Warum Du nur schadstofffreie Babykleidung kaufen solltest, wenn Dir die Gesundheit Deines Babys am Herzen liegt

Die weiche, noch durchlässige Babyhaut ist Schadstoffen noch hilflos ausgesetzt – sie ist nicht so widerstandsfähig wie die Haut von älteren Kindern und Erwachsenen. Deswegen solltet Ihr unbedingt folgende Tipps und Infos beherzigen:

Pestizide, Schwermetalle, Weichmacher und Formaldehyde: all diese Chemikalien können sich mit hohen Werten in Baby- und Kinderkleidung befinden. Und zwar sowohl in Waren vom Discounter als auch in der Kleidung von teuren Marken.

Es geht auch ohne Schadstoffe

Leider ist die Produktion für viele Kleidungs-Hersteller und -Händler mit Gift kostengünstig und damit attraktiv, denn der Profit steht für diese absolut im Vordergrund. Der verantwortungsbewusste Umgang mit der Gesundheit der Kinder, mit unserer Umwelt und mit den Bedürfnissen der Angestellten ist leider oft wenig relevant. Wegen dieser Werte ist es so wichtig, dass Ihr bei Euren Kaufentscheidungen größten Wert auf Herkunft, Herstellungsweise, Umweltstandards, Nachhaltigkeit und soziale Bedingungen für alle Beteiligten legt. So wie Hans Natur das tut.

Warum Chemikalien in Babykleidung so gefährlich sind

Babyhaut ist bis zu zehnmal dünner als die von Erwachsenen. Auch ist das Immunsystem von Babys noch nicht voll entwickelt; es befindet sich noch im Aufbau. Deswegen kann das Baby die oft in Kleidung enthaltenen Chemikalien noch nicht mit den körpereigenen Abwehrstoffen bekämpfen.

Oft rufen die Schadstoffe in Babykleidung dann allergische Reaktionen hervor. Aber auch weitaus schlimmere gesundheitliche Schäden können die Folge sein: Greenpeace testete kürzlich die Schadstoffe in den Kinderklamotten der einschlägigen Discounter und fand darin krebserregende, leberschädigende und allergieauslösende Chemikalien mit viel zu hohen Werten.

Schadstofffrei gekleidet mit süßen Kleidern von frugi (aktuell im Sonderangebot bei Hans Natur)

Niedrige Preise, niedrige Standards

Hinzu kommt, dass durch die achtlose Herstellung von Kleidung unter Verwendung von Chemikalien die Umwelt stark belastet, wenn nicht gar zerstört wird. Auch wenn die ökologischen Risiken bequemerweise leider oft auf die Billiglohn-Länder wie China, Indien, Marokko oder auch Rumänien und Türkei abgewälzt werden: Die Umwelt dieser Weltregionen sollte uns doch genau so am Herzen liegen wie die in Mitteleuropa. Ebenso wie die schlechten Arbeitnehmer-Rechte in den Billiglohn-Ländern, die Käufer billiger Kleidung offenbar gern in Kauf nehmen.

Deswegen solltest Du folgende acht Punkte hinsichtlich Baby- und Kinderkleidung unbedingt beachten:

1. Nur zweifelsfrei zertifizierte Babykleidung neu kaufen

Achte unbedingt auf gute Zertifikate. Akzeptable Babykleidung trägt mindestens das Ökotex-Siegel für Babyartikel (Standard 100), das jedoch die sozialen und Umwelt-Bedingungen bei der Herstellung nicht mit einschließt. Eindeutig besser sind die Qualitätssiegel GOTS (Global Organic Textile Standard) und IVN Best (Best-Siegel des Internationalen Verbandes der Naturtextilwirtschaft). GOTS und IVN Best sind die weltweit strengsten Textilsiegel: sie stellen die ökologische, soziale und gesundheitliche Unschädlichkeit über die gesamte Produktions- und Lieferkette der Produkte sicher. Viele Produkte bei Hans Natur tragen diese Qualitätssiegel.

GOTS-Siegel

IVN Best – Naturtextil-Siegel

Bei Hans Natur kann man, wenn man auf der Startseite runterscrollt, unter „Siegel und Kennzeichen unserer Produkte / Auszeichnungen“ das gesamte Angebot nach Siegeln wie GOTS oder IVN Best filtern. Danach kann man wie gewohnt links die gewünschten Produktgruppen wie z.B. Bodies, Unterwäsche oder Hosen auswählen.

Auf dieser informativen Seite findet man eine gute Zusammenfassung über die Eigenschaften der verschiedenen Textilsiegel.

