Allgemein

Wer mit seinem Baby einen Babykurs besuchen möchte, hat die Qual der Wahl. Möchtet du zum bewährten Babyschwimmen, zur Babymassage, Babyyoga, Delfi, ElBa oder doch zum Baby-Joggen? Falls du dich immer schon einmal gefragt hast, was hinter einem Pikler Babykurs steckt, möchten wir dich an dieser Stelle ein wenig darüber aufklären.

Weiterlesen Pikler Babykurs – lerne dein Baby neu kennen
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Warum ist es für andere so befremdlich, wenn Frauen ihre Kinder länger stillen? Warum fehlt es uns bei diesem Thema so häufig an Toleranz? Wir möchten an dieser Stelle mit Vorurteilen aufräumen und  für das Langzeitstillen plädieren. In vielen Kulturen ist es völlig normal, seine Kinder bis weit hinaus über das zweite Lebensjahr zu stillen.

Weiterlesen Langzeitstillen – bitte mehr Toleranz!
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Kleine Kinder essen anfangs noch munter drauf los und probieren nahezu alles, was Sie zwischen die Finger bekommen. Sind die Kinder ein wenig älter, ändert sich das Essverhalten häufig und plötzlich wird alles, was doch vorher als so lecker empfunden wurde, strikt abgelehnt. Sind das bereits erste Anzeichen einer handfesten Essstörung? Es gibt Kinder, die in solch einer Phase sich nur noch von wenigen  Lebensmitteln ernähren und Eltern schier verzweifeln, weil sie sich ängstigen, dass das Kind zu wenig, zu einseitig und zu ungesund isst. Muss man sich sorgen?

Weiterlesen Schlechter Esser – Ist das eine Essstörung?
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Der Kindergarten Start ist ein großer Schritt, nicht nur für das Kind, ebenso für die Eltern. Ganz gleich, ob ihr euch für einen Montessori-  einen Wald- oder zum Beispiel für einen Freinetkindergarten entscheidet,  die Zeit der Kindergarteneingewöhnung ist aufregend – für die ganze Familie. Wie du diese Phase entspannt gestaltest und dein Kind sich im Kindergarten schnell gut aufgehoben fühlt, erfährst du hier.

Weiterlesen Kindergarten Start – Eingewöhnung leicht gemacht
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Kinderreiche Familie – Aufwachsen mit 14 Geschwistern

Björn (47) ist bei HANS NATUR ein hochgeschätzter und liebenswerter wie patenter Kollege. Wenn Björn nicht bei uns das Lager leitet, kümmert er sich um seinen Hof „Fraulundhof“ (und die dazugehörigen Ferienwohnungen), auf dem er und seine Familie leben.  Beim Schreiben des Blogartikels „Plädoyer für kinderreiche Familien“ fiel mir siedend heiß ein, dass Björn ja der ultimative Ansprechpartner in Sachen Großfamilien ist. Der Gute ist nämlich mit 14 Geschwistern aufgewachsen. Björn hat einem Interview zum Thema kinderreiche Familie sofort zugestimmt (1000 Dank dafür, lieber Björn).

Weiterlesen Die kinderreiche Familie – das Interview
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Eingelaufener Schlafsack

Pflegen und Waschen von Wollkleidung? Ganz einfach!

Du liebst deine Wollkleidung und möchtest lange Freude daran haben? Wir haben für dich zusammengefasst, wie du deine Wollsachen wäschst, pflegst und hegst und was es zu beachten gilt, damit deine  Wollkleidung aus Naturfasern schön und kuschelig bleibt.

Wolle ist eine Naturfaser mit ganz hervorragenden Eigenschaften. Sie ist eine natürliche Funktionsfaser.  Schurwolle kann von vielerlei Tieren stammen, zum Beispiel vom Merinoschaf, vom Alpaka oder von der Ziege.  Je feiner die Wolle, umso anschmiegsamer und weicher ist das Textil. Lege Wert darauf, dass du Produkte aus Schurwolle (kbT) kaufst, um sicherzustellen, dass die Wolle aus artgerechter Tierhaltung stammt.

