Guck’ mal, ein Zahn! Interessantes zum Zahnen bei Babys

Sie begleiten uns ein Leben lang und haben eine wichtige Funktion, die Zähne

Einmal lächeln, bitte! Ein jeder hat sie und ein jeder braucht sie, unsere Zähne. Egal, ob für ein sympathisches Lächeln, für eine gute Aussprache oder zum Verzehr von Nahrung, die kleinen Beißer sind ein wichtiges Werkzeug für uns Menschen. Auch in der Tierwelt haben sie eine große Bedeutung. Sie sind mal eckig und spitz, mal flach und scharf oder einer kleinen Gebirgslandschaft ähnlich, wie etwa unsere Backenzähne. Weiße Zähne und ein strahlendes Lächeln sind dabei die Bestrebungen, die wir Menschen häufig verfolgen.

Zähne haben hauptsächlich die Funktion, uns als Kauwerkzeug zu dienen. Zum Abbeißen, Zerkleinern und Zermahlen kommen sie mehrmals täglich beim Essen zum Einsatz. Dabei wirken große Kräfte auf unsere Zähne, die zum Glück von Mutter Natur aus ziemlich robustem Material geschaffen wurden. Durch seine Zahnwurzel und dem Zahnfleisch ist der Zahn gut im Kiefer verankert. Die äußere, sichtbare Schicht unserer Zähne ist der Zahnschmelz, dieser schützt das Innere des Zahns. Äußere Einflüsse, wie Karies machen ihm den Schutz jedoch nicht leicht. Der Zahnschmelz hat eine besondere Eigenschaft, er wächst nicht nach. Darum ist es sehr wichtig, die Zähne von Beginn an gut und regelmäßig zu pflegen. Denn die bleibenden Zähne begleiten uns ein Leben lang! Damit Du mit Deiner Familie lange Freude am Lächeln hast, haben wir Euch mal ein paar interessante Fakten zum Zahnen bei Babys zusammengestellt.

Alles beginnt mal ganz klein mit den ersten Zähnchen. Ein wahrer Durchbruch.

Die ersten Zähne tragen den bezaubernden Namen: Milchzähne. In den ersten Lebensjahren nennt man unser Gebiss daher auch das Milchgebiss. Woher kommt diese Bezeichnung? Die Farbe der ersten Zähnchen ist ausschlaggebend. Diese sind meist bläulich-weiß, und ähneln dadurch der Farbe der Milch. Die später bleibenden Zähne haben einen gelblicheren Stich. Zudem entwickeln sich die ersten Zähne in der Lebensphase, in der wir Menschen noch von der Mutter gestillt sowie von Milch ernährt werden. Das Milchgebiss kann sich ab dem vierten Lebensmonat anfangen zu entwickeln. Diese Entwicklung hält dann bis zum dritten Lebensjahr an, bis alle 20 Milchzähne den Durchbruch geschafft haben. Da sich der Körper von Babys ab Geburt im Wachstum befindet, hat die Natur für die ersten Lebensjahre das Milchgebiss eingerichtet. Wachsen nun Kiefer und Mundhöhle, werden die Milchzähne langsam ausfallen und die bleibenden Zähne nachwachsen.

Baby beim Zahnen mit Beißring

Im Milchgebiss haben die ersten Zähnchen eine vergleichsweise kleinere Zahnwurzel. Diese wird durch die heranwachsenden Zähne bis zum Zahnwechsel aufgelöst. So entsteht der Eindruck, dass die ausgefallenen Milchzähne keine Wurzel hätten. Auch nach großen Backenzähnen sucht man im Milchgebiss vergebens. Diese Beißer zeigen sich erst in späteren Lebensjahren. Wenn das Zahnen bei Babys in den ersten Lebensmonaten losgeht, brechen in der Regel zuerst die Schneidezähne im Unterkiefer durch. Gefolgt von den vorderen, kleinen Backen- und den spitzen Eckzähnchen.

