Kraftstrotzende Juni-Dekoration mit Blättern, Blüten und Blumenfee

Hellgrüne Getreide-Ähren, unreife Beeren und kräftige Blätter aller Art sind die Protagonisten unserer Juni-Dekoration auf dem Jahreszeitentisch. Die Tochter hat draußen gesammelt und dann haben wir alles mit Seidentüchern, Filztieren und -figuren arrangiert.

Auf Blätter- und Blüten-Sammeltour

Der Sammelkorb füllt sich

Die Ausbeute (vorne: die Getreideähren)

Die filigranen Ähren machen sich schön vor weißem Hintergrund

zartlila Blumenelfe

gefilzte Schnecke mit echtem Schneckenhaus

Kleines wachendes Zwerglein mit unreifen Beeren

Restblätter und duftende Ligusterblüten in dritter Vase

Üppiges Grün und kräftige Blüten auf dem Jahreszeitentisch

Betörendes und Üppiges im Juni

Jetzt Mitte Juni strotzt draußen alles von herrlichem Grün. Noch ist die grüne Farbe draußen nicht so dunkel wie im Hochsommer, sondern hat noch die strotzende helle, knackige Kraft des Maigrüns in sich. Ich liebe die Farben und den irren Wachstum jetzt im Juni, die Rosenblüten und den betörende Duft des Ligusters und des Holunders.

Wir sammeln Blüten und Blätter

Ich fragte gestern die Tochter, ob wir zusammen ein Blütenmosaik gestalten wollen. Sie war einverstanden, schlug aber vor, daraus ein „Duftbild“ zu machen mit Blüten und Blättern, die unterschiedlich riechen. Mit neu erstandenen Körben machten wir uns auf, rund um Haus und Garten Grünes und Blühendes zu sammeln. Wir fanden verschiedene Blumen und Blätter, darunter Liguster, Rotbuche, Rosenblätter, Knöterich und vieles mehr. Die Tochter machte mich schließlich auf die „Gerste“ aufmerksam – zarte bläulich grüne Getreidehalme, die auf einer Wiese hinter unserem Haus wuchsen. Ich nahm eine ganze Handvoll davon mit, denn sie gefielen mir gar zu gut.

Neue Inspiration für den Jahreszeitentisch

Mit den gesammelten Schätzen gestalteten wir erst unsere Blütenbilder und verwendeten dann den Rest, um unseren brach liegenden Jahreszeitentisch mal wieder schön zu machen. Ich kramte die farblich passenden Jahreszeiten-Seidentücher hervor und die Tochter arrangierte sie um die große Vase, in der wir zwei Blumensträuße von der Gärtnerei zusammengesteckt haben.

Die „Gerste“ kam in eine zweite Vase und die Reste der gesammelten Blätter in eine dritte. Ich fand, die Üppigkeit draußen wird durch gleich drei Vasen mit Grün wunderbar reflektiert. Das passt also.

Lebendigkeit durch zarte Figuren

Dann schauten wir, welche unserer Filzfiguren zu dem Arrangement passen könnten. Die Tochter suchte die zartlila Blumenelfe hervor, die sie letztes Jahr gefilzt hat (die Anleitung für gefilzte Blumenelfen findet Ihr hier). Mir fiel die Schnecke mit de echten Haus auf: Unsere ersten reifen Erdbeeren im Garten werden zur Zeit von Schnecken angeknabbert, sehr zu meinem Leidwesen, aber ich bringe es nicht übers Herz, ihnen Bierfallen zu stellen wie meine Mutter das früher tat. Der kleine bordeauxrote Zwerg steht schon eine Weile auf unserem Tisch, denn den hat die Tochter in der Schule gestrickt.

Wir ordneten die Figuren zusammen an, und dann legte die Tochter die restlichen Blätter noch daneben. So ist der Jahreszeitentisch nicht nur Deko, sondern ein lebendiger Ort, der gemeinsam gestaltet wird. Die jüngere Tochter wird ganz sicher noch das ihrige dazu tun, dass das Arrangement nicht so bleibt wie wir es heute gestaltet haben… Aber so soll es ja sein: Am Jahreszeitentisch dürfen alle tatkräftig mitgestalten. Er ist nicht nur Dekoration, sondern soll so lebendig sein wie die Natur draußen. Der Jahreszeitentisch soll die Vorgänge der Natur ganz direkt, aber auch symbolisch reflektieren.

Habt Ihr auch einen Jahreszeitentisch? Wenn ja, womit ist er um diese Zeit geschmückt?

2 Kommentare, RSS

  1. Roswitha 18. Juni 2017 @ 8:27

    Hallo liebe Maike,

    ich habe seit über 20 Jahren einen Jahreszeitentisch.
    Obwohl die Kinder alle schon erwachsen sind pflege ich diesen Brauch weiter,
    ich finde dieses Ritual bereichert einen auf eine ganz besondere Art.
    Bei mir steht außer einem wunderschönen Gartenblumenstrauß aus gelben und blau-lila
    Farbtönen, der gerade von einem gelb-lila aus Schafwolle gefertigten Schmetterling besucht wird:) ein Erdbeermädchen und ein Mohnblumenkind, ein kleiner Zwerg mit Bergkristall, ein Schneckenhäuschen,
    und ein besonders schöner großer Marienkäfer, aus roter und schwarzer Schafwolle, den meine 24- jährige Tochter für mich mit der Nadel gefilzt hat. Ihr macht es auch noch viel Spaß die Tätigkeiten aus der Kindheit immer mal wieder aufleben zu lassen.

    Deine Ideen und Tätigkeiten sind auch immer wieder inspirierent, vielen Dank für deine Arbeit!
    Liebe Grüße, Roswitha

    • Maike

      Maike 18. Juni 2017 @ 14:57

      Liebe Roswitha, das klingt wunderschön! Auch, dass Du den Jahreszeitentisch weiter pflegst, finde ich berührend. Ich brauche auch immer etwas von draußen, egal ob Blumen oder Zweige, und werde das sicher immer so beibehalten, auch wenn die Kinder groß sind. Danke für Deine Worte!

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