Immer wieder erreichen uns Anfragen unserer Kunden, wie genau sie nun ihre Wollkleidung waschen sollen und leider auch Retourensendungen, in denen klitzekleine, verwaschene und verfilzte Wollpullover, Leggings und Co an uns zurück gesendet werden. Dabei ist es wirklich einfach, seine Wollkleidung richtig zu waschen.  Setze dabei auf Wasch-und Pflegemittel mit passendem pH-Wert, die frei sind von chemischen Duft- und Konservierungsstoffen und sich speziell für Bio-Wollprodukte eignen.

Weiterlesen Wie du deine Wollkleidung richtig wäschst und pflegst
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Wie war das damals bei euch? Taschengeld- Sparfuchs oder dauerpleite?

Könnt ihr euch noch erinnern? Seid ihr gut mit eurem Taschengeld über die Runden gekommen? Oder gab es zum Monatsende immer zähe Verhandlungen zwischen euren Eltern und euch, mit dem Ziel einen Taschengeldvorschuss zu ergattern? Damit das Thema Taschengeld nicht zu einer leidigen Angelegenheit wird, sondern für euer Kind ein tolle Möglichkeit darstellt, den ersten Umgang mit seinen Finanzen zu üben, haben wir hier Infos und Hilfreiches rund um das Thema „Kinder und Taschengeld“ für euch zusammengestellt.

Häufig beginnen Kinder mit ca. fünf, sechs Jahren sich für das Thema Geld zu interessieren. Dies ist ein guter Zeitpunkt, die Kleinen mit den unterschiedlichen Geldstücken und Geldscheinen vertraut zu machen.  Zu Beginn genügt ein kleiner Taschengeld Betrag wie 50 Cent oder 1 €/Woche und vielleicht ein Sparschwein oder Kindertresor, in dem das Taschengeld gehortet werden kann.  Oftmals fangen die Kinder nun beim gemeinsamen Einkaufen an, nach den Preisen von Lebensmitteln, Süßigkeiten, Comic-Heften etc. zu fragen und staunen nicht schlecht: ganz schön teuer! Nun entwickelt sich zum ersten Mal ein Gefühl für den Wert der Dinge.

Weiterlesen Taschengeld für Kinder
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Beim Thema Familienbett gehen die Meinungen weit auseinander. Einige Eltern halten das Co Sleeping für Eltern und Kinder für eine selbst aufgebürdete Last, andere wollen das Familienbett nie wieder missen. Verwöhnt man sein Kind im Familienbett zu sehr? Bleibt das Liebesleben auf der Strecke und wann bitteschön, verlassen die Kinder das Familienbett, um im eigenen Bett zu schlafen?

Beim bindungsorientierten Erziehen, dem Attachment Parenting ist das Familienbett ein fester Bestandteil. Warum schlafen wir Erwachsenen zu zweit, verlangen aber von unserem Baby, bzw. Kind, allein in seinem Kinderzimmer zu schlafen?  Es gibt etliche Ratgeber für Eltern, die mit konsequenten, oftmals auch mit harten Regeln aufzeigen, wie das Baby oder Kind in seinem Bettchen schnell ein- und auch durchschläft. Ist das beziehungsorientiert? Ist das kindgerecht?

Back to the roots – zurück zum Familienbett

Und was ist mit den Eltern? Elternsein von einem Baby oder Kleinkind kann fordernd und auch anstrengend sein. Mütter und Väter sehnen sich nach ein wenig Pause und Freiraum. Da soll man das Baby auch noch mit ins Bett nehmen? Hat man dann gar keinen Rückzugsraum mehr und wo bleibt man als Paar ab?