Zwischen entzückendem Lächeln und herzzerreißendem Weinen

Das Durchbrechen der ersten Zähnchen ist ein andauernder Prozess, welcher auch als Zahnen bekannt ist. Wird der erste Zahn entdeckt, strahlen die Eltern ihren kleinen Schützling häufig stolz an. Was für ein Ereignis! Doch was bedeutet das, wenn ein Baby Zähne bekommt? Zu Beginn sei klar gesagt, jedes Baby ist individuell und somit auch der Verlauf des Zahnens. Schaut‘ also, was Euer Baby für Bedürfnisse hat und orientiert Euch daran. Bei Fragen findet Ihr Rat beim Kinder- oder Zahnarzt. Zurück zum Zahnen, der Verlauf kann durch Begleiterscheinungen angekündigt werden. Einige Babys wiederum zeigen kaum eine veränderte Verhaltensweise. Die folgenden Symptome sollen Euch daher nur einen Überblick ermöglichen, um eventuelles Zahnen Eures Kindes wahrnehmen zu können:

  • Die eigene Hand oder greifbare Gegenstände werden in den Mund gesteckt, um darauf zu kauen.
  • Dabei wird verstärkt gesabbert. Ein äußerer, wunder Mund könnte die Folge sein.
  • Die Wangen sind gerötet und heiß. Fieber ist auch möglich.
  • Das Zahnfleisch ist geschwollen und rot.
  • Das Baby hat weniger Appetit als sonst.
  • Es quengelt, schreit häufiger als in den letzten Monaten und hat einen unruhigen Schlaf.
  • Vermehrte Suche nach Körperkontakt kann auch ein Hinweis auf das Zahnen sein.
Baby weint

Während des Zahnens ist das Immunsystem der Babys geschwächt, daher können sich Infekte und das Durchbrechen der Zähne leichter überschneiden. Auch eine neue Ernährung, durch festere Nahrung, kann dem Baby vorübergehend Probleme bereiten. Auch hier gilt, bei Unsicherheit kann der Kinderarzt Rat geben. An alle Eltern, haltet zusammen, auch diese schlaflosen Nächte werden vorübergehen! Und was tut man nicht alles, für ein süßes Lächeln?!

Kleine Lichtblicke, die das Zahnen erleichtern können

Eltern können ihr Baby aktiv beim Zahnen unterstützen und mögliche Beschwerden verringern. So kann das sanfte Massieren des Zahnfleisches, mit dem sauberen Finger oder einem Silikonfingerling, Linderung bringen. Wichtig ist, die Reaktion des Kindes zu beobachten und darauf einzugehen. Auch eine Fußmassage beim Baby kann durch zärtliches Kneten und Streicheln der Babyzehen-Kuppen eventuelle Beschwerden im Kiefer verringern. Durch das Tragen von Halstüchern oder Lätzchen kann der vermehrte Speichelfluss sicher aufgefangen werden und schütz die Kleidung der Kleinen vor kühler Nässe. Sollte das Oberteil dennoch nass sein, hilft ein kurzer Outfit-Wechsel. Gerade in kalten Monaten eine wichtige Maßnahme. Liebevolles Miteinander und enger Kontakt zu Mama und Papa unterstützt unruhige Babys in dieser Phase. Ein Spaziergang etwa, kann dem Kind kurzweilig Ablenkung bringen.

Ein Beißring, eine Veilchenwurzel oder eine Bernsteinkette können dem Baby zusätzlich Linderung bieten. Auch ein kühles Stück Gurke kann unterstützend wirken. Zahnungshilfen geben Eltern die Möglichkeit, ihrem Kind diese Phase ein wenig zu erleichtern.

Zahnpflege – Das kommt nach dem Durchbruch

Sind die kleinen Zähnchen erstmal sichtbar, sollten sie gründlich gepflegt werden. Durch unsere Nahrung kommen Zahnschmelz und Zahnfleisch mit unterschiedlichsten äußeren Einflüssen in Kontakt. Karies und Säure finden sich in der Mundhöhle wieder. Der erste Besuch beim Zahnarzt kann ab Durchbruch der ersten Zähne stattfinden. Je früher ein Kind sich daran gewöhnt, dass der Zahnarztbesuch etwas „Normales“ ist, umso leichter können die folgenden Untersuchungen fallen. Eine regelmäßige halbjährliche Kontrolle wird von Zahnärzten empfohlen.

Kind beim Zähneputzen Zahnpflege

Das regelmäßige Zähneputzen sollte zum Ritual werden. Für die kleinen Zähnchen der Babys bieten sich weiche Kinder- oder Fingerzahnbürsten an. Dazu eine geringe Menge Kinderzahncreme und das sanfte Reinigen der Zähne und des Zahnfleischrandes von allen Seiten. Die Zahnpflege unterstützt die Belag-Entfernung und Bildung von Karies. Eltern sollten ihre Kinder solange beim Zähneputzen unterstützen, wie diese keine ausreichend selbstständige Zahnpflege machen können. Zähne benötigen wir ein Leben lang, eine gute Pflege sollten sie uns daher von klein auf wert sein.

Womit die kleinen Zähne im Mund so konfrontiert werden sollten oder besser auch nicht, liest Du in unserem Beitrag Alles in den Mund: Was Babys schadet und was nicht.

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