Unser Adventskalender: Eine Spiellandschaft ohne Geschenke

Unser Adventskalender kommt ohne Geschenklein aus und ist eigentlich eine Spiellandschaft. Er vermittelt den Kindern spielerisch, wahrhaftig und direkt die Weihnachtsbotschaft. Zum Nachmachen empfohlen!

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Maria, Josef und der Esel machen sich auf den Weg

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Jeden Tag rücken Maria und Josef ein Stück vor, und Sternchen am Himmel kommen hinzu

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Weitere Figuren wie dieser Zwerg, Hirten, Schafe und Edelsteine kommen nach und nach hinzu

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An Heiligabend sind Maria, Josef und der Esel an der Krippe angekommen. Auch der Engel und die Hirten sind jetzt vollständig.

Uns ist es wichtig, die Adventszeit sinnlich und sinnig zu begehen. Hinter dem Adventskalender steckt ja die Idee, die Wartezeit bis Heiligabend zu verkürzen und die Zeit für Kinder sichtbar zu machen. Der Adventskalender steht im übertragenen Sinn aber auch für das wachsende Licht in der Dunkelheit, das Wachsen des “Christus” in Marias Leib, oder auch: das Herannahen des Guten, Lieben und Schönen in einer kalten, hässlichen, bösen Welt. Eben die Weihnachtsbotschaft.

Ich bin kein Fan von unnützem Konsum und finde, dass kleine Kinder unter 8 Jahren vor Weihnachten nicht jeden Tag ein kleines Geschenk bekommen müssen. Aufgrund all dieser Gedanken gefällt mir die Idee unseres Adventskalenders so gut, die ich in Christel Dhoms unübertrefflichen Weihnachts-Buch gefunden habe. Wir praktizieren diesen Adventskalender nun schon seit einigen Jahren.

Die Idee

Dieser Adventskalender ist eine mit den Kindern zusammen gestaltete Spiellandschaft, die die Gegend um Bethlehem darstellt. Die schwangere Maria, Josef und der Esel, zum Beispiel diese wundervollen Ostheimer-Figuren, gehen in dieser Landschaft ihren Weg zur Krippe: Jeden Tag werden sie von den Kindern ein Stückchen weiter gerückt. Wir legen dazu einen Weg aus 24 Steinen:

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Weg aus 24 Steinen

Den Himmel bilden ein, zwei Spieltücher (hier hat Hans Natur ja gerade neue GOTS-zertifizierte Tücher in wundervollen Farben im Sortiment, die etwas größer als die sonst handelsüblichen und äußerst stabil sind).

Im Laufe der Adventszeit bevölkert sich die Landschaft langsam: Hirten und Schafe kommen hinzu, oder andere Tiere. Vielleicht zieht der Ochs erst am vierten Advent in den Stall ein?

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An Heiligabend sind die Figuren vor der Krippe angekommen. Bei den Hirten erscheint der Engel (hier der unübertroffene Ostheimer-Engel), und in der Krippe liegt nun das Jesuskind:

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Am Horizont kann jeden Tag ein Sternchen mehr erscheinen, und wer will, kann den Weg mit 24 Teelichten säumen, die nach und nach entzündet werden, so dass es jeden Tag ein wenig heller wird. Dafür bedarf es aber relativ viel Platz.

Meine Kinder waren immer fasziniert von diesem Adventskalender, und sie freuen sich jeden Morgen darauf, die Figuren weiter zu rücken und zu entdecken, ob etwas in der Landschaft hinzugekommen ist. Abwechselnd dürfen sie die Sternchen aufkleben und die Kerze neben Maria, Josef und dem Esel anzünden. Während die Kerze entzündet wird, singen wir immer eine kleine Weise, die in der Waldorf-Welt altbekannt ist:

Über Sterne, über Sonnen
leise geht Mariens Schritt.
Lauter Gold und lichte Wonnen,
nimmt sie für ihr Kindlein mit.
Wenn Maria heilig schreitet,
von der Sterne Chor geschaut,
wird von ihrer Hand bereitet,
was zur Weihnacht niedertaut.

Ruft die Sonne auf zu weben
für das Kind ein lichtes Kleid,
bittet dann den Mond zu geben,
ihrem Kindlein Glück und Freud’.

Alle Sternlein spannt sie singend,
an den großen Wagen an.
Ziehet durch den Himmel klingend,
kommt so auf der Erde an.

(“Über Sterne, über Sonnen” von Karl Schubert; hier für die Melodie ein Link zu Youtube)

Wie findet Ihr diese Idee für einen interaktiven Adventskalender?

Ich freue mich über Eure Kommentare!

 

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8 Kommentare, RSS

  1. Avatar

    Andrea 20. November 2016 @ 20:09

    Eine wunderbare Idee, Danke dafür und eine besinnliche Adventszeit!

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 21. November 2016 @ 7:59

      Liebe Andrea, danke!

  2. Avatar

    Julia 9. Dezember 2016 @ 10:26

    Wirklich schön!
    Dieses Jahr haben wir anstelle des Adventskranzes eine Adventsspirale gebastelt. Die steht nun auf unserem Esstisch und jeden Morgen kommt ein neues Teelicht dazu. Es ist unglaublich wie schön es mit anzusehen ist, dass es den Raum immer heller werden lässt. Und unser 4jähriger der gerade ganz zahlenbeheifzerz ist, zählt jeden Morgen die Kerzen ab und weiß immer ganz genau der wie viele Dezember es gerade ist.

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 9. Dezember 2016 @ 14:12

      Ja, das ist auch etwas sehr Schönes, so eine Adventsspirale! Wir haben leider nicht den Platz dafür. Bei uns gibt es aber einen Teelicht-Weg auf der langen Fensterbank.

  3. Avatar

    Mariana 24. Dezember 2016 @ 0:26

    Das ist ganz wunderbar, das möchte ich unbedingt nächstes Jahr versuchen! Ich habe dieses Jahr eine Adventsspirale aus Salzteig gemacht, in der waren 24 Dellen für 24 Steine. Die Spirale hatte ich auf Pinterest gesehen. Leider war meine zu dünn und ist schon nach kurzer Zeit in viele Stücke zerbrochen! Aber meine Kinder sind noch klein (3 und 1) und lassen mir Zeit, zu unseren Weihnachtsritualen zu finden. Danke für die schöne Inspiration!

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 25. Dezember 2016 @ 12:47

      Danke, Mariana! Man kann sich bei der Gestaltung alles Mögliche einfallen lassen. Dieses Jahr ging es bei uns die lange Fensterbank entlang, auf Moos, und es gab auch 24 Teelichter. Euch noch schöne Feiertage!

  4. Avatar

    Sabine Eggert 5. Dezember 2018 @ 9:49

    Das ist eine wunderschöne Idee!!! Die süßen Kleinen (weshalb wir ja auch soooo schöne Ideen haben) werden in der Vorweihnachtszeit mit so viel Süßigkeiten “vollgestopft” – das muss doch nicht sein!!!!! Ganz tolle Idee!!!

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 5. Dezember 2018 @ 12:53

      Liebe Sabine, vielen Dank. Ja, wir finden es auch wunderschön. <3 Lieber Gruß an Dich!

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