Was beim Zahnen hilft. Und: Bernsteinketten – Humbug oder Hilfe?

Heute verrate ich Euch, was Eurem Baby und Euch in den schwierigen Phasen des Zahnens hilft. Und wir klären die Frage, ob Bernsteinketten Humbug oder Hilfe sind.

Zähne bekommen kann schmerzhaft sein. Für unsere Babys, aber auch für uns Eltern. Manchmal fällt uns erst am nächsten Morgen ein, dass Zahnen vielleicht der Grund war, warum das Baby in der Nacht ständig an die Brust wollte, oder gar länger geschrien hat. Manche Babys sind weinerlich, viele speicheln und manche Babys werden vom Zahnen sogar leicht fiebrig. Das Baby braucht in diesen Zeiten besonderen Schutz und Zuwendung von uns.

Viele schwören ja auf Bernsteinketten. Hans Natur hat wunderschöne Bernsteinketten für Babys im Angebot. Das möchte ich zum Anlass nehmen, die Frage nach der umstrittenen Wirkung von Bernstein auf das Zahnen zu beantworten (siehe unten), sowie Euch zu verraten, was uns beim Zahnen wirklich geholfen hat.

Was in belastenden Zahnungs-Situationen hilft:

1. Tragen

Auch wenn es anstrengend ist: Das Baby braucht Deine Nähe und die Geborgenheit in Deinen Armen, wenn es Zahnungsschmerzen hat. Sehr gut hilft dem Baby, herumgetragen oder in den Armen gewiegt zu werden, da auch das Schaukeln beruhigend wirkt. Auch Dich wird das Herumgehen oder Schaukeln beruhigen. Besonders dann, wenn Du zu Aufregung, Aggression oder Niedergeschlagenheit neigst, wenn Dein Baby weint oder schreit. Das ist durchaus normal, aber Du solltest dafür sorgen, dass Du Dich beruhigst. Denn das wirkt auch auf Dein Baby.

2. Singen oder Mantra murmeln

Singen hilft beim Herumtragen ungemein. Versuche niemals, das Baby zu “übertönen”, sondern singe gerade im Gegenteil leise und ruhig, auch wenn das Baby laut ist. Denn es wird Dich beruhigen.  Sei sicher: Deine Stimmung überträgt sich aufs Baby, auch wenn es weiter schreit und man das Gefühl hat, das Singen kommt nicht bei ihm an. Das tut es aber!

Ich habe meiner kleinen Tochter in schlimmen Zahnungsnächten immer “Maria durch ein Dornwald ging” vorgesungen, und habe versucht, extra leise und langsam zu singen. Noch heute gehört das Lied zu ihren Lieblingsliedern; ich muss es ihr immer wieder vorsingen. Vielleicht spürt sie, dass sie sich als Baby dabei beruhigt hat (bzw. ich :-).

Wer meint, nicht singen zu können, oder sich dabei einfach nicht gut fühlt, kann stattdessen auch ein Mantra murmeln. Auch hier soll der Spruch in erster Linie Dich beruhigen, so dass das Kind sich bei Dir sicher und geborgen fühlt. Der Spruch kann etwa lauten: “Ich bin bei Dir. Wir gemeinsam schaffen das. Wir halten zusammen. Ich bin immer für Dich da. Der Schmerz ist da, aber er geht vorbei.” Es sollte positiv formuliert sein. Auch ein Vers von einem Gedicht kann sich eignen, Hauptsache, Du fühlst Dich gut und gestärkt von dem, was Du aufsagst.

3. Zahnungshilfen: Veilchenwurzel, Bernsteinkette und Beißringe

Es gibt verschiedene Zahnungshilfen, die sich bewährt haben, z.B. wird von Hebammen neben der Bernsteinkette oft ein Stück Veilchenwurzel empfohlen. Ob Bernsteinketten Humbug oder Hilfe beim Zahnen sind, kannst Du unten nachlesen.

Veilchenwurzel zum Herumkauen

Veilchenwurzel (hier bei Hans Natur eine besonders schöne aus biologischem Anbau bestellen) wird aus dem Rhizom der Schwertlilie gewonnen. Eine solche Beißwurzel enthält schmerzlindernde Inhaltsstoffe, die freigesetzt werden, wenn das Baby darauf kaut. Statt Veilchenwurzel kann das Baby natürlich auch einen kühlen Beißring bekommen, aber hier muss man sehr darauf achten, dass das Material unschädlich ist. In Billig-Beißringen sind manchmal Weichmacher drin, die extrem schädlich sein können! Deswegen unbedingt auf ein verlässliches Qualitätssiegel achten. Gut eignet sich natürlich unser hochwertiger Beißring aus Naturkautschuk, der keine Phthalate, PVC oder BPA enthält.

Beißring aus Naturkautschuk

4. Viel Ruhe, wenig Stress

Versucht, in Zahnungs-Zeiten Eurem Baby nicht zu viel zuzumuten. Manche Babys stecken Reize gut weg, andere werden schnell nervös und weinerlich, wenn sie zu lang und zu viel in lauten, hellen, lebendigen Umgebungen sind. Es kann bei sensiblen Babys eine große Hilfe sein, Reize zu mindern und dem Baby viel, viel Ruhe zu gönnen.

Bernsteinkette: Humbug oder Hilfe?