Fakt ist: Die meisten Eltern sind hellauf begeistert vom hauseigenen Familienbett. Das Bedsharing bietet allerlei Vorteile und knüpft ein zusätzliches Band zwischen Eltern und Kind. Früher war es Gang und Gäbe, dass die gesamte Familie sich den Schlafplatz teilte – sei es nun aus Platzgründen, um sich gegenseitig Körperwärme zu schenken oder aus Gründen der Sicherheit. In vielen anderen Ländern wären Eltern entsetzt, wenn wir Europäer davon erzählen, dass wir unseren Säugling nachts alleine, in seinem Kinderzimmerbett unterbringen, statt ihn die Nestwärme von Mama und Papa spüren zu lassen.

weinendes Kind

Beistellbett oder „Babybalkon“

In den letzten Jahren ist die Nachfrage an Beistellbetten stark gestiegen. So ein Beistellbett ist etwas Bereicherndes, denn die stillende Mutter muss sich zum Stillen nicht aus dem Bett quälen, sondern kann zum Baby anlegen das Kind einfach mit ins Bett holen. Einige Eltern bauen auch ein klassisches Babybett so auseinander, dass es mit der offenen Seite am elterlichen Bett stehen kann. Der Vorteil: Man hat durch ein Beistellbettchen mehr Platz im eigenen Bett. Einige Eltern haben Angst, dass sie sich im Schlaf auf ihr Kind rollen oder es versehentlich zudecken.  Die kann natürlich keinesfalls mit einem Beistellbett geschehen.

Baby im Beistellbettchen

Sicher schlafen

Um das Schlafen im Familienbett sicherer zu gestalten, solltest du das Bett mit einem Stillkissen als Begrenzung ausstatten  und auf große Kissen verzichten. Wir empfehlen dir, deinem Kind einen Baby Schlafsack anzuziehen, statt es unter deine große Decke zu nehmen. Babys, deren Eltern Raucher sind, sollten gar nicht bei Mama und Papa schlafen, da dies das Risiko für einen  plötzlichen Kindstod erhöhen kann.

Achte auf eine gesunde Schlafzimmer-Temperatur, damit dein Baby nicht überhitzt. Übrigens eignen sich Wasserbetten nicht als Familienbett und zudem solltest du dein Baby auf einer festen Matratze schlafen lassen. Die kleine Wirbelsäule ist nämlich noch nicht komplett ausgereift und benötigt Unterstützung durch eine festere Unterlage.

Familienbett – vielleicht nicht für jedermann geeignet

Jeder muss für sich herausfinden, ob das Familienbett eine attraktive Lösung für ihn ist. Beide Partner sollten diesen Wunsch hegen, ansonsten sind Meinungsverschiedenheiten und Reibereien vorprogrammiert. Wenn du jemand bist, der zu einem unruhigen Schlaf neigt oder unter Einschlafproblemen leidet, ist das Familienbett vielleicht nichts. Das Schlafen im gemeinsamen Bett mit deinem Kind kann sich aber ebenso positiv auswirken, und ihr schlaft alle wesentlich besser.

Die meisten Eltern sagen, dass es dann und wann mal unruhige Nächte, zum Beispiel durch Krankheit gibt, aber die Nähe zueinander und das gemeinsame Aufwachen unbezahlbar schön sind.

Viele anfängliche Probleme lösen sich von selbst

Wie Co sleeping für die Familie am besten funktioniert, muss jede Familie für sich selbst herausfinden. Anfängliche Sorgen über unterschiedliche Zubettgeh- und Aufstehzeiten, zu viel Gerangel im elterlichen Bett, welche Größe das Familienbett haben sollte, damit alle komfortabel schlafen können oder ob man das Kind mit Bedsharing zu sehr verwöhnt, lösen sich von selbst.

