Zeit und Besinnlichkeit statt Stress – 5 Tipps, wie wir das in der Adventszeit schaffen

Wie es mir gelingt, in der stressigen Vorweihnachtszeit ZEIT zu haben – Zeit zum Kuscheln, Vorlesen und Teetrinken am Adventskranz:

Straffes Programm in der Adventszeit

In der Adventszeit haben alle viel zu tun, besonders Eltern kleiner Kinder. Das Geschenke-Besorgen ist davon ja nur der geringste Aufwand. Es steht ja so viel anderes an: Weihnachtsfeiern aller nur denkbaren Institutionen von Sportverein bis Unternehmens-Netzwerk, Bastelnachmittage in Kindergarten und Schule, das Besorgen von Bastelzeug und Nikolausgeschenken, der organisatorische Einsatz in Schule und Kindergarten für Feierlichkeiten verschiedener Art, Besuche von Nachbarn und Freunden, die “nur schnell ein paar Plätzchen vorbeibringen” wollen und so weiter und so fort. Bei uns kommt noch der Geburtstag meines Mannes hinzu, der in die Adventszeit fällt. Das ist ja alles wunderbar und schön, aber es sorgt eben auch dafür, dass man kaum mehr gemütlich zusammensitzt mit Zeit, Ruhe und besinnlicher Stimmung.

Ich persönlich brauche nicht viel Glitzer, Weihnachtsgedudel und lärmige Weihnachtsmärkte in der Adventszeit. Ich mag gern Kerzenschein, den Duft von Bienenwachs, Tannengrün und selbst gebackenen Plätzchen. Darum versuchen wir in der Adventszeit, uns Zeit dafür zu lassen.

Mit diesen goldenen Regeln gelingt das:

Tipp 1: Nein sagen: Einfach mal was ausfallen lassen

Man muss nicht überall dabei sein. Es kann extrem entspannen, wenn man beschließt, einfach mal etwas ausfallen zu lassen. Was ist so schlimm daran, einen Bastelnachmittag oder eine der vielen Weihnachtsfeiern zu übergehen? Bei Terminen in der Adventszeit ist weniger mehr. Dabei hilft immer, sich vorzustellen, man hätte sich den Fuß gebrochen – dann könnte man auch nicht hingehen. Die Wahrheit ist, wahrscheinlich wird Euch keiner vermissen. Bitter, aber wahr.

Tipp 2: Einkaufszonen und -center meiden

Ich persönlich kann die künstliche Pseudo-Weihnachtsstimmung mit grellroten Nikoläusen mit Polyacryl-Bärten und “Last Christmas” aus allen Lautsprechern überhaupt nicht ertragen. Deswegen meiden wir gerade zur Weihnachtszeit alle Einkaufscenter und Einkaufszonen. Wir bestellen, so viel wir können, auch Lebensmittel. Geschenke bestellen wir sowieso (und ich müsste wohl nicht erwähnen, dass man natürlich bei Hans Natur die schönsten Geschenke zum Bestellen findet!), bis auf Weniges, das es nur in den ganz besonderen Geschäften gibt. Und in denen kaufe ich wiederum sehr gern ein.

Tipp 3: Morgens früher aufstehen

Wir stehen immer früh auf, um Stress zu vermeiden, aber in der Adventszeit noch früher. Denn morgens sind alle ausgeschlafen und entspannt, so dass wir wirklich gemütlich zusammen sitzen können. Die Kinder öffnen ihre Adventskalender, Maria, Josef und der Esel werden ein Stück weiter in Richtung Krippe gerückt, wir singen etwas und lesen “Schnüpperle” und andere weihnachtliche Geschichten. Dazu brennen Kerzen.

Tipp 4: Montags um 15 Uhr auf den Weihnachtsmarkt

Ich bin kein Fan von Weihnachtsmärkten, weil dort ja leider oft nur Billigschrott aus der Massenproduktion verscherbelt wird. Aber bei uns in der Nähe gibt es auch einen schönen Weihnachtsmarkt, der Lucia-Weihnachtsmarkt im skandinavischen Stil in Berlin-Prenzlauer Berg. Ja, genau, Prenzlauer Berg: Das heißt, da gehen Tausende von Familien hin, obwohl der Markt eher klein ist. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie eng, drängelig und FURCHTBAR es dort am späteren Nachmittag und besonders am Wochenende ist. Deswegen gehen wir seit Jahren montags zum Weihnachtsmarkt, und zwar direkt nach Öffnung, also um 15 Uhr. Dann ist es dort am leersten. In Berlin dämmert es um 15 Uhr bereits, und um 16 Uhr ist es fast dunkel. So ist 15 Uhr für uns die perfekte Zeit, um auf den Weihnachtsmarkt zu gehen.

Tipp 5: Auch mal 70% statt 120% geben

Wir Super-Mütter von heute leisten ja so viel und wollen immer alles mehr als perfekt machen. Die besten Plätzchen backen, unbedingt einen Kuchen beisteuern für den Bastelnachmittag im Kindergarten, Mithelfen und Verantwortung übernehmen an allen Ecken und Enden, und das Wohnzimmer muss auch perfekt geschmückt und aufgeräumt sein. Nichts gegen Schmücken und Aufräumen, aber man kann sich viel Stress ersparen, wenn man nicht immer 120% gibt. Wenn man perfektionistisch ist wie ich, fällt es nicht leicht, alle fünf grade sein zu lassen. Aber auch das kann man einüben. Denn die Belohnung ist groß: Ein besseres Gefühl, mehr Entspannung und mehr goldene Zeit für die Familie.

Das wären meine Tipps. Ganz besonders ans Herz lege ich Euch Tipp 1 (“Einfach mal was ausfallen lassen”) – das hat uns in den letzten Jahren echt viel Entspannung und den einen oder anderen gemütlichen, vertrödelten Nachmittag zu Hause am Adventskranz verschafft.

Und wie ist es bei Euch: Herrscht bei Euch eher Stress, oder schafft Ihr es, Weihnachststimmung zu fühlen?

 

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