Winterliches Familienrezept: Vollwertiger Zwiebelkuchen

Dieser fluffige Zwiebelkuchen schmeckt Kindern und Erwachsenen als Abendbrot. Außerdem ist er ein super Lunch für berufstätige Eltern am nächsten Tag. Hier das Rezept:

Zwiebeln sind ein ideales Winter-Gemüse. Sie stehen in unseren Breiten im Winter seit langer Zeit auf dem Speiseplan. Sie sind ein gutes Vorratsgemüse und waren unseren Vorfahren auch noch im Januar und Februar verfügbar, wenn alle anderen Vorräte langsam aufgebraucht waren.

Zwiebeln wurden gern roh verzehrt, weil sie antibakterielle Wirkung haben und damit gegen Erkältungen und Infekte aller Art helfen. Die Zwiebel enthält interessanter Weise keine Stärke, obwohl sie durchaus süß ist. Sie enthält dafür die so genannte Fruktane, wasserlösliche Oligo- und Polysaccharide, welche die Zwiebel vor dem Austrocknen schützen. Diese wirken sogar gegen Grippe. Mit ihren Vitalstoffen (Vitamin C, B6, B7, Kalium, Schwefel) wirken sie blutverdünnend, schützen vor Herzinfarkt, senken den Cholesterinspiegel, senken das Krebsrisiko und helfen auch bei Ohrenschmerzen.

Mein Zwiebelkuchen schmeckt aber lieblicher als rohe Zwiebeln. 🙂 Es geht zurück auf ein Rezept meiner badischen Großmutter, die wahnsinnig gut kochen konnte. Sie stammte aus einer Hoteliers-Familie und sammelte ihre Rezepte schon in den 1920er Jahren in Frankreich, der Schweiz, Italien und England zusammen. Der Zwiebelkuchen ist eine klassische süddeutsche Speise. Außerdem wird Zwiebelkuchen auch in angrenzenden Gebieten wie im Elsass und in Lothringen gegessen; dort heißt er dann z.B. „Quiche Lorraine“ („Lothringer Kuchen“). Meine Oma hat in ihren Mürbeteig einen Kniff der klassischen französischen Küche eingearbeitet.

Ich wiederum habe das Rezept vollwertig gemacht, das heißt, ich backe es mit Vollkornmehl. Ich versichere Euch: Dieser Zwiebelkuchen schmeckt!

Zutaten Teig

Statt dem selbstgemachten pikanten Mürbeteig kann man auch einen Tiefkühl-Blätterteig oder auch einen Pizzateig verwenden.

  • 230 g Dinkel- oder Weizenvollkornmehl
  • 190 g Butter
    Man kann einen Teil der Butter auch durch Quark ersetzen, wenn man es nicht so fettig mag
  • einen halben Teelöffel Salz
  • ca. 2 EL Weißwein
  • 1 Eiswürfel
  • Paprika-Pulver

Zutaten Belag

  • ca. 1,2 kg Zwiebeln (das sind ca. 10 mittelgroße)
  • etwas Butter zum Anbraten (z.B. Rest vom Butterstück z.B.)
  • evtl. ca. 50g gewürfelten Speck (Vegetarier lassen den einfach weg)
  • 5 mittlere Eier
  • einen Becher saure Sahne. Schmand oder Crème fraiche geht auch.
  • Salz und Pfeffer
  • Kümmel

So wird’s gemacht

Den Weißwein mit dem Eiswürfel eiskalt machen. Dann das Mehl mit der Butter, einem halben TL Salz, einem halben Teelöffel Paprika-Pulver sowie dem eiskalten Weißwein oder Wasser rasch zu einem Teig verkneten. Wenn die Butter beim Kneten schmilzt, wird der Teig brüchig, deswegen so rasch wie möglich arbeiten. Wenn die Masse zu trocken erscheint, nochmal einen Schucker kaltes Wasser oder Wein zugeben, wenn es zu matschig ist, etwas Mehl zugeben. Ich nehme dafür dann immer schlichtes Weißmehl.

Den Teig eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Nach der Ruhezeit den Teig rund ausrollen und eine Springform damit auskleiden. Den Teig mehrfach mit einer Gabel einstechen und den Teig ohne Belag im Ofen ca. 10-15 Minuten backen (das nennt sich „blind backen“).

In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen, längs halbieren und in Ringe schneiden.

Die Zwiebeln in wenig Butter andünsten, aber keine Farbe annehmen lassen. Den Speck, wenn gewünscht, zufügen und kurz mitbraten. Die Hitze ausschalten und die Zwiebeln in der Pfanne lassen.

Die Eier miteinander verquirlen, salzen und pfeffern. Die saure Sahne untermengen, gut verrühren. Etwa einen halben Teelöffel Kümmelkörner zufügen.

Die Ei-Sahne-Mischung unter die etwas abgekühlten Zwiebeln mischen.

Den Mürbeteigboden aus dem Ofen nehmen, die Zwiebelmasse darauf geben und alles im Ofen bei 200°C 45 Minuten bis eine Stunde goldbraun backen. Immer wieder nachsehen, denn jeder Ofen ist anders!

Dazu schmeckt ein grüner Salat, oder, bei kleinen Kindern beliebter, frische Gurkenscheiben mit Kräutersalz.

 

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