Baby auf dem Bauch

Das Liebesleben der Eltern

Eines der ersten Argumente, das genannt wird, wenn es um Pro und Contra beim Thema Familienbett geht: „Da bleibt ja das Liebesleben komplett auf der Strecke.“ Hört man sich allerdings bei Eltern um, die ein Familienbett ihr Eigen nennen, heißt es oft: „Sex muss ja nicht zwingend im Bett stattfinden. Wir sind da jetzt wesentlich erfinderischer.“  Viele Eltern empfinden diese Abwechslung, als sehr erfrischend und belebend für die Beziehung.

Das Familienbett selber bauen

Auch hier sind die ausgewählten Maße individuell auf die Schlafbedürfnisse der Familienmitglieder abzustimmen. Macht ihr euch beim Schlafen extrem breit? Wieviel Familienmitglieder schlafen im Familienbett?

Eine Liegefläche mit 1,80 m Breite wird für 2 Personen und zwei Halbe 😉 schnell zu klein.

Im Internet erhaltet ihr zahlreiche Anleitungen für den Bau eines Familienbettes und müsst so nicht zwingend ein fertig hergestelltes Bett kaufen.

Wenn ihr handwerklich nicht so versiert seid, kann man selbstverständlich auch ein Familienbett beim Möbelhändler kaufen.

Viele Möbelhersteller haben mittlerweile den Trend zum Familienbett aufgegriffen, die Auswahl ist um einiges größer als noch vor ein paar Jahren. Besucherritzen verschwinden durch Matratzenkeile.

Wann schlafen die Kinder in ihrem eigenen Bett?

Die Antwort lautet: Wenn die Kleinen so weit sind. Meistens ist dies viel früher der Fall, als die Eltern meinen. Es ist ganz natürlich, dass in Kindern irgendwann der Wunsch entsteht, in ihrem eigenen Bett zu schlafen. Einige Kinder möchten ab ca. 3 Jahren in ihrem Bettchen schlafen, andere benötigen Mamas und Papas Nähe noch bis kurz vor der Einschulung.

Dann gibt es natürlich Situationen, in denen auch ältere Kinder das Familienbett „reaktivieren“. Nichts ist tröstender bei Kummer oder Krankheit, als bei Mama und Papa zu schlafen und das sollte den Kindern auch gewährt werden.

Familie kuschelt im Bett

Manchmal klappt es einfach nicht

Vielleicht hast du bereits in der Schwangerschaft von einem Familienbett geträumt und das Bett stand zum Ende der Schwangerschaft schon fix und fertig in eurem Schlafzimmer. Ganz gespannt probiert man als kleine, neue Familie das Bett aus und zieht nach einigen Wochen das Fazit: „Das habe ich mir aber anders vorgestellt“. Dies kann verschiedene Gründe haben. Die ersten Wochen und Monate mit dem Baby sind eh sehr aufregend und mitunter zehrend. Das bedeutet, man benötigt unbedingt einen guten Schlaf, um sich fit zu fühlen und zu regenerieren.

Wenn du zu den empfindlichen Schläfern gehörst, fällt es dir sicherlich schwer, dein Baby nachts zu stillen und durch zu wenig Platz oder das Schnarchen deines Partners immer wieder wach zu werden. Erholt fühlst du dich am nächsten Morgen dadurch nicht, eher wie „durch den Wolf gedreht“.

Wir sind nicht die Familienbett Sippe

Manchmal halten sich Kind und Eltern unfreiwillig die Nacht über wach. Stets herrscht eine gewisse Unruhe. Das ist nicht schön, weder für die Eltern, noch für das Baby. Es gibt durchaus Familien, für die das getrennte Schlafen erholsamer ist, als auf Biegen und Brechen das Schlafen im Familienbett durchzusetzen.

Falls dies bei euch der Fall sein sollte, mache dir klar, dass das keine Art Niederlage ist, sondern nur wieder einmal beweist, wie unterschiedlich wir und unsere Bedürfnisse sind. Gemeinsames Kuscheln im Bett kann ja dennoch stattfinden.

