Nein zum Black Friday und Ja zum Circular Monday

Black Friday ohne HANS NATUR

Ein großes Ja zum Circular Monday und Nein zum Black Friday! Bei HANS NATUR leben wir Bio – seit jeher. Unsere Anfänge haben wir mit einem kleinen Bioladen in einem kleinen Ort in Schleswig Holstein gemacht. An unseren Prioritäten, unserer Philosophie hat sich in all den Jahrzehnten nichts verändert.  Wir lieben Produkte, die aus natürlichen, unbelasteten Naturfasern hergestellt werden, die umweltschonend und in respektvollem Umgang mit Natur, Tier und Mensch produziert wurden. Und wir sind der Meinung, Artikel wie diese, sollten nicht verramscht werden.

Doch wir möchten unsere schönen Produkte natürlich auch verkaufen. Wir müssen unsere Artikel bewerben und zum Beispiel dann und wann Rabatte anbieten. Tatsächlich erwartet eine Großzahl unserer Kunden attraktive Aktionen, wie auch die Teilnahme am Black Friday.

Ein Gewinn für alle, der Circular Monday

Wir nehmen nicht am Black Friday teil. Es fühlt sich nicht richtig an. Es passt nicht zu uns und unserem Denken. Statt für  Black Friday möchten wir die Werbetrommel für den Circular Monday rühren, eine großartige Sache. Der Circular Monday wurde als eine Art Gegenbewegung zum Black Friday ins Leben gerufen. Vor 5 Jahren gegründet, führt Circular Monday mittlerweile 720 Geschäfte in der Datenbank und das aus 30 Ländern. Für Verbraucher eine überaus wertvolle Plattform, um sich zu informieren, welche Unternehmen den Circular Monday unterstützen, sei es durch Second Hand, Reparaturen, Recycling oder anderem. Circular Monday ist für den bewussten Konsumenten gedacht, der den Einkauf von neuen Waren bedacht und überlegt tätigt und zeigt auf, welche Alternativen es gibt.

Recycling, Textilien recyceln,Kreislauf

Der Circular Monday – Alternativen zum Neukauf

Ein Neukauf sollte immer gut überlegt sein. Sätze wie „Ich habe gar nichts anzuziehen.“ sind, wohl bei uns allen, fehl am Platz. Die Unterhaltungselektronik stellt uns in regelmäßigen Abständen angeblich innovative Neuerungen vor, die die vorherigen Geräte in den Schatten stellen. Fast Fashion Läden präsentieren alle drei, vier Wochen neue Kollektionen. Diese Liste könnte man endlos fortführen. Wo bleiben all die Dinge, die nach einem Neukauf von Fernseher und Co. ausrangiert werden? Auf dem Müll! Bevor wir einen Drucker reparieren lassen, entsorgen wir diesen lieber. Ein neues Gerät samt Patronen ist ja fast günstiger, als den alten Drucker vom Fachmann reparieren zu lassen.

Wenn man den Zustand unserer Erde betrachtet und im Gegenzug unsere Art des Konsumierens, kann einem mehr als angst und bange werden. Was tun?

Bewusster Konsum und Zero Waste

Es liegt uns fern mit einem belehrenden Zeigefinger herumzufuchteln, doch der Circular Monday ruft uns ins Gedächtnis, wie wir konsumieren sollten, wenn wir unseren Planeten lieben. Weniger zu besitzen, sich nur noch mit Dingen zu umgeben, die man wirklich benötigt – das kann unheimlich befreiend sein. Bewusstes Konsumieren schont die Umwelt und deinen Geldbeutel, zudem schenkt es dir ein gutes, befriedigendes Gefühl. Recycelte Waren, reparierte Produkte, Verzicht oder ein geborgter Artikel sind also immer eine Überlegung wert.

Was konkret schlagen die Initiatoren von Circular Monday denn nun vor?

Die gute Nachricht lautet: Du kannst mit kleinen Schritten beginnen und musst nicht dein komplettes Leben umkrempeln. Es geht vielmehr darum, dass du vor jeder Neuanschaffung den Kauf hinterfragst. Unsere Pyramide verdeutlicht das wunderbar:

Bewusster Konsum. Pyramide zeigt auf, was du, statt einen Neukauf zu tätigen, tun kannst.

Wenn wir uns die Pyramide genauer ansehen, wird eines schnell klar: Ein Neukauf sollte die letzte Option sein. Vorab gilt es, die darunter stehenden Kriterien zu überprüfen und gegebenen falls danach zu handeln.

Brauche ich das wirklich? Nimm das, was du hast!

Die dritte Übergangsjacke kaufen, neue Winterstiefel zulegen, obwohl die bereits vorhandenen noch voll ihren Zweck erfüllen oder doch den schicken, großen Fernseher kaufen, der vor kurzem im Prospekt zu sehen war.

Falls deine Kauflust durch ein Produkt ausgelöst wird, das du noch nicht besitzt, frage dich, ob du den Artikel wirklich benötigst und wie häufig du ihn nutzen würdest.

