Tipps, Tricks, Ideen und Anregungen

Milchstau, Mastitis, wunde Brustwarzen, zu wenig Milch….Über Probleme beim Stillen wird ungern gesprochen. Überall wird einem als junge Mutter suggeriert, das Stillen völlig unkompliziert von statten geht. Eine Vielzahl der Mütter, die beim Stillen leiden, gibt das Stillen auf. Verständlich – gerade zu Beginn der Stillzeit sind viele Mütter verunsichert, wissen nicht so recht, wie sie das Baby korrekt anlegen sollen, leiden unter Schmerzen beim Stillen oder ängstigen sich, dass ihr Baby nicht genügend Muttermilch erhält.  

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Wer mit seinem Baby einen Babykurs besuchen möchte, hat die Qual der Wahl. Möchtet du zum bewährten Babyschwimmen, zur Babymassage, Babyyoga, Delfi, ElBa oder doch zum Baby-Joggen? Falls du dich immer schon einmal gefragt hast, was hinter einem Pikler Babykurs steckt, möchten wir dich an dieser Stelle ein wenig darüber aufklären.

Weiterlesen Pikler Babykurs – lerne dein Baby neu kennen
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Kleine Kinder essen anfangs noch munter drauf los und probieren nahezu alles, was Sie zwischen die Finger bekommen. Sind die Kinder ein wenig älter, ändert sich das Essverhalten häufig und plötzlich wird alles, was doch vorher als so lecker empfunden wurde, strikt abgelehnt. Sind das bereits erste Anzeichen einer handfesten Essstörung? Es gibt Kinder, die in solch einer Phase sich nur noch von wenigen  Lebensmitteln ernähren und Eltern schier verzweifeln, weil sie sich ängstigen, dass das Kind zu wenig, zu einseitig und zu ungesund isst. Muss man sich sorgen?

Weiterlesen Schlechter Esser – Ist das eine Essstörung?
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Der Kindergarten Start ist ein großer Schritt, nicht nur für das Kind, ebenso für die Eltern. Ganz gleich, ob ihr euch für einen Montessori-  einen Wald- oder zum Beispiel für einen Freinetkindergarten entscheidet,  die Zeit der Kindergarteneingewöhnung ist aufregend – für die ganze Familie. Wie du diese Phase entspannt gestaltest und dein Kind sich im Kindergarten schnell gut aufgehoben fühlt, erfährst du hier.

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Mein Kind nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau…

Irgendwann entdeckt ein jedes Kind, dass man nicht immer zwingend die Wahrheit sagen muss. Damit meinen wir keine Phantasiegeschichten im Kleinkinderalter, sondern bewusste Lügen, die Kinder ab 5, 6 Jahren zum Besten geben. Wie erklärt man seinem Nachwuchs den Unterschied zwischen Notlügen und „bösen“ Lügen? Was lebst du deinen Kindern vor? Und was steckt hinter diesen Lügen, denn heißt es nicht, jede Lüge hat ihren Grund?

Weiterlesen Wie reagieren, wenn das Kind lügt?
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Wie war das damals bei euch? Taschengeld- Sparfuchs oder dauerpleite?

Könnt ihr euch noch erinnern? Seid ihr gut mit eurem Taschengeld über die Runden gekommen? Oder gab es zum Monatsende immer zähe Verhandlungen zwischen euren Eltern und euch, mit dem Ziel einen Taschengeldvorschuss zu ergattern? Damit das Thema Taschengeld nicht zu einer leidigen Angelegenheit wird, sondern für euer Kind ein tolle Möglichkeit darstellt, den ersten Umgang mit seinen Finanzen zu üben, haben wir hier Infos und Hilfreiches rund um das Thema „Kinder und Taschengeld“ für euch zusammengestellt.