Wir wünschen dir und deiner Familie erholsame Nächte.

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Ja, wir wissen, dass die Trotzphase, auch Autonomiephase genannt, normal ist und zur kindlichen Entwicklung gehört. Aber warum machen uns diese Wutausbrüche des Kindes  immer wieder so fertig? Was kann ich als Elternteil tun, damit mein Kind nicht mehr schreit, haut oder beißt? Kann ich überhaupt etwas tun?

Ein jeder, der Kinder hat, kennt diese Phase, die Kinder meistens im Alter zwischen 1,5 und 6 Jahren durchlaufen. Anstrengend ist das, für die ganze Familie fordernd und häufig frustrierend. Denn so ein typischer Tobsuchtsanfall geschieht leider nicht nur einmal. Manchmal genügt es schon, wenn dein Nachwuchs hungrig ist oder seinen Willen nicht bekommt und schon geht es los. Hilfreich ist, sich dann immer vor Augen zu halten, dass dein Kind dich nicht damit ärgern will, sondern dass dieses Verhalten unheimlich wichtig für seine Entwicklung ist. Es entdeckt in dieser Zeit, dass es nicht immer die gleiche Meinung wie Mama und Papa haben muss und versucht sich zu behaupten.

Ein Wutanfall, wie er im Buche steht

Wir Eltern können noch so genau wissen, dass diese Anfälle in der Trotzphase völlig normal sind, doch oft treten uns, wenn das Kind die elterlichen Trommelfelle durch Gekreische schwingen lässt, die Schweißperlen auf die Stirn. Das Kind reagiert völlig aus dem Bauch heraus und verausgabt sich durch Gegenstände werfen, schreien, treten und mehr. Beruhigungs- und Ablenkungsversuche laufen ins Leere, ein Gespräch mit dem Kind ist nicht möglich.

Gerade war noch alles in bester Ordnung

Man hat Angst, dass die Nachbarn sich über den Lärm beschweren oder sich ums Kind sorgen. Gern genommen werden auch Wutanfälle im Supermarkt, oder wenn man irgendwo zu Besuch ist.

Aushalten. Man muss die Minuten nur Aushalten und das Kind machen lassen, denn den Wutanfall mit Tricks zu verkürzen ist nur schwer möglich. Widerstehe dem Impuls, klein beizugeben oder dein Kind zu bestechen. Nimm davon Abstand, mit deinem Kind zu schimpfen. Seine Wut richtig sich nicht gegen dich. Es ist gerade einfach mit der Situation überfordert. Wut zu kompensieren oder in Worte zu fassen hat es noch nicht gelernt, also muss sie raus, die Wut.

Wütendes Kind

Üben, üben, üben

Es mag dir vielleicht albern erscheinen, aber es kann hilfreich sein für solche Situationen einen Plan im Hinterkopf zu haben. Wie du die Bockanfall-Situation durchlebst, hängt allein von dir ab. Die so oft von Eltern eingeforderte Gelassenheit kann man trainieren und es hilft ungemein, wenn du, wenn das Kind nicht mehr zu halten ist, weißt, was Sinn macht oder eben auch nicht. Hilfreich können sein:

  • Vielleicht der wichtigste Tipp: Sei deinem Kind ein gutes Vorbild
  • Tief durchatmen
  • Nimm den Wutanfall nicht persönlich
  • Wenn dein Kind sich nicht in den Arm nehmen lassen möchte, akzeptiere das
  • Wenn das Kind sich selbst oder andere durch seinen Wutanfall verletzen könnte, ist festhalten legitim. Dies dient nicht zur Bestrafung, sondern zum Schutz.
  • Lass dich durch das Verhalten deines Kindes nicht weichklopfen und gewähre ihm seinen Willen, bloß damit der Trotzanfall aufhört
  • Bitte versuche nicht, dein Kind mit Bestechungen umzustimmen
  • Nicht drohen oder schimpfen
  • Wenn dein Kind sich beruhigt hat, ist der Zeitpunkt für ein Gespräch da. „Was hat sich so wütend gemacht. Was können wir nächstes Mal tun, damit es nicht so schlimm wird?“
  • Mache dir bewusst, dass dein Kind gerade höchst frustriert ist und danach Trost und Zuwendung benötigt.
  • Lerne, im Vorfeld zu erkennen, wenn sich ein Wutanfall anbahnt und sprich dein Kind an. Zum Beispiel mit: „Du schaust so wütend. Willst du mir sagen, was los ist?“
  • Zeige deinem Kind Alternativen auf. Hilfreich können ein Kinder Boxsack oder gegen Mamas Hände boxen sein
  • Übe mit deinem Kind, frustrierende Gefühle in Worte zu fassen.
Verständnis zeigen

Können noch andere Ursachen dahinter stecken?

Auch wenn die Trotzphase mit Wutanfällen, noch so normal sind in der kindlichen Entwicklung, gilt es auch immer nach den Ursachen zu schauen. Das hilft dir auch, die Frustration deines Kindes besser zu verstehen. Bitte sei auch stets aufmerksam, ob vielleicht nicht auch andere Gründe eine Ursache sein können. Ist dein Kind eventuell auf das Geschwisterkind eifersüchtig, hängt der Familiensegen schief oder gibt es Probleme im Kindergarten oder in der Schule?

Über jedes Maß hinaus

Wenn dich das Gefühl beschleicht, dass die Wutausbrüche deines Kindes zu häufig stattfinden oder dein Nachwuchs sich fast schon jähzornig benimmt, tust du gut daran, dir Hilfe zu holen. Gegebenenfalls genügt schon ein Gespräch mit dem Kinderarzt, um wieder klarer zu sehen oder neue Impulse und Lösungsansätze zu finden. Du kannst zu einer Fachkraft bei einer Beratungsstelle gehen oder zu einem Kinderpsychologen. Es gibt viele Anlaufstellen für hilfesuchende Eltern, nimm eine davon wahr und deren Hilfe an.

Es geht vorüber

Keine Floskel – Die Trotzphase geht vorbei und du kannst dein Kind dabei liebevoll begleiten. Dies ist die Phase in der kindlichen Entwicklung, in der dein Nachwuchs lernt, Gefühle wie Traurigkeit, Wut oder zum Beispiel Angst in Worte zu fassen. Diese negativen Gefühle gehören zu den normalen Stimmungsbildern und manch ein Erwachsener, weiß nicht mit ihnen auf ausgeglichene Weise umzugehen. Wahrscheinlich, weil man es als Kind nie lernen durften. Wünscht man sich das später für das eigene Kind? Nein!

Bleibe mit deinem Kind im Gespräch, zeige Verständnis, erkläre ihm, dass du manchmal auch arg wütend bist, solche Gefühle ebenfalls kennst und zeige ihm Lösungswege auf, wie man mit Frustration umgehen kann. Das ist doch ein überaus wichtiger Bestandteil bei der Begleitung von Kindern, nicht wahr?

Um Deinen kleines Wutmonster in der Trotzphase bestens begleiten zu können, empfehlen wir Dir diese Bücher: Der Trotzphasen Survivalguide, Familienleben – Gemeinsam wachsen oder Die kompetente Familie von Jesper Juul.

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Ein jeder von uns kennt wohl die Situation, in der ein Kind sich nicht benimmt. Wie denn auch, die Kleinen müssen angemessenes Benehmen erst erlernen. Wie stellt man das an und was ist denn „angemessen“? Bringt es etwas in der Erziehung, wenn ich mein Kind jedes Mal ermahne, Bitte und Danke zu sagen? Wie lernt mein Nachwuchs zu teilen und das Schlagen und Kneifen keine Optionen bei Frust sind? Was ist denn ein gut erzogenes Kind überhaupt?