2. Nur in Läden kaufen, die Wert auf Schadstoffreiheit in der Kleidung für Babys legen

Kaufe nicht auf dem Billigmarkt oder in Billigläden, nicht in Discountern und auch nicht in den günstigen bekannten Handelsketten, es sei denn, die dort angebotene Ware trägt die oben genannten Textilsiegel. Kaufe lieber etwas weniger, dafür hochwertige Kleidung bei ökologisch und gesundheitlich verantwortungsbewussten Händlern wie z.B. Hans Natur. Denn schadstofffreie Babykleidung lässt sich leider nicht zu Billigpreisen produzieren.

Oder:

3. Secondhand kaufen (oder gute Kleidung selbst wieder verkaufen)

Gebrauchte Kleidung hat meist mehrere Waschgänge hinter sich, so dass die meisten schädlichen Stoffe schon rausgewaschen wurden. Auch mit diesem einfachen Grundsatz schützt man das Baby vor Gift in der Kleidung. Wer neue Kleidung bevorzugt, kann die gebrauchte Kleidung selbst weiter verkaufen – so kommt man günstig weg. Auf Plattformen wie Ebay oder Mamikreisel wird man hochwertige Kleidung oft zu erstaunlich hohen Preisen los. Ich habe für ca. 10 Stück hochwertige Bio-Babykleidung von Disana & Co. auf eBay mal 220 Euro erzielt!)

4. Nicht-zertifizierte Kleidung mehrmals waschen

Wenn doch Kleidung in Euren Besitz gekommen ist, deren Beschaffenheit nicht zweifelsfrei feststeht, dann wasche sie mindestens zwei- bis dreimal, bevor Du sie dem Kind anziehst. Durch das Waschen im normalen Waschgang (nicht im Wasserspar-Modus!) werden die meisten löslichen Schadstoffe herausgespült, bevor sie mit der Haut in Kontakt gelangen.

Auch beim Waschmittel sollte man darauf achten, dass es keine schädlichen Stoffe enthält, besonders, wenn einer oder mehrere Familienmitglieder zu Allegien neigen.. Viele konventionelle Waschmittel sind auch nicht ganz „ohne“. (Danke, Leserin Franziska, für den Hinweis!)

5. Keine Kleidung ungewaschen anziehen, die „chemisch“ riecht

Wenn Kleidung auch nur ein klein wenig „chemisch“ riecht, sortiere sie direkt aus oder wasche sie mehrere Male, bevor Du sie dem Kind anziehst (siehe Punkt 4).

6. Farbneutrale Kleidung bevorzugen, auffällige Aufdrucke vermeiden

Wenn schon unzertifizierte Kleidung, dann achte darauf, dass die Klamöttchen nicht zu bunt sind. Denn Farben und bunte Aufdrucke enthalten gern giftige zinnorganische Verbindungen, die Allergien auslösen können, oder PVC, PVDC und chlorierte Kunststoffe. Gerade plastisch hervorgehobene Aufdrucke werden oft mit Weichmachern (Phthalaten) behandelt. Und auch hier gilt wieder: Vorher mehrfach waschen!

7. Die Hinweise auf den Etiketten beachten

Auf manchen Textil-Etiketten liest man Hinweise wie „bügelfrei“, „separat waschen“, „mit ähnlichen Farben waschen“, „antibakteriell“, „knitterarm“ oder „vor dem Tragen waschen“. Hier ist Vorsicht geboten! Solche Hinweise sind Anzeichen dafür, dass die Kleidung giftige Chemikalien enthält. In einem solchen Fall: Finger weg oder mindestens mehrfach vor dem Anziehen waschen!

8. Im Zweifelsfall vor dem Anziehen Auskunft über enthaltene Schadstoffe einholen

Die REACH-Verordnung der Europäischen Union stellt sicher, dass Handel, Verwertung und Produktion mit giftigen Chemikalien in der EU nachvollziehbar bleibt. Hersteller von Produkten jeglicher Art haben eine Auskunftspflicht gegenüber dem Kunden über die Menge an chemischen Stoffen in seinen Produkten.

Auf der Website des Umweltbundesamtes kann man eine Verbraucheranfrage einreichen, wenn man über Artikelnummer oder Strichcode des gekauften Kleidungsstückes verfügt. Binnen 45 Tagen ist der Hersteller dann verpflichtet, Auskunft über die Menge an Schadstoffen zu erteilen, die sein Produkt enthält bzw. über dessen Unbedenklichkeit nach REACH zu informieren.

Fazit

Vorsicht bei sehr bunter, dunkler, dick bedruckter und/oder chemisch riechender Babykleidung ohne hochwertiges Textilsiegel! Bedenkliche Produkte vor dem Anziehen unbedingt mehrfach waschen, imprägnierte Kleidung mehrere Tage lüften. Besser bei Händlern kaufen, die Wert auf gute gesundheitliche Eigenschaften der Produkte und auf ökologische und soziale Bedingungen bei der Herstellung legen. Zum Beispiel bei Hans Natur.

Hand aufs Herz: Kauft Ihr manchmal noch Kleidung bei Discountern oder in Billigläden?

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