Spendenaufruf: Alte Nähmaschinen für Kinderheim in Simbabwe gesucht

Hans Natur engagiert sich schon seit einigen Jahren für Kinderheime in Simbabwe. Kunden und Mitarbeiter spenden seit Jahren Kleidung und andere hilfreiche Dinge an die Waisen. Hans Natur hat die Spenden jeweils koordiniert, verpackt und verschickt. Dieses Jahr gibt es aus Simbabwe einen ganz besonderen Wunsch: alte Nähmaschinen.

Es ist eine Geschichte wie aus dem Bilderbuch, und dabei fing sie ganz unaufgeregt an, und zwar mit Helga Bewernick aus Süderbrarup.

Im Herbst 2010 klopfte Frau Bewernick bei ihrem Nachbarn Herrn Hans, dem Inhaber von Hans Natur,  an die Tür und bat ihn wie schon einige Male zuvor um gut erhaltene Rückläufer aus dem Bereich Baby- und Kindermode, Musterstücke und andere sinnvolle Textilien für verwaiste Kinder in Simbabwe. Helga Bewernick hatte vor Jahren das Ehepaar Georg und Lidwina Wiedenhofer aus dem bayrischen Eschenbach kennengelernt, die direkten Kontakt zu einer von deutschen Nonnen betriebenen Missionsstation in Simbabwes Hauptstadt Harare pflegen. Dieser direkte Kontakte ist ihr Garant dafür, dass Spenden auch wirklich dort ankommen, wo sie benötigt werden.

Simbabwe-Final-1

Der direkte Kontakt zu der Missionsstation in Harare  war der Beginn von einigen überwältigenden Spendenaktionen von Hans Natur. Besonders die erste Aktion 2010 war spektakulär: Nach einem Aufruf im Kunden-Newsletter spendeten die Kunden von Hans Natur mehr als 500 Pakete mit hochwertiger Kinderkleidung und Spielzeug, und oft waren rührende Briefe dabei. Das Team von Hans Natur musste die Ärmel hochkrempeln und in der Freizeit die Spenden sichten, sortieren und für den Weiterversand in Normkartons umschichten. Schließlich packte der ganze Ort mit an: Die örtlichen Supermärkte spendeten Verpackungsmaterial, der Bahnhof Süderbrarup, der die Räumlichkeiten für die Lagerung der Pakete zur Verfügung gestellt hatte, drückte angesichts der großen Paket-Menge alle Augen zu, und für die zollfreie Einführung spendete das Katholische Pfarramt St. Wendelin in Demmingen ein Free Gift-Certificate. Die Gelder dafür wurden durch liebevolle Handarbeiten auf Basaren zusammentragen. Und noch mehr rührige Helfer trugen ihren Teil bei.

Die fleißigen Mitarbeiter bei Hans Natur sichten und ordnen die Spenden

Anfang März 2011 war es geschafft: die Paletten mit den Kartons standen fertig für den Transport nach Simbabwe. Insgesamt waren es 6 mannshohe Türme zu je 1.000 kg! Dank der Normkartons konnten die Spenden vor Ort in Harare von vielen weiteren fleißigen Helfern an die verschiedenen Waisenhäuser verteilt werden.

Seit 2010 hat Hans Natur immer wieder über Helga Bewernick Hilfreiches an die Missionsstation in Harare gespendet.

2015:  Simbabwe ist eines der ärmsten Länder der Welt

Simbabwe gilt als eines der ärmsten Länder der Welt: Das einst starke Bevölkerungswachstum ist seit der Jahrtausendwende praktisch zum Stillstand gekommen. Dies hat seinen Grund in den extremen wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes unter Diktator Mugabe – und der Aids-Epidemie. Simbabwe ist eines der Länder mit der weltweit höchsten HIV-Infektionsrate – zwischen 24 und 35 Prozent der 12,7 Millionen Einwohner sind HIV-positiv. Innerhalb eines Jahrzehntes ist die Lebenserwartung von 55 auf 44 Jahre zurückgegangen und erreicht 2010 den zweitniedrigsten Stand weltweit. Ebenfalls 2010 landet Simbabwe auf dem letzten Platz des Human Development Index und gehört damit zu den ärmsten Ländern der Welt. Da vor allem die 20-40-Jährigen von HIV-Infektion und Aids betroffen sind, sind gewachsene Bevölkerungs- und Altersstrukturen aus dem Gleichgewicht geraten. Fast 80% aller mit HIV infizierten Jugendlichen sind Frauen. Eine neue soziale Randgruppe sind die sogenannten AIDS-Waisen, deren Zahl bei etwa 1,6 Millionen liegt. (Quelle: Wikipedia).

Die AIDS-Waisenkinder bei Harare stellen sich für die Spendenausgabe an

Perspektive für die älteren Waisenkinder: Eine Nähschule

Einige der Waisenkinder von 2010, die sich schon über die erste Spenden gefreut haben, sind nun Teenager und haben die Schule beendet. Die Nonnen der Missionsstation möchten aber auch diesen älteren Kindern weiterhin eine Perspektive bieten. Die rührigen Nonnen planen die Einrichtung einer Nähwerkstatt, wo die älteren Kinder Nähen und Schneidern lernen können.

Um diese Werkstatt und Nähschule einzurichten zu können, benötigen die Nonnen natürlich dringend Nähmaschinen. Jedoch können sie keine Nähmaschinen gebrauchen, die mit Strom betrieben werden, weil die Stromversorgung auf dem Land in Simbabwe zu unsicher und unverlässlich ist.

Herr Hans hat seine Kontakte zu Textilfirmen weltweit genutzt und recherchiert, ob es Händler gibt, die heute noch Nähmaschinen ohne Stromantrieb herstellen. Tatsächlich fand er einen Hersteller, jedoch stellte sich der sichere Transport als unmöglich heraus.

2015: Alte Nähmaschinen mit Hand- oder Fußantrieb gesucht

Aufgrund dieses akuten Bedürfnisses in der Missionsstation startet Hans Natur dieses Jahr eine neue Hilfsaktion. Hier unser Aufruf:

Wer hat noch eine alte, hand- oder fußbetriebene Nähmaschine im Schuppen, Keller oder bei Oma stehen? Genau diese alten Geräte werden in Simbabwe dringend benötigt.

Wer eine solche Nähmaschine erübrigen kann, schreibe bitte zur Klärung der Transport- und Versandmöglichkeiten eine e-mail an Hans Natur – bitte mit Angabe, wo die Maschine steht. Es ist der Plan, die gespendeten Nähmaschinen in München zu sammeln und sie von dort aus als große Lieferung weiter zu verschicken.

Kontakt für die Spende einer Nähmaschine mit Hand- oder Fußantrieb:

Bitte schreiben Sie an simbabwe@hans-natur.de

Bitte geben Sie in der Mail an, wo die Nähmaschine steht (PLZ/Ort).

Unser Team setzt sich dann persönlich mit Ihnen in Verbindung, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Vielen herzlichen Dank im Voraus, wenn Sie diese Aktion unterstützen möchten!

Bitte teilt diesen Beitrag, z.B. auf Facebook, damit viele Maschinen zusammen kommen!

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