Damals und heute

Es ist noch keine 100 Jahre her, da haben Kinder Ihre Eltern häufig noch gesiezt. Diese Zeiten sind Gott sei Dank vorüber. In den 70er- und 80er Jahren gab es wiederum viele Eltern, die ihre Kinder antiautoritär erzogen haben. Ziel ist es wohl, einen gesunden Mittelweg zu finden. Wir wollen keine dressierten, kleinen Erwachsenen, doch wir wünschen uns natürlich, dass gewisse Regeln und Werte auch für unsere Kinder gelten. Vieles, was wir unseren Kindern mit auf den Weg geben möchten geschieht ganz automatisch – durch das Vorleben der Eltern.

Wir Eltern sind Vorbilder für unser Kind

Wie wir leben und agieren, hängt unmittelbar mit dem Empfinden und Verhalten unserer Kinder zusammen. Uns Erwachsenen fällt es oftmals schwer, Dankbarkeit zu empfinden, für all das, was ist. Dabei ist ein achtsames Dankbar sein so immens wichtig. Denkt man an Freunde, Bekannte, Kollegen oder an Begegnungen mit Fremden, fallen uns sicherlich schroffe und undankbare Reaktionen ein, in denen wir oder der andere nicht angemessen reagiert haben. Wir können andere nicht zu Dankbarkeit und höflichem Miteinander zwingen, aber wir können durch unser eigenes Verhalten schon viel dazu beitragen. Gleiches gilt für unsere Kinder. Wenn wir achtsam und respektvoll miteinander umgehen und dann und wann einfach mal dankbar sind, wird sich dies auch im Verhalten unserer Kinder widerspiegeln.

Mein Kind will einfach nicht Bitte und Danke sagen

Noch immer zieren sich Eltern mit dem „guten Benehmen“ ihrer Kinder. Ihnen gefällt nicht der Gedanke, dass das Kind sich  daneben benehmen könnte, womöglich auch noch vor anderen. Ein unerwünschtes Verhalten von Kindern, fällt ja zudem auf die Eltern zurück, nicht wahr? Es ist nach wie vor keine Seltenheit, dass die Kleinen regelrecht gedrillt werden. Ein Dauerthema in der Erziehung ist zum Beispiel das Bitte und Danke sagen.

Kinder leben im Moment und sie reagieren auch aus dem Moment heraus. Danke und Bitte sagen ist im Alltag mit Mama und Papa spielerisch leicht zu erlernen, wenn man auch in den eigenen vier Wänden auf ein achtsames Miteinander legt.

Die richtige Hand

Wie heißt das Zauberwort?

Gänzlich vermeiden sollte man, das Kind zum Bedanken zu zwingen. Wie unangenehm, wenn Eltern leise soufflieren: „Und nun sag schön Danke, ja?“ und das Kind sich hinter der Mutter oder dem Vater versteckt und jeden Augenkontakt vermeidet. Es fühlt sich unwohl und unter Druck gesetzt. Und möchte man als Eltern tatsächlich, dass das Kind ein Dankeschön herunterleiert, obwohl es die Situation vielleicht gar nicht versteht oder keine Dankbarkeit empfindet?

Tue dir und deinem Kind einen Gefallen: Wenn du so einen Moment noch einmal mit deinem Kind besprechen möchtest, sprecht in Ruhe zu Hause darüber und nicht dort vor Ort. Dies würde die unangenehmen Gefühle deines Kindes nur noch verstärken.