Häufig beginnen Kinder mit ca. fünf, sechs Jahren sich für das Thema Geld zu interessieren. Dies ist ein guter Zeitpunkt, die Kleinen mit den unterschiedlichen Geldstücken und Geldscheinen vertraut zu machen.  Zu Beginn genügt ein kleiner Taschengeld Betrag wie 50 Cent oder 1 €/Woche und vielleicht ein Sparschwein oder Kindertresor, in dem das Taschengeld gehortet werden kann.  Oftmals fangen die Kinder nun beim gemeinsamen Einkaufen an, nach den Preisen von Lebensmitteln, Süßigkeiten, Comic-Heften etc. zu fragen und staunen nicht schlecht: ganz schön teuer! Nun entwickelt sich zum ersten Mal ein Gefühl für den Wert der Dinge.

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Bei Schwangeren zeigt sich im letzten Drittel der Schwangerschaft der sogenannte Nestbautrieb. Es ist für die werdende Mama ein beruhigendes Gefühl, wenn sie weiß, dass das Kinderzimmer fertiggestellt ist, wer in der Wochenbettzeit unter die Arme greift und das die Kliniktasche für die Geburt fertig gepackt ist. Apropos: Was gehört eigentlich in die Kliniktasche?

Nützliches und Wohlfühldinge

Wir möchten dich mit ellenlangen Listen verschonen und führen hier wirklich nur das auf, was wir bei unseren Geburten und den Tagen danach als gut und wichtig empfunden haben. Wir finden zum Beispiel, dass Wohlfühlkleidung ein absolutes Muss ist. Selbstverständlich dürfen die Dokumente nicht fehlen, die du im Krankenhaus vorlegen musst.

Bitte bedenke aber auch, dass jeder von uns, unterschiedliche Bedürfnisse hat und die Dinge variieren können. Was für den einen totaler Nonsens ist, ist für die nächste ein „Must Have“. Die Kliniktasche kann 4 bis 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin gepackt werden, dann ist, wenn es losgeht, alles schnell zur Hand.

Wenn etwas fehlen sollte…

Dinge wie Binden und konventionelle Windeln haben wir nicht mit auf die Kliniktaschen Packliste geschrieben. Nach unseren Erfahrungswerten bekommst du diese Dinge in der Klinik gestellt. Bitte bedenke ebenfalls (und das ist doch wirklich beruhigend zu wissen), falls etwas fehlen sollte, ist dies kein Weltuntergang. Wenn du nicht gerade im letzten Winkel der Welt dein Kind gebärst, kann alles schnellstens im Nachhinein besorgt werden.

Was gehört in die Kliniktasche?

  • Mutterpass
  • Personalausweis
  • Krankenversicherungskarte
  • Wenn vorhanden: Heiratsurkunde der werdenden Eltern oder beide Geburtsurkunden
  • Krankenhauseinweisung vom behandelnden Gynäkologen, wenn vorhanden
Mutterpass
  • Einige Shirts
  • Jogginghose
  • Nachthemden oder Pyjamas, die vorne zu öffnen sind (praktisch beim Stillen)
  • Still BHs
  • Kuschelsocken
  • Slips, bitte keine klitzekleinen Unterhosen. Nach der Geburt müssen größere Binden hineinpassen können.
  • Hausschuhe
  • Bademantel
  • Jacke
Socken sollten in die Kliniktasche

Pflege

  • Lippenpflegestift
  • Cremes
  • Shampoo und Seife
  • Stilleinlagen, wenn du deine eigenen und nicht die des Krankenhauses nutzen möchtest
  • Kosmetik
  • Bürste
  • Zahnputzzeug
  • Deo

Sonstiges

  • Brille oder Kontaktlinsen
  • Haarband
  • Handy samt Ladekabel
  • Süßigkeiten, Nüsse oder Ähnliches
  • Geld
  • Etwas zum Lesen
  • Schmutzwäsche-Beutel
  • ggf. Handtücher und Waschlappen

Fürs Baby

  • Babyshirts
  • Strampler
  • Bodys
  • Jacke
  • Spucktücher
  • Mützchen
  • Babydecke
  • ggf. Stoffwindeln und Windelhose
  • Babyschale (kann Papa mitbringen, wenn er euch abholt)
  • Socken oder Babyschuhe

