Zeit statt Stress. Wie Entschleunigung in der Vorweihnachtszeit gelingt.

Vier Tipps, wie man kurz vor Weihnachten Entschleunigung in den Alltag bringt. Und: Ein besinnlicher Aufruf für das Wesentliche in der Adventszeit. 

Irische Weisheit

Nimm dir Zeit, um nachzudenken,
es ist die Quelle der Kraft.
Nimm dir Zeit. um zu spielen,
es ist das Geheimnis der Jugend.
Nimm dir Zeit, um zu lesen,
es ist die Grundlage des Wissens.
Nimm dir Zeit, um freundlich zu sein,
es ist das Tor zum Glücklichsein.
Nimm dir Zeit, um zu träumen,
es ist der Weg zu den Sternen.
Nimm dir Zeit, um zu lieben,
es ist die wahre Lebensfreude.
Nimm dir Zeit, um froh zu sein,
es ist die Musik der Seele.

Wie schön wäre es, wenn die Zeit für diese wichtigen Dinge einfach da wäre, ganz besonders im Advent, der ja besonders besinnlich und gemütlich sein sollte. Wir müssen solche wesentlichen Dinge jetzt kurz vor Weihnachten oft irgendwo in den Alltag hineindrücken, und dann ist es schon nicht mehr gemütlich.

Hier meine vier Tipps, wie auch in der stressigen Endspurtzeit vor Weihnachten Entschleunigung gelingt:

1. Weniger vornehmen, absagen und ausfallen lassen

Ja, richtig gelesen! Man darf auch mal absagen oder einfach nicht hingehen. Statt einer stressigen Weihnachtsfeier im Sportverein mit unsinnlicher Dudelmusik und schlechter Schokolade lieber bei Kerzenschein zu Hause bleiben, malen, vorlesen und auf dem Sofa kuscheln. Nur Mut, und kein schlechtes Gewissen! Tut, was Euch gut tut. Ganz ehrlich, auch wenn das jetzt fies klingt: Ihr werdet wahrscheinlich nicht vermisst, wenn Ihr mal fehlt.

Lieber mit dem Kind gemütlich basteln als stressige Weihnachtsfeiern besuchen

Außerdem: Traut Euch, unperfekt zu sein. Man kann auch mit zwei Sorten Plätzchen weniger eine stimmungsvolle Adventszeit verleben. Der hohe Anspruch geht meist von uns selbst aus, nicht vom Umfeld: Keiner wird Euch dafür verurteilen, wenn Ihr mal keine selbst gebastelten Grußkarten verschickt oder gekaufte Spekulatius statt selbst gebackener Plätzchen mitbringt. Ehrlich: Das darf man!

Am besten ist es, sich gar nicht erst viel vorzunehmen. Weihnachtsmarkt am Samstag? Für uns ein No-Go: Meist nur Gedrängel und Geschubse, quengelnde Kinder und null weihnachtliche Stimmung. Besser, Ihr macht einen kurzen Waldspaziergang und gönnt Euch dann zu Hause Kakao und Glühwein.

2. Bestellen statt Einkaufszentrum

Genau dafür gibt es das Internet. Nichts ist unsinnlicher und stressiger mit kleinen Kindern als Einkaufszonen und Supermärkte. Leider hat man ja sowieso so gut wie keine Zeit, um allein Geschenke besorgen zu gehen, besonders mit Baby und Kleinkindern. Heutzutage kann man fast alles günstig bestellen, von Lebensmitteln (auch bio und nachhaltig) bis Spielsachen.

Statt Supermarkt die Gemüsekiste vom Demeter-Hof liefern lassen, Essen bestellen statt kochen, und natürlich Geschenke online bestellen. Die Vermeidung greller Läden und die damit verbundene erhebliche Zeitersparnis verschafft mir die Möglichkeit, länger und öfter zu Hause zu sein und das zu tun, was uns gut tut.

Statt Einkaufszentrum: Gemütlich vorlesen bei Kerzenschein

Statt Supermarkt: Kaufladen spielen

3. Trennen und verschieben

Wesentlich in stressigen Zeiten ist es auch, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen. Uns wurde beigebracht: Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Doch in turbulenten Zeiten mit vielen Aufgaben ist es eher eine Tugend, priorisieren zu können. Alles, was nicht unbedingt dieses Jahr gemacht werden musst, verschiebst Du aufs nächste Jahr. Nur das Wichtigste wird jetzt erledigt. Zur Not wird auch der Großputz verschoben.

4. Kerzen und Rausgehen

Für mich Entschleunigungs-Mittel Nummer 1 und 2: Wald und Kerzen. Wir machen so oft wie möglich nur Kerzenlicht an, wenn wir zu Hause sind. Und jeder Moment in der Natur, jeder noch so kurze Spaziergang schafft inneren Raum für die Dinge, die in der irischen Weisheit oben genannt sind: Nachdenken, Spielen, Lesen, Basteln, Träumen, Lieben, freundlich und froh sein. Also: Wer Natur ums Eck hat: Rausgehen und von der herrlichen kalten Luft durchpusten lassen!

Nach so einem Spaziergang ist wieder innere Luft für das Wesentliche

Wie man sich nach Kälte und klirrender Luft auf etwas Warmes freut!

Gibt es unter Euch Leute, die in der Vorweihnachtszeit Gemütlichkeit und Besinnlichkeit verspüren? Wenn ja, wie schafft Ihr das?

 

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