So, und nun zu den Bernsteinketten. Viele Hebammen und Mütter schwören beim Zahnen auf Bernstein, manche halten es für einen Aberglauben. Es gibt zwar keinen “wissenschaftlichen Beweis”, aber einige gute Gründe, warum Bernstein vielleicht doch eine positive Wirkung beim Zahnen hat.

Eine Bernsteinkette ist übrigens nicht dazu gedacht, dass das Baby darauf herumkaut. Nein, die Wirkung des Bernsteins wird darauf zurückgeführt, dass beim Tragen am Körper bestimmte Substanzen freigesetzt werden, nämlich vor allem ätherische Öle.

Was steckt dahinter? Kann Bernstein eine Wirkung haben?

Bernstein ist fossiles Harz, das vor 40-70 Millionen Jahren der Bernsteinkiefer als eine Art Antibiotikum gedient hat, um sich vor Pflanzenkrankheiten zu schützen. Außerdem “reparierte” es wie jedes Baumharz wie ein flüssiges Pflaster die Bäume, wenn die Rinde beschädigt war. Es war sozusagen ein “körpereigenes Heilmittel” für den Baum.

Die Wirkung der Bernsteinsubstanzen auf den menschlichen Körper ist tatsächlich kein reiner Irrglaube. Bernstein wurde früher zermahlen und als Räucherwerk als Mittel gegen Krankheiten eingesetzt. Bernsteinöl, das aus den ätherischen Ölen hergestellt wurde, die beim Zermahlen freigesetzt werden, wurde gegen Rheuma verschrieben. Tatsächlich weiß man, dass Bernsteinöl schnell in die Haut und das Gewebe eindringt. Es stimuliert die Blutzirkulation und hilft auch bei Muskelschmerzen. Im Orient nutzen Heilkundige Bernsteinöl zur Massage, da es bakterizide und elektrostatische Eigenschaften hat.

Bernsteinsäure, die entsteht, wenn Bernstein im Vakuum erhitzt wird und der Stein sich in Säure, Öl und Harz spaltet, wurde wissenschaftlich untersucht. Die Säure stärkt den Organismus, unterstützt das Immunsystem und sorgt für ein besseres Gleichgewicht der körpereigenen Säuren. Der Nobelpreisträger Robert Koch analysierte 1886 die Bernsteinsäure und bestätigte ihren positiven Einfluss.

Auch Edelstein-Kundige und Esoteriker schreiben dem Bernstein eine beruhigende Wirkung zu. Hier wird die Wirkung in der “geistigen Qualität” des Steins vermutet: Da das uralte Baumharz die Eigenschaft hatte, einen Baum zu heilen und “wieder ganz zu machen”, besäße es auch im geistigen Sinn eine solche Wirkung. Bernstein soll demnach Sorgen und Kummer lindern helfen, und er steht symbolisch für die Zustände des Vertrauens, der Geborgenheit, des Heil-Seins und der Erholung. Die Nähe von Bernstein, so sagen Naturheiler, beschleunigt die Wundheilung und sorgt für guten Schlaf.

Ich persönlich freue mich immer, wenn ich Babys mit Bernsteinketten sehe. Meine Töchter haben sie tagsüber auch getragen (nachts und unbeaufsichtigt sollten sie aus Sicherheitsgründen abgenommen werden) und ich bilde mir ein, sie hätten am Tag deutlich weniger unter dem Zahnen gelitten als in der Nacht, wenn die Kette ab war.

Hans Natur hat auch schöne Bernsteinketten im Angebot – in vielen verschiedenen Farben und Ausführungen. Die Steine sind einzeln verknotet und der Verschluss ist metallfrei. Denn Bernstein gibt es in hellen und dunklen Tönen. Ich würde intuitiv entscheiden, welcher Farbton am besten zum eigenen Kind passt.

Hier drei Versionen:

A. Honigfarben (der Klassiker)

B. Hell 

C. Gemischte Töne

Ich wünsche Euch, dass Ihr Eurem Baby in den Zeiten des Zahnens liebevoll und beruhigt zur Seite stehen könnt!

3 Kommentare, RSS

  1. Avatar

    Sonja Bäuerle 4. August 2020 @ 11:06

    Hallo, mein Sohn, 16 Monate, zahnt wieder und ich würde gerne die Kette ausprobieren. Allerdings nimmt er gerade oft sein t-shirt in den Mund. Ist es ok, wenn er auf der Kette herumkaut?

    Mfg

    Bäuerle

    • Avatar

      Ellen 4. August 2020 @ 15:18

      Hallo liebe Sonja, vielen Dank für deine Nachricht.

      Unsere Ketten sind ca. 32 cm lang (also relativ kurz). Dein Sohn müsste dann schon mit Geschick die Kette übers Kinn rollen, um daran zu nuckeln oder zu beißen. Das Nuckeln an der Kette selbst ist unschädlich. Je nach dem, wie hartnäckig er die Kette “bearbeitet”, kann man natürlich nicht ausschließen, dass der Bernstein irgendwann nachgibt. Jeder Stein wird in Handarbeit einzeln verknotet. Du musst dich also nicht ängstigen, dass lauter Bernsteine durchs Zimmer springen. Zum Gewöhnen, kannst du ihm die Kette sonst erst einige Stunden anlegen und schauen, wie er sich damit verhält.

      Ich hoffe, ich konnte dir damit ein wenig weiterhelfen.

      Bis dahin. Liebe Grüße sendet Ellen vom HANS NATUR Team

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