Für Individualisten

Tue dir selbst einen Gefallen und schleppe nicht so viel Unnötiges mit ins Krankenhaus. In den ersten Tagen und ja generell im Wochenbett geht es doch hauptsächlich um Nähe und Geborgenheit, um das Bonding zwischen deinem Baby und dir. Schlaf, Ruhe, Stillen und Kuscheleinheiten sind nun wichtig und  diese Dinge kann man nicht in die Kliniktasche packen. 😉

Wichtig ist, dass du dich rundherum wohl fühlst. Hast du zum Beispiel ein Kuschelkissen, ohne dass du nicht einschlafen kannst, nimm es mit! Liebst du Lavendelduft? Dann nimm doch ein Duftsäckchen mit oder ein Lavendelöl. Vielleicht möchtest du diese aufregende Zeit in einem Tagebuch festhalten, dann packe es ein und denke an einen Stift.

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Ja, wir wissen, dass die Trotzphase, auch Autonomiephase genannt, normal ist und zur kindlichen Entwicklung gehört. Aber warum machen uns diese Wutausbrüche des Kindes  immer wieder so fertig? Was kann ich als Elternteil tun, damit mein Kind nicht mehr schreit, haut oder beißt? Kann ich überhaupt etwas tun?

Ein jeder, der Kinder hat, kennt diese Phase, die Kinder meistens im Alter zwischen 1,5 und 6 Jahren durchlaufen. Anstrengend ist das, für die ganze Familie fordernd und häufig frustrierend. Denn so ein typischer Tobsuchtsanfall geschieht leider nicht nur einmal. Manchmal genügt es schon, wenn dein Nachwuchs hungrig ist oder seinen Willen nicht bekommt und schon geht es los. Hilfreich ist, sich dann immer vor Augen zu halten, dass dein Kind dich nicht damit ärgern will, sondern dass dieses Verhalten unheimlich wichtig für seine Entwicklung ist. Es entdeckt in dieser Zeit, dass es nicht immer die gleiche Meinung wie Mama und Papa haben muss und versucht sich zu behaupten.

Ein Wutanfall, wie er im Buche steht

Wir Eltern können noch so genau wissen, dass diese Anfälle in der Trotzphase völlig normal sind, doch oft treten uns, wenn das Kind die elterlichen Trommelfelle durch Gekreische schwingen lässt, die Schweißperlen auf die Stirn. Das Kind reagiert völlig aus dem Bauch heraus und verausgabt sich durch Gegenstände werfen, schreien, treten und mehr. Beruhigungs- und Ablenkungsversuche laufen ins Leere, ein Gespräch mit dem Kind ist nicht möglich.

Gerade war noch alles in bester Ordnung

Man hat Angst, dass die Nachbarn sich über den Lärm beschweren oder sich ums Kind sorgen. Gern genommen werden auch Wutanfälle im Supermarkt, oder wenn man irgendwo zu Besuch ist.

Aushalten. Man muss die Minuten nur Aushalten und das Kind machen lassen, denn den Wutanfall mit Tricks zu verkürzen ist nur schwer möglich. Widerstehe dem Impuls, klein beizugeben oder dein Kind zu bestechen. Nimm davon Abstand, mit deinem Kind zu schimpfen. Seine Wut richtig sich nicht gegen dich. Es ist gerade einfach mit der Situation überfordert. Wut zu kompensieren oder in Worte zu fassen hat es noch nicht gelernt, also muss sie raus, die Wut.

Wütendes Kind

Üben, üben, üben

Es mag dir vielleicht albern erscheinen, aber es kann hilfreich sein für solche Situationen einen Plan im Hinterkopf zu haben. Wie du die Bockanfall-Situation durchlebst, hängt allein von dir ab. Die so oft von Eltern eingeforderte Gelassenheit kann man trainieren und es hilft ungemein, wenn du, wenn das Kind nicht mehr zu halten ist, weißt, was Sinn macht oder eben auch nicht. Hilfreich können sein:

  • Vielleicht der wichtigste Tipp: Sei deinem Kind ein gutes Vorbild
  • Tief durchatmen
  • Nimm den Wutanfall nicht persönlich
  • Wenn dein Kind sich nicht in den Arm nehmen lassen möchte, akzeptiere das
  • Wenn das Kind sich selbst oder andere durch seinen Wutanfall verletzen könnte, ist festhalten legitim. Dies dient nicht zur Bestrafung, sondern zum Schutz.
  • Lass dich durch das Verhalten deines Kindes nicht weichklopfen und gewähre ihm seinen Willen, bloß damit der Trotzanfall aufhört
  • Bitte versuche nicht, dein Kind mit Bestechungen umzustimmen
  • Nicht drohen oder schimpfen
  • Wenn dein Kind sich beruhigt hat, ist der Zeitpunkt für ein Gespräch da. „Was hat sich so wütend gemacht. Was können wir nächstes Mal tun, damit es nicht so schlimm wird?“
  • Mache dir bewusst, dass dein Kind gerade höchst frustriert ist und danach Trost und Zuwendung benötigt.
  • Lerne, im Vorfeld zu erkennen, wenn sich ein Wutanfall anbahnt und sprich dein Kind an. Zum Beispiel mit: „Du schaust so wütend. Willst du mir sagen, was los ist?“
  • Zeige deinem Kind Alternativen auf. Hilfreich können ein Kinder Boxsack oder gegen Mamas Hände boxen sein
  • Übe mit deinem Kind, frustrierende Gefühle in Worte zu fassen.
Verständnis zeigen

Können noch andere Ursachen dahinter stecken?

Auch wenn die Trotzphase mit Wutanfällen, noch so normal sind in der kindlichen Entwicklung, gilt es auch immer nach den Ursachen zu schauen. Das hilft dir auch, die Frustration deines Kindes besser zu verstehen. Bitte sei auch stets aufmerksam, ob vielleicht nicht auch andere Gründe eine Ursache sein können. Ist dein Kind eventuell auf das Geschwisterkind eifersüchtig, hängt der Familiensegen schief oder gibt es Probleme im Kindergarten oder in der Schule?

Über jedes Maß hinaus

Wenn dich das Gefühl beschleicht, dass die Wutausbrüche deines Kindes zu häufig stattfinden oder dein Nachwuchs sich fast schon jähzornig benimmt, tust du gut daran, dir Hilfe zu holen. Gegebenenfalls genügt schon ein Gespräch mit dem Kinderarzt, um wieder klarer zu sehen oder neue Impulse und Lösungsansätze zu finden. Du kannst zu einer Fachkraft bei einer Beratungsstelle gehen oder zu einem Kinderpsychologen. Es gibt viele Anlaufstellen für hilfesuchende Eltern, nimm eine davon wahr und deren Hilfe an.

Es geht vorüber

Keine Floskel – Die Trotzphase geht vorbei und du kannst dein Kind dabei liebevoll begleiten. Dies ist die Phase in der kindlichen Entwicklung, in der dein Nachwuchs lernt, Gefühle wie Traurigkeit, Wut oder zum Beispiel Angst in Worte zu fassen. Diese negativen Gefühle gehören zu den normalen Stimmungsbildern und manch ein Erwachsener, weiß nicht mit ihnen auf ausgeglichene Weise umzugehen. Wahrscheinlich, weil man es als Kind nie lernen durften. Wünscht man sich das später für das eigene Kind? Nein!

Bleibe mit deinem Kind im Gespräch, zeige Verständnis, erkläre ihm, dass du manchmal auch arg wütend bist, solche Gefühle ebenfalls kennst und zeige ihm Lösungswege auf, wie man mit Frustration umgehen kann. Das ist doch ein überaus wichtiger Bestandteil bei der Begleitung von Kindern, nicht wahr?

Um Deinen kleines Wutmonster in der Trotzphase bestens begleiten zu können, empfehlen wir Dir diese Bücher: Der Trotzphasen Survivalguide, Familienleben – Gemeinsam wachsen oder Die kompetente Familie von Jesper Juul.

