Wie ich meine Kinder zum Lachen bringe (Vier Ideen)

Ich liebe es, wenn meine Kinder sich ausschütten vor Lachen. Wie mir das sicher gelingt, verrate ich Euch heute:

Bald fängt ja die närrische Zeit an. Seit Urzeiten feiern die Menschen um diese Jahreszeit ausgelassen das Ende des Winters und das Herannahen des Frühlings (im Blogbeitrag vom 2. Februar könnt Ihr lesen, was die keltische Mythologie mit der verrückten Faschingszeit zu tun hat).

Vielleicht habt Ihr ja auch Lust, Eure Kinder mal ganz närrisch zum Lachen zu bringen. Und vielleicht  klappt das ja wie bei uns mit folgenden Ideen:

1. Stinkefüße beim Schaukeln

Ihr braucht nur eine Schaukel. Setzt Euer Kind darauf und gebt ihm ordentlich Schwung. Stellt Euch vor die Schaukel, so dass die Füße des Kindes nahe an Euer Gesicht heranreichen, wenn es vorschaukelt. Jedesmal, wenn die Füße Eurem Gesicht nahe kommen, ruft Ihr gespielt angeekelt:”Igitt, Stinkefuß! Bist Du in Hundekaka getreten?! Wääh! Pfui!” oder ähnliches.
Hört sich nicht so lustig an? Tja, probiert es mal aus. Meine Kinder lachen sich darüber fast tot, und das immer wieder, seit Jahren. Schon als Zweijährige hat meine Tochter sich darüber schlappgelacht. Jetzt ist sie sieben und lacht immer noch darüber. Ich bin ein wenig überrascht – aber die Stinkefüße beim Schaukeln sind unser Lach-Knaller.

2. Bücher mit Ersatzworten vorlesen

Wir lesen viel vor. Manchmal ist es mir langweilig, zum hundersten Mal “Conni und der Wackelzahn” vorzulesen. Irgendwann habe ich mich aus Müdigkeit oder Langeweile mal versprochen und statt einem dort abgedruckten ein anderes Wort vorgelesen, wodurch ein komischer Effekt entstand. Daraufhin haben wir das ganze Buch mit dem Ersatzwort vorgelesen und die Kinder haben sich fast totgekichert – und ich auch! Es kommt natürlich darauf an, welche Wörter man durch welche ersetzt; da muss man ein bisschen kreativ sein und mal das eine oder andere ausprobieren. Mein heißester Tipp: Im oben genannten Buch (gibt’s auch billig als Pixi-Buch) das Wort “Zahn” durch “Popo” ersetzen. Beim ersten Mal habe ich Tränen gelacht, die Kinder natürlich auch (“Da gehen wir besser zum Popo-Arzt”…. “Und Emir erzählt, er konnte durch seine Popo-Lücke pfeifen.”) Überhaupt eignen sich die braven Conni-Bücher äußerst gut zum Ersetzen. Fäkalworte sind dabei natürlich der Renner. Man ersetzt natürlich Wörter, die in dem Buch oft vorkommen. Manchmal reicht es schon aus, den Namen eines kindlichen Protagonisten durch “Oma” zu ersetzen.

3. Lieder umdichten

Gut, ich bin eine Frau der Worte und ich kann spontan reimen. Deswegen fällt es mir nicht schwer, beim Singen Lieder umzudichten. Meine Töchter lachen sich darüber schlapp. Zuletzt haben wir “Die Affen rasen durch den Wald” umgedichtet und damit beim Waldspaziergang großen Spaß gehabt (und mit unserem Gegröle sicher wie im Lied ein paar Tiere gestört). Nehmen wir an, meine Töchter hießen Klara und Sarah und mit Nachnamen Hagedorn. Der Refrain (original: “Wer hat die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss geklaut?”) ging dann so: “Oh je, die Hagedorns, oh je, die Hagedorns, oh je, die Hagedorns sind lohohos, oh je, die Hagedorns, oh je, die Hagedorns, oh Tiere, rette sich, wer kann!” Die Strophen handelten immer von Untaten der Töchter im Wald, zum Beispiel “Die Klara setzt sich in ‘nen Ameisenhügel rein, die Sarah piekst den Bauch vom Wildschwein” oder “Die Sarah pieselt auf der Pirsch, die Klara stört mit Geschrei den Hirsch”, oder “Die Klara jagt den kleinen Hasen, die Sarah ärgert die Fische durch Blasen” – je absurder, desto besser. Allein dass die Reime so komisch passen, sorgt bei uns für höchstes Vergnügen.

4. Absurde Geschichten erfinden

Vielleicht trauen sich manche nicht gleich, aber ich bin sicher, dass alle Menschen lustige, absurde Geschichten erfinden können. Es ist ganz einfach! Bei uns gibt es eine sehr beliebte Geschichtenreihe über die absurde Tante Ulrike, die immer alles falsch macht. In jeder Episode müssen die Kinder Hans und Clara bei Tante Ulrike übernachten. Tante Ulrike verspricht immer, dass sie das leckerste Essen, die tollsten Spielsachen und das gemütlichste Bett für die Kinder hätte. Aber dann serviert Tante Ulrike zum Abendessen nur Paprikapulver, Oliven, harte Brotkanten und Käse, der drei Wochen alt ist (und natürlich gaaaanz eklig stinkt). Als Spielsachen hat sie nur staubige alte Bücher ohne Bilder, eine leere Konservendose oder ein altes Kartenspiel. Und das Bett ist natürlich eine Isomatte auf dem Boden und eine kratzige Wolldecke sowie ein verfilztes hartes Wollkissen. “Ach so, ich dachte, Kinder mögen das!” sagt Tante Ulrike dann immer ganz erstaunt. Meine Kinder finden das super witzig. Es gibt noch andere Geschichten, die meine Kinder zum Lachen bringen, z.B. der Zauberer Okkmokk, der sich immer verzaubert (da kommt dann Pipi statt Limonade aus dem Hahn, oder es verbreitet sich ein Gestank anstatt dass der Spiegel wieder heil wird…). Aktuell lachen die Kinder über die Geschichten von der Kofferauktion – da gehen zwei Mädchen mit ihrer Mutter auf eine Kofferauktion und ersteigern dort Koffer mit ulkigen Sachen drin. Natürlich ist in den schicken rosa Koffern mit Prinzessinnen drauf nur ungewaschene Opa-Unterwäsche, und in den verranzten Lederkoffern ohne Rollen sind dafür Babypuppen, Süßigkeiten und Stickerhefte… Wenn man ein bisschen übt, hat man schnell raus, was ankommt und wie man erzählen muss, dass die Kinder kichern.

Was bringt Eure Kinder zum Lachen? Wer hat noch gute Ideen?

 

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Ein Gedanke zu „Wie ich meine Kinder zum Lachen bringe (Vier Ideen)“

  1. Vielen Dank fuer die witzigen Ideen und Anregungen, Frau Coelle, die werden wir gerne an unsere jungen Lesementor/innen weitergeben, damit haben bestimmt sowohl die Kinder als auch die Jugendlichen ihren Spass! Herzliche Gruesse aus Hannover! Ulrike Knoch-Ehlers

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