Puh, und nun heißt es wirklich, zu sich selbst ehrlich zu sein und sich gegen einen Kauf zu entscheiden. Hast du diesen Entschluss erst einmal fest für dich getroffen, steigt ein gutes Gefühl in dir hoch. Versprochen!

Kaputt, da muss was Neues her

Nicht ohne Grund, wird von der Wegwerf-Gesellschaft gesprochen. Wir lassen immer weniger Dinge reparieren. Gewöhne dir an, defekte Kleidung und Schuhe zur lokalen Schneiderei, bzw. zu dem Schuster deines Vertrauens  zu bringen.

Deine Waschmaschine weist eine Macke auf? Vielleicht ist es nur eine Kleinigkeit, die der Elektriker um die Ecke beheben kann.

Wir alle müssen uns immer wieder ermahnen. Ist etwas zu Hause entzwei gegangen, heißt das nicht zwingend: Neukauf.

DIY

Für die handwerklich Geschickten unter euch – selber Dinge herzustellen ist klasse. Bereits die Herstellung bereitet Freude. Die Möglichkeiten sind nahezu unendlich. Du kannst Brot backen, nähen, Spielzeug basteln, Gemüse anbauen usw. Du musst ja nicht gleich zum Selbstversorger werden. Starte zum Beispiel mit selbstgemachter Mandelmilch oder schenke deiner Schwiegermutter eine selbst genähte Tasche, statt eine Tasche aus einem Webshop.

Selber machen - sei es an der Werkbank, beim Stricken, Backen oder an der Nähmaschine
DIY

Das leih ich mir

Dinge ausleihen spart bares Geld und schont die Umwelt. Mittlerweile gibt es in Hülle und Fülle Plattformen im Internet, bei denen du quasi alles leihen und verleihen kannst. Warum etwas anschaffen, was du nur für kurze Zeit und selten benötigst, wenn du es dir auch ausleihen kannst? Wenn du gut vernetzt bist, gibt es sicherlich auch innerhalb deiner Familie, in deinem Freundeskreis oder unter deinen Kollegen liebe Menschen, die dir gerne helfen und etwas an dich ausleihen.

Lass uns tauschen

Wir sind bekennende Fans von Tauschbörsen. Du kannst deine Tauschartikel online auf den dazugehörigen Plattformen anbieten. Entweder du schreibst dazu, was du dir als Tauschartikel konkret vorstellst oder du lässt dich überraschen, was dir stattdessen angeboten wird. Viel Freude bereitet auch ein Abend unter Freunden, an dem jeder etwas mitbringt, das er loswerden möchte. Schön, wenn es anderen dann noch Freude bereitet, statt bei uns zu Hause vollzustauben.

Second Hand

Second Hand ist viel mehr als hip, es ist absolut nötig, dass wir alle, statt ständig neu zu kaufen, Second Hand Ware präferieren. Pre-Owned Kleidung macht Spaß, schont die Umwelt und mit Glück findest du Artikel, die einzigartig sind. Umgedreht bereitet gebrauchte Kleidung übrigens auch Freude. Hortest du in Schränken, Unterbettkommoden oder im Keller noch vieles, das du wahrscheinlich nie wieder benutzen wirst? Dann melde dich für einen Flohmarkt an oder schieße ansprechende Fotos der Produkte und nutze das Internet zum Verkaufen.

Flohmärkte machen Spaß und schonen Umwelt und Geldbeutel

Neues kaufen

Wenn du alle vorherigen Möglichkeiten abgewogen hast und diese nicht in Frage kommen, wähle einen Anbieter, dem du vertraust. Das kann ein Laden bei dir in der Nähe sein, den du gerne unterstützen möchtest oder ein Onlineshop, der dich mit seinem Auftritt, seiner Philosophie  und seinen Produkten überzeugt.

Achte darauf, dass du Artikel von hoher Qualität kaufst, die lange halten. Textilien sollten umweltfreundlich und sozial fair hergestellt worden sein. Auch hier gilt: Achte auf eine gute Verarbeitung der Textilien, somit ist, zum Beispiel bei Kinderkleidung, gewährleistet, dass diese später ohne weiteres vom kleineren Geschwisterkind weiter getragen werden kann.

Übrigens!

Bei HANS NATUR entsorgen wir keine Retouren-Ware. Retournierte Artikel werden bei uns im Lagerverkauf angeboten oder gespendet. Defektes lassen wir, bei Bedarf, in unserer hauseigenen Schneiderei reparieren. So haben wir eigentlich jeden Tag einen Circular Monday. 😉

Ein Gedanke zu „Nein zum Black Friday und Ja zum Circular Monday“

  1. Avatar Susanne Zedelius sagt:

    Der Begriff “Circular Monday” ist mir neu, aber nach diesen Grundsätzen richtet sich sowieso schon immer mein Einkaufsverhalten. Das hält mich aber nicht davon ab, bei Fridays for Future Demos mitzulaufen.

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