Wie du deine Wollkleidung richtig wäschst und pflegst

Eingelaufener Schlafsack

Pflegen und Waschen von Wollkleidung? Ganz einfach!

Du liebst deine Wollkleidung und möchtest lange Freude daran haben? Wir haben für dich zusammengefasst, wie du deine Wollsachen wäschst, pflegst und hegst und was es zu beachten gilt, damit deine  Wollkleidung aus Naturfasern schön und kuschelig bleibt.

Wolle ist eine Naturfaser mit ganz hervorragenden Eigenschaften. Sie ist eine natürliche Funktionsfaser.  Schurwolle kann von vielerlei Tieren stammen, zum Beispiel vom Merinoschaf, vom Alpaka oder von der Ziege.  Je feiner die Wolle, umso anschmiegsamer und weicher ist das Textil. Lege Wert darauf, dass du Produkte aus Schurwolle (kbT) kaufst, um sicherzustellen, dass die Wolle aus artgerechter Tierhaltung stammt.

Immer wieder erreichen uns Anfragen unserer Kunden, wie genau sie nun ihre Wollkleidung waschen sollen und leider auch Retourensendungen, in denen klitzekleine, verwaschene und verfilzte Wollpullover, Leggings und Co an uns zurück gesendet werden. Dabei ist es wirklich einfach, seine Wollkleidung richtig zu waschen.  Setze dabei auf Wasch-und Pflegemittel mit passendem pH-Wert, die frei sind von chemischen Duft- und Konservierungsstoffen und sich speziell für Bio-Wollprodukte eignen.

Eine kleine Materialkunde

Kleidung aus Bio-Schurwolle (kbT) ist etwas Besonderes, denn diese ist absolut pflegeleicht und nahezu das ganze Jahr zu verwenden. Kindermode aus Bio-Merinowolle (kbT), kühlt bei warmen Temperaturen und wärmt im Winter. Überschüssige Hitze gibt die Naturfasern nach außen ab. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass unsere Wollprodukte über hohe Selbstreinigungskräfte verfügen. Dies macht ein Waschen häufig unnötig. An der Wollfaser haben es Schmutz und unangenehme Gerüche schwer, daran haften zu bleiben. Ist die Wollkleidung verschmutzt, kannst du das Kleidungsstück ausklopfen und über Nacht lüften.

Wollfasern

Wie wasche ich meine Wollkleidung nun richtig?

  • Schließe alle Knöpfe, Häkchen oder Reißverschlüsse
  • Am besten wäschst du deine Wollprodukte im Waschbecken
  • Das Wasser sollte handwarm sein. Achtung! Das sind lediglich 30° C
  • Wenn vorhanden, überprüfe die Wassertemperatur mit einem Badethermometer
  • Gib dein Wollwaschmittel ins Wasser und halte dich bitte an die Dosierungsanleitung
  • Verteile das Waschmittel im Wasser und tunke dann vorsichtig deine Kleidung ein
  • Ziehe die Kleidung sanft durchs Wasser, maximal 2 Minuten
  • Lasse das Waschwasser abfließen und spüle dein Kleidungsstück vorsichtig aus
  • Für das Ausspülen bitte die gleiche Temperatur wie beim Waschen wählen
  • Lege das Kleidungstück auf ein Frotteehandtuch und drücke es ganz vorsichtig etwas  aus
  • Du kannst die Kleidung nun sanft in Form ziehen
  • Bitte kein Trocknen auf dem Heizkörper oder in der prallen Sonne
  • Zum Trocknen die Kleidung nicht aufhängen, nur liegend trocknen
  • Fertig!
  • Extra-Tipp: Schurwollfasern verlieren mit der Zeit immer mehr von ihrer natürlichen Lanolinschicht. Dies kann die Fasern brüchig machen. Abhilfe schafft unsere Lanolinkur, die äußerst ergiebig ist und Wollkleidung verlässlich pflegt.
Wollpullover

Und wenn der Fleckenteufel zuschlägt?

Wir haben die bewährte Gallseife im HANS NATUR Sortiment, die du für hartnäckige Flecken beim Waschen nutzen kannst. Bitte probiere die Gallseife erst an unauffälliger Stelle aus, denn es ist möglich, dass die Gallseife auch ein wenig die Farbe heraus wäscht. Feuchte den Fleck vor dem Waschen leicht an und streiche mit dem Finger ein wenig Gallseife auf die Fleckenstelle. Jetzt kannst du den Wollartikel wie beschrieben waschen.

Die gefräßige Kleidermotte

Kleidermotten haben einen guten Geschmack. Sie verschmähen Kunstfasern und haben Naturfasern zum Fressen gern. Um deine Wollkleidung zu schützen, kannst du in deinen Schränken und Schubladen Zedernholz und/oder Lavendelbeutelchen platzieren und deine Kleidungsstücke in Kleidungssäcken unterbringen. Leider genügt es nicht, die Wollmode in Papier einzuschlagen oder in Kartonagen aufzubewahren, da sich die Motten einfach hindurch fressen.

Das leidige Pilling

Das Knötchenbilden bei Wollkleidung ist ein natürlicher Vorgang, der meistens dort  entsteht, wo vermehrt Reibung herrscht (zum Beispiel zwischen Innenarm und Taille). Unsere bio-zertifizierte Kleidung ist selbstverständlich nicht chemisch ausgerüstet,  sodass überschüssige Spitzen der Fasern verhaken und dabei kleine Knötchen bilden. Wenn du Wollartikel dein Eigen nennst, die überhaupt nicht „pillen“, kannst du davon ausgehen, dass deine Kleidung mit künstlichen Harzen behandelt worden ist.

Den unliebsamen Knötchen kannst du einfach zu Leibe rücken und zwar mit einem trockenem Nassrasierer. Lege deine Kleidung auf den Tisch, spanne sie ein wenig und gleite mit dem Rasierer über die betroffenen Stellen.

Wollknäuel

Heißt zusammenfassend was?

Wasche deine schöne Wollkleidung  so selten wie möglich. Das ist auch durchaus machbar, da Wolle, ganz gleich ob vom Schaf, vom Alpaka oder von der Ziege über hohe Selbstreinigungskräfte verfügt. Lüfte deine Wollkleidung – alle unangenehmen Gerüche werden verschwinden. Halte dich an die Waschanleitung – deine Wollsachen werden es dir danken. Hartnäckigen Flecken kannst du mit Gallseife den Garaus machen. Pflege Deine Wollprodukte ab und zu und lasse ihnen eine Wollkur angedeihen. Verzichte darauf deine Wollartikel zu bügeln. Gepflegte Wollkleidung ist weich und knitterfrei.  Du möchtest keine Kleidermotten als Untermieter in deinem Schrank? Dann setzte auf eine natürliche Mottenabwehr wie Zedernholz oder Lavendelsäckchen.  Und zu guter Letzt: Pilling, also Knötchenbildung der Fasern, ist ganz normal, doch du kannst die Knoten mit einem Nassrasierer sanft entfernen und dein liebstes Kleidungsstück sieht danach wieder schmuck aus.

Wir wünschen dir ganz viel Freude mit deinen Wollartikeln.

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