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Ein jeder von uns kennt wohl die Situation, in der ein Kind sich nicht benimmt. Wie denn auch, die Kleinen müssen angemessenes Benehmen erst erlernen. Wie stellt man das an und was ist denn „angemessen“? Bringt es etwas in der Erziehung, wenn ich mein Kind jedes Mal ermahne, Bitte und Danke zu sagen? Wie lernt mein Nachwuchs zu teilen und das Schlagen und Kneifen keine Optionen bei Frust sind? Was ist denn ein gut erzogenes Kind überhaupt?

Damals und heute

Es ist noch keine 100 Jahre her, da haben Kinder Ihre Eltern häufig noch gesiezt. Diese Zeiten sind Gott sei Dank vorüber. In den 70er- und 80er Jahren gab es wiederum viele Eltern, die ihre Kinder antiautoritär erzogen haben. Ziel ist es wohl, einen gesunden Mittelweg zu finden. Wir wollen keine dressierten, kleinen Erwachsenen, doch wir wünschen uns natürlich, dass gewisse Regeln und Werte auch für unsere Kinder gelten. Vieles, was wir unseren Kindern mit auf den Weg geben möchten geschieht ganz automatisch – durch das Vorleben der Eltern.

Wir Eltern sind Vorbilder für unser Kind

Wie wir leben und agieren, hängt unmittelbar mit dem Empfinden und Verhalten unserer Kinder zusammen. Uns Erwachsenen fällt es oftmals schwer, Dankbarkeit zu empfinden, für all das, was ist. Dabei ist ein achtsames Dankbar sein so immens wichtig. Denkt man an Freunde, Bekannte, Kollegen oder an Begegnungen mit Fremden, fallen uns sicherlich schroffe und undankbare Reaktionen ein, in denen wir oder der andere nicht angemessen reagiert haben. Wir können andere nicht zu Dankbarkeit und höflichem Miteinander zwingen, aber wir können durch unser eigenes Verhalten schon viel dazu beitragen. Gleiches gilt für unsere Kinder. Wenn wir achtsam und respektvoll miteinander umgehen und dann und wann einfach mal dankbar sind, wird sich dies auch im Verhalten unserer Kinder widerspiegeln.

Mein Kind will einfach nicht Bitte und Danke sagen

Noch immer zieren sich Eltern mit dem „guten Benehmen“ ihrer Kinder. Ihnen gefällt nicht der Gedanke, dass das Kind sich  daneben benehmen könnte, womöglich auch noch vor anderen. Ein unerwünschtes Verhalten von Kindern, fällt ja zudem auf die Eltern zurück, nicht wahr? Es ist nach wie vor keine Seltenheit, dass die Kleinen regelrecht gedrillt werden. Ein Dauerthema in der Erziehung ist zum Beispiel das Bitte und Danke sagen.

Kinder leben im Moment und sie reagieren auch aus dem Moment heraus. Danke und Bitte sagen ist im Alltag mit Mama und Papa spielerisch leicht zu erlernen, wenn man auch in den eigenen vier Wänden auf ein achtsames Miteinander legt.

Die richtige Hand

Wie heißt das Zauberwort?

Gänzlich vermeiden sollte man, das Kind zum Bedanken zu zwingen. Wie unangenehm, wenn Eltern leise soufflieren: „Und nun sag schön Danke, ja?“ und das Kind sich hinter der Mutter oder dem Vater versteckt und jeden Augenkontakt vermeidet. Es fühlt sich unwohl und unter Druck gesetzt. Und möchte man als Eltern tatsächlich, dass das Kind ein Dankeschön herunterleiert, obwohl es die Situation vielleicht gar nicht versteht oder keine Dankbarkeit empfindet?

Tue dir und deinem Kind einen Gefallen: Wenn du so einen Moment noch einmal mit deinem Kind besprechen möchtest, sprecht in Ruhe zu Hause darüber und nicht dort vor Ort. Dies würde die unangenehmen Gefühle deines Kindes nur noch verstärken.

