Quilling-Schneeflocken basteln

Heute zeige ich Euch, wie Ihr diese Quilling-Sterne oder -Schneeflocken bastelt. An kahle Zweige gehängt, zaubern sie Winterstimmung in die Wohnung. So geht’s:

Noch ist es draußen ja karg und winterlich. Auch wenn es in allen Blumenläden schon holländische Gewächshaus-Tulpen zu kaufen gibt: Wir halten uns Anfang Februar mit Blumen noch zurück. In unserer Vase stehen neben kahlen Zweigen nur ein Stiel der blauen Winter-Distel und ein paar grüne Bartnelken. Beide Blumen halten sich wochenlang, sind also fast immergrün und passen darum gut zum Winter.

Aber nur kahle Zweige und etwas Grün ist ja nicht so prickelnd. Also habe ich mich daran gemacht und mal etwas Neues ausprobiert: Quilling-Schneeflocken. Ich finde, sie schmücken unsere Zweige wunderbar winterlich und sorgen aufgrund des kleinen Silbersterns in der Mitte für einen kleinen Hauch Glitzer im Raum.

Die Technik, die ich hier angewendet habe, habe ich letztes Jahr von einer Freundin gelernt und sie heißt „Quilling“. Beim Quilling werden Papierstreifen geformt, gerollt und geklebt. Daraus entstehen ganz filigrane Arbeiten, die ich sehr schön finde.

Sehr hilfreich fürs Quillen ist ein so genannter Quilling-Kamm. Ich empfehle, einen solchen zu besorgen, denn händisch bekommt man die Knicke nicht so regelmäßig hin.

Benötigte Materialien

Die hier beschriebenen Papierstreifen ergeben Sterne, die ca. 10 cm hoch sind. Je nach Breite des Kamms ergeben sich auch größere Sterne.

  • ein möglichst kleiner Quilling-Kamm mit 10-12 Nadeln (gibt es im Bastelbedarf)
  • 16 weiße Papierstreifen à 30 cm x 0,5 cm. Am besten die Streifen selbst aus etwas dickerem Druckerpapier (100 oder 120g-Qualität) mit einer Papierschneidemaschine zuschneiden; mit einer Schere geht es natürlich auch. Im sehr gut sortierten Bastelladen findet man ggf. auch solche schmalen Streifen, die schon zugeschnitten sind. In unserem Bastelladen gab es die nicht.
  • Klebstoff, am besten einer mit ganz feiner Tülle, mit dem man ganz kleine Tropfen bzw. dünne Linien aufbringen kann. Ich empfehle einen schnell trocknenden Holzkleber, der hat mir gute Dienste geleistet
  • dickere Nähnadel
  • silberne Klebesternchen
  • sehr dünner Draht oder Schnur als Aufhängung

Anleitung

Schritt 1: Papierstreifen zusammenkleben

Als erstes klebt Ihr pro Zacke (also 8x) jeweils zwei der Papierstreifen aneinander, so dass lange Streifen à knapp 60 x 0,5 cm entstehen. Achtung, Ihr müsst aufpassen, dass die Streifen wirklich bündig/gerade aneinander geklebt werden. Dabei hilft es, die Streifen an der Klebestelle an ein Lineal zu legen. Die Klebestellen gut festdrücken und trocknen lassen.

Damit es gerade wird, an ein Lineal legen

Schritt 2: Die Streifen falten

Nun nehmt Ihr den Quilling-Kamm zur Hand und legt den ersten Papierstreifen wie abgebildet in den Kamm ein, also links etwa 2-4 mm neben der ersten Nadel überstehend, und rechts bis in den Schlitz zwischen der 5. und 6. Nadel. Zuerst werden die 2-4 mm links sorgsam um die erste Nadel umgeknickt.

An die Knickkante kommt außen ein wenig Klebstoff. Möglichst nur am Knick selbst einen dünnen Streifen Klebstoff auftragen.

Nun wird der Papierstreifen mit etwas „Zug“ um die 5. Nadel herumgewickelt und dann vorn an der 1. Nadel am eben aufgetragenen Klebstoff gut festgedrückt.

Nun wickelt man den Papierstreifen um die 6. Nadel, wieder mit etwas Zug, und bringt vorne an der ersten Nadel wieder Klebstoff auf. Hier am Knick wird das Papier beim Weiterwickeln um die nächste Nadel wieder gut angedrückt. Während man weiterwickelt, kann man mit dem Daumen die Klebestelle an der ersten Zacke immer gut festdrücken.

Immer eine Nadel weiter wickeln und vorne mit Klebstoff befestigen. Tipp: Hier gerne etwas Zeit zum Trocknen lassen, d.h. das Papier jeweils ca. 10 Sekunden festdrücken, je nach Klebstoff. Bei meinem musste man nur ein paar Sekunden drücken, der war wirklich super.

Am Schluss bleibt etwas Papierstreifen übrig. Ihr schneidet ihn so ab, dass Ihr das letzte Stück vorn an der ersten Nadel festkleben könnt und es nicht zu weit übersteht. An dieser Stelle könnt Ihr nochmals festhalten, bis der Kleber gut getrocknet ist.

So sieht es jetzt von oben aus:

Schritt 3: Abziehen und zusammen drücken

Jetzt wird der geklebte Papierstreifen ganz vorsichtig von dem Kamm abgezogen und die Klebestelle nochmal gut festgedrückt.

Dann nehmt Ihr das Gebilde in die Hand und fahrt mit einer dicken Nähnadel oder oder dünnen Häkelnadel zwischen die einzelnen Streifen, damit sie außer ganz vorn nicht zusammen kleben.

Dann wird das Gebilde ganz fest zusammen gedrückt, so dass die Knickkanten ganz scharf werden.

Schritt 4: In Form falten

Jetzt nehmt Ihr das gefaltete Gebilde zwischen Daumen und Zeigefinger und drückt es ganz vorsichtig so zusammen, dass die beiden vormaligen Knickstellen auseinandergedrückt werden und übereinander liegen:

Dies wird nun rechts und links ganz fest gedrückt. Ihr macht das Gebilde nun einige Mal „auf und zu“, legt es also in beiden Richtungen immer wieder übereinander und drückt gut fest, so dass sich eine schöne Rautenform ergibt.

Die erste Zacke ist fertig.

Schritt 5: Zacken 2 bis 8 auf gleiche Weise herstellen

Ihr wiederholt Schritte 1-4 mit den anderen Papierstreifen, so dass Ihr am Schluss 8 Zacken habt.

Schritt 6: Die Zacken zusammenkleben

Jetzt werden die Zacken zusammengeklebt, indem Ihr auf die unteren Kanten neben der Klebestelle außen Klebstoff auftragt und die Zacken vorsichtig zusammendrückt. Trocknen lassen.

Schritt 7: Perfektionieren

Nun könnt Ihr nochmal wie in Schritt 3 mit der Nadel zwischen die einzelnen Papierstreifen fahren, damit sie nicht zusammenkleben. So bringt Ihr die Schneeflocke nochmal schön in Form.

Schritt 8: Glitzer!

Als letztes klebt Ihr in die Mitte ein kleines Silbersternchen. Bei uns blitzen die immer ein wenig im Licht und sorgen auf dem doch eher kargen, winterlichen Tisch für ein wenig Glanz.

Ganz zum Schluss noch eine Schnur oder einen dünnen Draht als Aufhängung oben durch eine der Zacken fädeln.

Viel Spaß beim Quillen!

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