Powerfood im Januar: Winterliche Gemüsesuppe mit Kräuterklößchen

Diese supergesunde, leckere Gemüsesuppe ist eine Wohltat bei Erkältungen und schmeckt mit den würzigen Klößchen auch kleinen Kindern gut. Hier das Rezept:

Das Rezept für diese Gemüsesuppe habe ich selbst entwickelt. Die Inspiration für die Klößchen habe ich aus einem alten Kochbuch für tier-eiweiß-freie Kost, das mein Vater in den 1990er Jahren als Verleger herausgegeben hat. Die Zeit war aber damals noch nicht ganz reif für diese Art der Ernährung, außerdem beinhaltet das Buch keine Rezept-Fotos, deswegen hat es sich damals nicht so gut verkauft. Leider, denn die Rezepte sind fantastisch! Gelegentlich findet man das Buch antiquarisch, zur Zeit erzielt es aber online erstaunlich hohe Preise. Ich koche viel aus diesem Buch bzw. nehme die Rezepte als Inspiration.

Die Suppe habe ich zum ersten Mal aus Resten zubereitet. Es war Sonntag Abend, als Abendessen war eigentlich Brot mit Käse und Frischkost geplant, aber ich hatte plötzlich Lust auf etwas Warmes. Da habe ich in den Kühlschrank geschaut und noch einen viertel Kohlkopf und ein paar Möhren gefunden. Getreide und Sämereien verschiedener Sorten haben wir im Vorratsschrank, so dass immer Zutaten für Klößchen oder Getreide-Frikadellen im Haus sind. Das Ei lässt sich auch ersetzen, aber mit Ei werden die Klößchen doch etwas fluffiger.

Zutaten für 6 Personen

(aufgewärmt am nächsten Tag schmeckt die Suppe auch nochmal gut!):
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Für die Gemüsesuppe:

– 300 g Möhren, gelbe Rüben oder Pastinaken (oder eine Mischung aus den dreien)
– 300 g Wirsing, Rosenkohl oder anderer Kohl; auch Brokkoli ist denkbar
– 1 Zwiebel oder eine halbe Stange Lauch
– 4 EL Olivenöl
– ca. 6 gehäufte TL Gemüsebrüh-Pulver (Menge nach Geschmack)
– 2 l Wasser

 Für die Klößchen:

– 175 g Weizenschrot, am besten frisch mit der Getreidemühle gemahlen, alternativ 140 g Vollkorn-Grieß (aus Dinkel oder Hartweizen)
– 80 g Butter
– 2 Eier (für Veganer alternativ Ei-Ersatz oder etwas Wasser sowie 3 EL fein geschrotete Leinsamen)
– 200 ml Vollmilch (für Veganer: Gemüsebrühe oder -saft)
– ein halbes Bund Petersilie
– einige kleine Zweiglein frischen Thymian (kann man auch weglassen oder getrockneten Thymian verwenden)
– Muskat
– Salz

Wie wird’s gemacht?

Alles frische Gemüse klein schnippeln: die Rüben in ca. einen halben Zentimeter breite halbe Scheiben, den Kohl/Brokkoli in mundgerechte, eher zu kleine als zu große Stücke:

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Die Zwiebel grob würfeln (oder den Lauch in halbe Scheiben schneiden) und im großen Suppen-Kochtopf in Olivenöl glasig dünsten.

Das andere Gemüse hinzugeben und kurz mitbraten, so dass es glänzt. Nicht braun werden lassen.

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Dann mit dem Wasser aufgießen und zum Kochen bringen. Das Gemüsebrüh-Pulver hinzugeben (Achtung, zunächst vorsichtig dosieren, lieber nachwürzen).

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Die Suppe ca. 15-20 min köcheln lassen.

Während die Suppe kocht, wird der Klößchen-Teig hergestellt:
Die Butter in einem Topf schmelzen lassen, dann das Getreideschrot oder den Grieß zugeben und kräftig mit einem Schneebesen verrühren, bis sich Butter und Schrot etwas verbinden.

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Dann die Milch zugießen und rühren, bis sich ein Kloß bildet. Sofort zügig eines der Eier unterrühren und alles gut miteinander vermischen. Nun etwas abkühlen lassen.

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Inzwischen die Kräuter waschen und klein hacken. Wenn der Teig etwas abgekühlt ist, mit kräftigem Rühren das zweite Ei einarbeiten, alle Kräuter hinzugeben und mit Salz und Muskat würzen. Tipp: Man braucht relativ viel Salz, etwa 4-5  kräftige Prisen.

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Die Suppe mit dem fast garen Gemüse auf niedrige Temperatur bzw. kleinste Flamme schalten. Wer möchte, püriert die Suppe jetzt ein wenig an — sie sollte jedoch nicht komplett „durchpüriert“ werden, da dann die Klößchen nicht gut garen. Es sollte noch wässrige Brühe vorhanden sein. Ich püriere die Suppe gar nicht.

Nun mit zwei nassen Teelöffeln vom feuchten Teig kleine Klößchen abstechen und in die Brühe gleiten lassen.

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Die Klößchen lässt man in der heißen Suppe gar ziehen. Sie sind nach ca. 10 Minuten fertig, und die Suppe kann serviert werden.

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Dazu kann man noch kräftiges, dunkles Vollkornbrot mit Butter reichen.

Guten Appetit!

4 Kommentare, RSS

  1. Ulrike 1. Februar 2016 @ 19:14

    Liebe Maike, habe heute Abend Deine Suppe gekocht. Sie schmeckt ganz wunderbar und ist wirklich schnell gemacht. Vielen Dank für das tolle Rezept!

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 2. Februar 2016 @ 10:38

      Liebe Ulrike, das freut mich total! Ich liebe die Suppe auch sehr und noch mehr freut mich, dass sie nachgekocht wird, und dass ich das dann auch noch erfahre! Danke Dir! (Und noch ne Frage: Bist Du die Ulrike Schmid aus unserem Kindergarten :-)?
      Herzlich, Maike

  2. Ivonne 4. Februar 2016 @ 12:51

    Liebe Maike, ich bin begeistert von deiner oberleckeren Suppe! Die Klöschen sind ein Gedicht! Da ich für meinen kleinen hautkranken Sohn (der leider nicht alles essen darf) ständig frisch und möglichst naturbelassen kochen muss, bin ich dauernd auf der Suche nach abwechslungsreichen Gerichten. DAS Rezept wird definitiv abgespeichert, vielen vielen Dank und bitte mehr davon ! Glg Ivonne

    • Maike Cölle

      Maike Cölle 4. Februar 2016 @ 13:25

      Liebe Ivonne, vielen Dank für das Kompliment! Das Buch, aus dem das Rezept stammt, ist damals auch für Neurodermitiker gedacht gewesen. Tier-eiweißfreie Kost bietet sich ja gerade bei Hautkrankheiten an. Damals hieß es aber noch, man könne auch Sahne und Butter verwenden, da dort nur geringe Mengen Eiweiß enthalten sind. Ich freue mich, dass die Suppe Euch geschmeckt hat! Solche Klößchen kann man auch mit anderen Getreiden, Gewürzen und Kräutern machen. Ist immer lecker.

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