Danke sagen

Erziehung – Wir verlangen ganz schön viel

Gib die richtige Hand, sag Dankeschön, es wird nicht gehauen, das musst du jetzt teilen, entschuldige dich, sag Guten Tag, es heißt ich möchte, statt ich will, Ellbogen vom Tisch, du musst auch verlieren können – dies könnte man noch unendlich fortführen. Kindern fordert akkurates Benehmen, das Erlernen von Regeln viel ab. Hilfreich ist es, als Eltern innezuhalten, um sich zu überlegen, was für sie wirklich zählt. Welche Regeln, welche Werte möchte ich meinem Kind vermitteln und was halte ich für absoluten Nonsens? Wir Eltern müssen ebenfalls etwas lernen – nämlich Fünf mal gerade sein zu lassen und bei schlechter Tagesform der Kinder, immer mal wieder ein Auge zuzudrücken.

Sinnvoll ist es, dem Kind altersgerecht zu erklären, warum man auf bestimmte Dinge Wert legt. Einige Eltern schwören darauf, sich taub zu stellen, wenn im Befehlston ein Kommando an die Eltern gerichtet wird wie „Mama, trinken.“ Nach kurzer Überlegung folgt dann häufig ein Bitte durch den Nachwuchs.

Füße auf dem Tisch

Kindermund tut Wahrheit kund

Und das stimmt. Fast alle Eltern haben eine oder mehrere Geschichten zu erzählen, wie ihr Kind sie im Alltag bei anderen einmal in große Verlegenheit gebracht hat. Das kann ein: „Mama, guck mal die Frau mit den komischen Haaren!“ im Laden sein oder beim Familienbesuch ein „Papa hat heute zu Hause gesagt, er hat überhaupt keine Lust euch heute zu besuchen.“ Hier hilft nur Gelassenheit und die Hoffnung, dass das Gegenüber genauso entspannt reagiert. Bitte zwinge dein Kind nicht, sich sofort zu entschuldigen, denn es begreift gar nicht, warum es etwas Falsches getan haben soll. Hat es ja im Grunde auch nicht. Einerseits verlangen wir von unserem Kind, stets die Wahrheit zu sagen, um auf der anderen Seite Wahres nicht auszusprechen. Ganz schön knifflig…

Die Sache mit den Kraftausdrücken

Im Kindergarten lernen Kinder jede Menge wertvolle Dinge, aber leider, leider auch das ein oder andere Schimpfwort. Wir Eltern machen große Augen, wenn das Kind zu Hause, ganz unbedarft, sein neu erlerntes Wort zum Besten gibt. Die Kleinen finden es großartig: Schlimme Wörter sagen, ganz wie die Erwachsenen und die Großen reagieren da auch richtig doll drauf. Toll! Bei Mama und Papa kommt das neue Wortrepertoire nicht so gut an. Was tun als Eltern? Zu sehr solltest du den neu erworbenen Wortschatz nicht thematisieren, gleichwohl aber deinem Kind erklären, dass Schimpfwörter bei euch nicht erwünscht sind und andere tief verletzen können.

Mit größeren Kindern kann man übrigens ganz wunderbar ein Schimpfwort-Sparschwein einrichten, in das dann jedes Mal ein kleiner Betrag wandert, wenn ein vermeintlicher Kraftausdruck fällt. Achtung Erfahrungswert: Eltern müssen ab und zu auch einzahlen…

Was im Leben wirklich zählt

Wir wünschen uns später für unsere Kinder ein zufriedenes, glückliches Leben und möchten ihnen aus diesem Grunde viel mit auf den Weg geben. Übe dich in Geduld, wenn das Benehmen deiner Kleinen manchmal zu wünschen übrig lässt. Viel wichtiger als die Erziehung sind doch Werte wie Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Wahrhaftigkeit, Respekt oder zum Beispiel ein achtsames Miteinander. Sind diese verinnerlicht und werden von allen Familienmitgliedern gelebt und wertgeschätzt, stellt sich ein gutes Benehmen ganz von alleine ein.

Möchtest du noch mehr zum Thema Erziehung lesen, dann schau bei unserem Blogbeitrag Credo der Erziehung zum guten Kind: 20 Glaubenssätze vorbei.

In unserem Shop findest du wertvolle Ratgeber, wie zum Beispiel Kinder verstehen.

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