Oma und Opa – unbezahlbar

Oma und Opa, Eltern und Kinder – 3 Generationen. Liebevolle Großeltern sind ein Segen für die ganze Familie, für die Enkelkinder natürlich am allermeisten. Und auch den Großeltern tut es unendlich gut, Zeit mit den Enkeln zu verbringen. Doch diese Konstellation bietet auch jede Menge Reibungspunkte.

Für Kinder ist es wunderschön einen zweiten Anker, neben den Eltern, zu haben. Oma und Opa haben meistens mehr Zeit als Mama und Papa, sind ein wenig entspannter, hören oftmals besser zu und erlauben mehr als die Eltern. Großeltern zu werden und zu sein genießen Senioren in vollen Zügen. Enkelkinder bringen neuen, bzw. zusätzlichen Schwung in ihr Leben und da ist jemand, den sie mit Liebe und Hingabe verwöhnen können – ihr Enkelkind.

Oma und Opa können noch einmal Kind sein

Versetze dich in die Lage der Großeltern – wie muss es sein, nach so langer Zeit wieder ein Baby, das eigene Enkelkind, auf dem Arm zu halten? Wie fühlt es sich an, wieder zu malen, Verstecken zu spielen, zu basteln und herrlich albern zu sein? Sehr wahrscheinlich: wunderbar! Das solche Erlebnisse wie ein Jungbrunnen wirken können, ist gut vorstellbar. Omas und Opas kommen, dank ihrer Enkelkinder, aus ihrer Komfortzone heraus und entdecken Neues und  von früher Altvertrautes. Das kann nur gut tun.

Großvater und Enkelkinder genießen die gemeinsame Zeit.
Bei Oma und Opa schmeckt es am besten.

Oma und Opa sind viel gemütlicher…

Im Alltag der Großeltern läuft vieles viel „entschleunigter“. Die Senioren haben keine zahlreichen Termine wie die Eltern und können sich ganz bewusst Zeit nehmen für das Enkelkind. Kinder haben dafür feine Antennen und finden es bei Oma oder Opa viel gemütlicher. Opas lesen unendlich viel vor, beim Spazierengehen können etliche Zwischenstopps eingelegt werden, um Dinge zu betrachten, weil Oma nie in Hetze ist. Traumhaft. Opa nimmt die Kinder mit zum Angeln und Oma zeigt, wie man einen Blumenkranz für den Kopf flechtet oder Blumen presst.  Und überhaupt – bei Oma schmeckt das Essen immer am besten (das könnte daran liegen, dass Oma ausschließlich die Lieblingsgerichte der Kinder kocht).

„Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“

Je mehr liebevolle Bezugspersonen ein Kind um sich hat, umso besser. Bei den Großeltern finden die Kleinen Zuwendung, Halt und Zuspruch. Kinder und Jugendliche können einen Rat von Oma und Opa vielleicht besser annehmen als von den eigenen Eltern. Zudem können die Großeltern über Erfahrungen aus ihrem Leben berichten, die die Eltern in dieser Form nicht erlebt haben. Großeltern bieten quasi jede Menge wertvollen Input für die kindliche Entwicklung, geben eigene Werte und Haltungen mit, eröffnen neue Wege der Konfliktlösungen und sind für Kinder ein Ruhepol im stürmischen Alltag.

Mit Oma und Opa Quatsch machen. Herrlich.
Gemeinsame Zeit mit Oma und Opa – unbezahlbar

Eltern und Großeltern

Rund ein Drittel der Großeltern in Deutschland übernehmen einen Teil der Kinderbetreuung. Für berufstätige Eltern ist das eine riesige Erleichterung und Hilfe. Oma und Opa werden von den Kindern heiß und innig geliebt und sie benötigen keine Fremdbetreuung in der Zeit, wenn die Eltern Termine wahrnehmen oder arbeiten sind. Wichtig sind hier klare Absprachen, damit keine Missverständnisse und Unstimmigkeiten entstehen, zudem sollten sich die Großeltern nicht als kostenloser Babysitter ausgenutzt fühlen.

Die Sache mit den Regeln bei Oma und Opa

Bevor überhaupt Frust auf einer Seite aufkommen kann, tut man gut daran, gewisse Absprachen zu treffen. Bitte denke daran, dass deine Eltern auch ihr eigenes Privatleben haben und nicht sofort „ bei Fuß stehen“ können, wenn Not am Mann ist. So sollten Betreuungszeiten rechtzeitig miteinander besprochen werden. Wenn du ganz feste Regeln für deine Kinder hast, bei denen du auch kein Pardon kennst, besprich dies mit deinen Eltern und bitte sie darum, auch auf die Einhaltung zu achten, wenn sie mit ihren Enkelkindern beisammen sind.

Doch nicht nur du solltest dich dazu äußern, auch deine Eltern haben sicherlich den ein oder anderen Wunsch, an was für Dinge sich die Kinder halten sollten, wenn sie bei Oma und Opa zu Besuch sind oder einen Ausflug mit ihnen unternehmen.

Kind, Eltern und Großeltern - 3 Generationen
3 Generationen – nicht immer konfliktfrei

Mehr Gelassenheit

Nehmen wir mal an, du hast deine Eltern schon drei Mal darum gebeten, dein Kind, wenn es zum Schlafbesuch bei Ihnen ist, nicht so spät ins Bett zu schicken. Dies hat wieder nicht geklappt und dein Nachwuchs kommt müde bei dir an. Du bist genervt und  Frust steigt in dir auf. Aber was wäre, wenn du in solchen Situationen einmal ganz tief durchatmest und dich ehrlich fragst, ob es nun so dramatisch ist, dass dein Kind in einer Nacht 1,5 Stunden weniger Schlaf bekommen hat? Gleiches gilt für etwas mehr Süßigkeiten oder ausgelassenes auf dem Bett herumspringen bei deinen Eltern.

Du würdest dich wundern, wie schnell Kinder von ganz alleine verstehen, dass bei Oma und Opa andere Regeln herrschen als zu Hause. Und keine Bange: Was bei deinen Eltern okay ist, setzt dein Kind bei euch zu Hause nicht eins zu eins um.

Kommunikation ist das A und O

Frisch gebackene Eltern stellen vielfach fest, dass das Band zwischen ihren Eltern und ihnen wieder mehr zusammenwächst. Sie selbst haben durch ihre neue Elternrolle mehr Verständnis für ihre Eltern und können Ängste, Nöte und Unsicherheiten, die Eltern manchmal beschäftigen, besser verstehen. Die neuen Großeltern freuen sich, dass die Kinder ihr eigenes Familienleben aufbauen und erkennen vieles wieder, wie sie es damals erlebt haben. Und was gibt es Schöneres als sich gemeinsam über das neue Erdenkind zu freuen und es auf seinem Weg zu begleiten?

Um Konflikte zu vermeiden sind Transparenz und Kommunikation wohl die Mittel erster Wahl. So gelingt es ganz sicher, dass 3 Generationen ein harmonisches Familienleben führen können.

Habt es gut miteinander.

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