Unbekanntes Herbstlied: Herbst ist da

Heute stelle ich Euch ein unbekanntes, aber zauberhaftes Herbstlied vor. Wir haben zu dem Lied eine schöne Geschichte: 

Zu Unrecht unbekannt

Dieses wunderschöne Herbstlied ist völlig zu Unrecht unbekannt. Melodie und Text sind großartig; die zarte, aber nicht düstere Moll-Melodie spiegelt die leicht melancholische Herbst-Stimmung wider wie kaum ein anderes herbstliches Lied.

Hier findet Ihr eine schöne Version auf Youtube. um die Melodie kennen zu lernen.

Meine Tochter als Botschafterin für das Lied

Ich habe das Lied durch den Kinderchor der großen Tochter kennen gelernt. Dort stand es vor drei Jahren auf dem Programm für einen kleinen Auftritt zu Erntedank. Die Tochter sang das Lied auch ab und zu zu Hause, und ich freute mich jedes Mal und sang nach und nach mit. Dann geriet das Lied langsam in Vergessenheit – aber nur bei uns zu Hause.

Denn eines Tages gewöhnte ich die kleine Tochter im Kindergarten ein, den die große Tochter bis kurz zuvor besucht hatte. Plötzlich wurde von der Kindergärtnerin dieses schöne Lied angestimmt, und ich geriet in Verzückung, es mal wieder zu hören. Ich sprach die Kindergärtnerin darauf an, und da sagte sie: „Ach ja, das Lied! Na, das haben wir doch von deiner Tochter gelernt! Sie sang es einmal vor sich hin und wir fanden es so schön, da haben wir es uns von ihr beibringen lassen. Und nun gehört es zu unserem Herbstlied-Repertoire!“

Ein Lied zur Vergänglichkeit der Zeit

Das Lied eignet sich aufgrund der Vergänglichkeits-Thematik auch, um es an Halloween oder Allerheiligen/Allerseelen zu singen. Bei uns wird es an diesem Tag ganz sicher angestimmt werden.

Das Lied ist laut Wikipedia ein englisches Volkslied aus dem 16. Jahrhundert mit dem Originaltitel „Under the Harvest Moon“ („Unter dem Erntemond“). Es gibt mehrere Übersetzungen ins Deutsche; die bekannteste stammt von Hannes Kraft (1909–1983).

Ich habe ein wenig nach verschiedenen Texten recherchiert und stelle Euch hier die schönsten Strophen vor, die ich gefunden habe:

Herbst ist da, der Sommer verging,
Kühler die Winde wehn.
Hinter den Wäldern, über den Feldern
Glänzet der Mond so schön.

Herbst ist da, so singt Euer Lied,
Mag auch der Sommer vergehn.
Heller die Sterne, näher die Ferne,
Glänzet der Mond so schön.

Herbst ist da, bald ruhet das Land,
Vögel gen Süden ziehn.
Leer sind die Felder, stiller die Wälder,
Wolken am Himmel fliehn.

Herbst ist da, bald ruhet das Land,
Sommerlich Lied verklingt.
Will nichts mehr fragen, will nichts mehr sagen
Nebel sein Spiel beginnt.

Herbst ist da, es erntet die Zeit,
Alles, was reif ist, fällt
Lautloses Fallen, Fallen in Allem
Was da noch fest sich hält.

Herbst ist da, der Sommer ging hin,
Kühler die Winde wehn,
Heller die Sterne, näher die Ferne,
Glänzet der Mond so schön.

Viel Freude mit diesem schönen Lied!

 

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3 Kommentare, RSS

  1. Avatar

    Roswitha 27. Oktober 2017 @ 9:14

    Liebe Maike,

    schön deine Geschichte!

    du hattest doch vor kurzem bei einem Blogbeitrag das schöne Herbstlied verlinkt.
    Mir hatte es so gut gefallen, dass ich es auswendig gelernt habe, die Strophen
    waren etwas anders, hier nochmal eine weitere „Herausforderung“ für mich mit dem neuen aber sehr schönen Text.
    Übrigens das Gedicht von Friedrich Nietzsche „Der Herbst“ ebenso:)
    Dankeschön!

    Liebe Grüße und eine schöne Halloween-Feier!

  2. Avatar

    Sandra 29. Oktober 2017 @ 18:01

    Ein schönes Lied, das werde ich mir mal ausdrucken 😉

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 30. Oktober 2017 @ 17:23

      ja, nicht wahr?

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