Insektenstiche bei Kindern vermeiden – so geht’s

Tipps, wie man Insektenstiche bei Kleinkindern und Babys vermeiden kann – von der richtigen Kleidung bis hin zu Ablenkungsmanövern:

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Wespen kommen aufgrund von Essengerüchen gern in die Nähe der Menschen. Besonders mögen z.B. Wespen Fleisch, Wurst, Süßes und Fruchtiges. Aber auch den Geruch aus dem Mund der Menschen und andere Körpergerüche wie Schweiß und Blut finden sie toll. Bienen, Wespen und Hornissen stechen aber nur zu, wenn sie sich bedroht fühlen. Zecken, Bremsen und Mücken dagegen suchen aktiv das Blut von Tieren und Menschen.

Am besten ist es, wenn es gar nicht erst zu Stichen kommt. Insektenstiche, insbesondere von Bienen, Wespen und Bremsen, sind für Kinder schmerzhaft. Auch können sie sich beim Aufkratzen leicht entzünden, was nicht unterschätzt werden sollte.

Deshalb: Besser Stiche vermeiden als behandeln müssen!

Wie Ihr Insektenstiche vermeidet

1. Gutes Insektenschutzmittel

Viele der im Handel angebotenen synthetischen Inseltenschutzmittel  funktionieren, sind aber für Kinder unter 2 Jahren nicht uneingeschränkt geeignet. Der bekannteste synthetische Stoff gegen Mücken, Diethyltoluamid (DEET), ist für Kinder unter zwei Jahren nicht unbedenklich. Auch Bayrepel, der Wirkstoff in Autan, ist nicht uneingeschränkt für kleine Kinder zu empfehlen.

Natürliche Mittel wie Citronella (z.B. in Anti-Mücken-Kerzen oder in Zitronenöl) vertreiben Mücken, wirken jedoch nur kurz und meiner Erfahrung nach nicht zuverlässig.

Gegen Mücken eignen sich für Kinder diese Anti-Mücken-Pflaster. Die Pflaster wirken 72 Stunden lang gegen Insekten. Ihr klebt die Pflaster an die Kleidung (nicht direkt auf die Haut), in die Nähe des Bettes oder der Orte, wo die Kinder sich aufhalten. Natürlich ist das Pflaster auch bei Erwachsenen wirksam.

2. Synthetische Insektenschutzmittel sparsam und vorsichtig verwenden

Synthetische Insektenschutzmittel möchten wir aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen nicht empfehlen. Solltet Ihr jedoch einmal keine andere Wahl haben, denkt bitte daran, die Mittel sparsam, niemals großflächig und nur in der niedrigsten Konzentrationsdosis (10%) zu verwenden. Mittel mit DEET solltet Ihr Euren kleinen Kindern unter zwei Jahren maximal einmal pro Tag auftragen. Ältere Kinder vertragen auch mal zwei bis drei Einreibungen pro Tag. Niemals sollte aber Insektenschutzmittel auf Wunden oder Sonnenbrandstellen aufgetragen werden. Kinder sollten die Mittel auch nicht auf die Handinnenfläche bekommen, da sie es ablecken könnten.

Um die Haut der Kinder nicht unnötig chemischen Keulen auszusetzen, könnt Ihr es auch direkt auf die Kleidung sprühen. Allerdings können die Mittel unter Umständen den Kleidungsstoff angreifen und schädigen.

3. Insekten trainieren

Wenn Ihr öfter an einer ganz bestimmten Stelle draußen sitzt, zum Beispiel auf einer Terrasse, im Garten oder auf einem Balkon, könnt Ihr die Insekten der Umgebung darauf trainieren, diesen Ort zu meiden. Das klappt aber nur über gutes Futter: Bereits im frühen Sommer könnt Ihr ein offenes Glas mit Marmelade, überreifen Trauben oder Apfelsaft an einen weiter entfernten Ort im Garten, in der Hecke oder an einem anderen Ort aufstellen. Wenn diese attraktive Nahrungsquelle schon früh im Jahr verfügbar ist, werden die Wespen der Umgebung auf diese Stelle trainiert und meiden eventuell öfter Euren Frühstückstisch im Garten oder die Buddel-Ecke der Kinder. Dieses „Insektentraining“ wird nicht alle Wespen und Bienen abhalten, Euren Streuselkuchen kosten zu wollen, aber doch ein paar.

