angekommen!
    Der Verschluß der Nana ist nach mehrmaligem Öffnen auch kein Problem mehr gewesen.

    Schöner Ostermontag dir und deiner Familie,
    liebe Grüße Roswitha

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 2. April 2018 @ 13:59

      Liebe Roswitha, danke!!! Euch auch wundervolle verbleibende Osterstunden! Ich habe gerade gesehen, dass ich die vorige Nachricht übersehen habe. Ich freue mich, dass der Verschluss jetzt funktioniert – man muss zum Schließen nur oben auf die Dose drücken und en Verschluss gar nicht anfassen! Nur zum Öffnen fasst man den Verschluss an. Ich finde, das klappt ganz wunderbar, viel besser als bei der „alten“ Version der Dose.
      Liebe Grüße,
      Maike

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