Danke sagen

Erziehung – Wir verlangen ganz schön viel

Gib die richtige Hand, sag Dankeschön, es wird nicht gehauen, das musst du jetzt teilen, entschuldige dich, sag Guten Tag, es heißt ich möchte, statt ich will, Ellbogen vom Tisch, du musst auch verlieren können – dies könnte man noch unendlich fortführen. Kindern fordert akkurates Benehmen, das Erlernen von Regeln viel ab. Hilfreich ist es, als Eltern innezuhalten, um sich zu überlegen, was für sie wirklich zählt. Welche Regeln, welche Werte möchte ich meinem Kind vermitteln und was halte ich für absoluten Nonsens? Wir Eltern müssen ebenfalls etwas lernen – nämlich Fünf mal gerade sein zu lassen und bei schlechter Tagesform der Kinder, immer mal wieder ein Auge zuzudrücken.

Sinnvoll ist es, dem Kind altersgerecht zu erklären, warum man auf bestimmte Dinge Wert legt. Einige Eltern schwören darauf, sich taub zu stellen, wenn im Befehlston ein Kommando an die Eltern gerichtet wird wie „Mama, trinken.“ Nach kurzer Überlegung folgt dann häufig ein Bitte durch den Nachwuchs.

Füße auf dem Tisch

Kindermund tut Wahrheit kund

Und das stimmt. Fast alle Eltern haben eine oder mehrere Geschichten zu erzählen, wie ihr Kind sie im Alltag bei anderen einmal in große Verlegenheit gebracht hat. Das kann ein: „Mama, guck mal die Frau mit den komischen Haaren!“ im Laden sein oder beim Familienbesuch ein „Papa hat heute zu Hause gesagt, er hat überhaupt keine Lust euch heute zu besuchen.“ Hier hilft nur Gelassenheit und die Hoffnung, dass das Gegenüber genauso entspannt reagiert. Bitte zwinge dein Kind nicht, sich sofort zu entschuldigen, denn es begreift gar nicht, warum es etwas Falsches getan haben soll. Hat es ja im Grunde auch nicht. Einerseits verlangen wir von unserem Kind, stets die Wahrheit zu sagen, um auf der anderen Seite Wahres nicht auszusprechen. Ganz schön knifflig…

Die Sache mit den Kraftausdrücken

Im Kindergarten lernen Kinder jede Menge wertvolle Dinge, aber leider, leider auch das ein oder andere Schimpfwort. Wir Eltern machen große Augen, wenn das Kind zu Hause, ganz unbedarft, sein neu erlerntes Wort zum Besten gibt. Die Kleinen finden es großartig: Schlimme Wörter sagen, ganz wie die Erwachsenen und die Großen reagieren da auch richtig doll drauf. Toll! Bei Mama und Papa kommt das neue Wortrepertoire nicht so gut an. Was tun als Eltern? Zu sehr solltest du den neu erworbenen Wortschatz nicht thematisieren, gleichwohl aber deinem Kind erklären, dass Schimpfwörter bei euch nicht erwünscht sind und andere tief verletzen können.

Mit größeren Kindern kann man übrigens ganz wunderbar ein Schimpfwort-Sparschwein einrichten, in das dann jedes Mal ein kleiner Betrag wandert, wenn ein vermeintlicher Kraftausdruck fällt. Achtung Erfahrungswert: Eltern müssen ab und zu auch einzahlen…

Was im Leben wirklich zählt

Wir wünschen uns später für unsere Kinder ein zufriedenes, glückliches Leben und möchten ihnen aus diesem Grunde viel mit auf den Weg geben. Übe dich in Geduld, wenn das Benehmen deiner Kleinen manchmal zu wünschen übrig lässt. Viel wichtiger als die Erziehung sind doch Werte wie Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Wahrhaftigkeit, Respekt oder zum Beispiel ein achtsames Miteinander. Sind diese verinnerlicht und werden von allen Familienmitgliedern gelebt und wertgeschätzt, stellt sich ein gutes Benehmen ganz von alleine ein.

Möchtest du noch mehr zum Thema Erziehung lesen, dann schau bei unserem Blogbeitrag Credo der Erziehung zum guten Kind: 20 Glaubenssätze vorbei.

In unserem Shop findest du wertvolle Ratgeber, wie zum Beispiel Kinder verstehen.

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