Was übrigens nicht hilft, sind „Nest-Attrappen“ wie zusammengeknüllte Papiertüten, die manche Leute zur Abschreckung von Wespen in der Nähe ihrer Balkone oder Terrassen aufhängen. Wir haben es letztes Jahr ausprobiert – die Wespen haben sich in keinster Weise abhalten lassen, uns auf der Gartenterrasse auf die Nerven zu gehen.

4. Mund zu!

Wespen mögen unseren Mundgeruch und werden davon besonders angelockt. Deswegen solltet Ihr Kinder bei herumfliegenden Wespen dazu anhalten, den Mund zuzumachen. Damit kann man auch vermeiden, dass Wespen in den Mund oder Hals geraten und dort zustechen.

5. Ruhe bewahren

Bienen und Wespen stechen nur zu, wenn sie sich bedroht fühlen. Also sollte man darauf achten, dass man sie nicht in Angst versetzt. Panisches Herumfuchteln und Wegscheuchen ist gerade bei Bienen nicht hilfreich. Ja, es ist schwer, Ruhe zu bewahren, aber zumindest wir Erwachsenen sollten uns zusammenreißen und ruhig bleiben, wenn sich mal eine Biene oder Wespe auf die Frühstücksmarmelade setzt. Einfach abwarten oder das Glas in Ruhe weiter weg stellen.

6. Richtige Kleidung

Wenn Ihr in Wald und Feld unterwegs seid und Eure Kinder durch Wiesen streifen, solltet Ihr ihnen möglichst leichte, langärmlige Kleidung in hellen Farben anziehen. Gut sind Beige, Naturweiß oder helles Grün. Helle Farbe schreckt Insekten eher ab als dunkle oder gar bunte. Außerdem können Insekten Stoffe manchmal nicht durchstechen. Man ist jedoch manchmal erstaunt, durch welche Stoffe Insekten stechen können – zum Beispiel kommt eine Mücke durch Feinstrumpfhosen und leichtere Leggins mühelos durch…

Besser Schuhe anziehen

Nicht nur Blumenwiesen sind voller Insekten. Bienen und Wespen krabbeln leider auch gern in Sandkästen herum, besonders, wenn dort einmal etwas Süßes hingetropft ist. Auch Erdbienen, die häufiger vorkommen als man gemeinhin meint, graben ihre Unterschlüpfe gern in den Sand. Bevor Euer Kind im Sand spielt, solltet Ihr das Umfeld nach Bienen und Wespen absuchen. Wenn Ihr auf Wiesen unterwegs seid, solltet Ihr Euren Kindern zumindest Sandalen anziehen.

7. Achtung Essen und Trinken!

Eins haben wir Menschen mit Bienen und Wespen gemein: Wir mögen im Sommer draußen gern gedeckte Tische mit süßen und herzhaften Leckereien wie Eis und Kuchen, Wurst und Fruchtsaft. Bei Wespen sind auch Abfalleimer und Essensreste in Schwimmbädern oder auf Picknickdecken gern gesehen. Hier ist also Vorsicht geboten. Passt auf Eure Kinder auf!

Süße Getränke in Flaschen oder Dosen sind besonders gefährlich. Wespen klettern gern durch die kleinen Öffnungen und schwimmen dann auf der Oberfläche, manchmal aufgrund dunkler oder undurchsichtiger Gefäße unbemerkt. Wenn ein Kind dann trinkt und eine Wespe in den Mund gerät, entsteht bei dem Tier Panik und es sticht zu. Stiche im Mund- und Rachenraum sind besonders gefährlich. Getränke also immer gut abdecken.

8. Keine süßlichen Düfte auftragen

Achtung, starke, süßliche Parfüms und Deodorants locken Insekten an, besonders Wespen. Wer im Sommer darauf verzichtet, trägt etwas zur Vermeidung von Stichen bei. Auch bei seinen Kindern.

9. Strohhalme vermeiden

Strohhalme aus Plastik sind ja seit letztem Jahr bei ökologisch bewussten Menschen sowieso ein No-Go, weil aus Plastik. Aber auch Trinkhalme aus Metall oder Glas sind wegen Insekten besser zu vermeiden. Denn Wespen schaffen es auch in die Halme hinein. So kann ein Kind eine Wespe direkt in seinen Mund saugen. Das heißt: Kinder im Sommer besser nur Wasser trinken lassen und besser aus Gläsern als aus Flaschen oder Dosen, und ohne Trinkhalme!

10. Essen im Freien abdecken

Essen sollte im Freien abgedeckt werden. Lasst Eure Kinder nicht allein am Tisch mit süßen und fleischhaltigen Speisen.

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